Prof. em. Dr. Regina Wecker

Regina Wecker war bis 2009 Professorin für Frauen- und Geschlechtergeschichte. Sie hat die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) bis 2014 präsidiert. Zur Zeit ist sie Präsidentin des Stiftungsrates des Projekts Basler Geschichte (Stadt-Geschichte-Basel).


Veranstaltungen

Vorschau

25. Oktober 2018: Vortrag an der Universität Augsburg. "Der Wert des Menschen" Eugenik-Euthanasie-Rassenhygiene. Im Rahmen der Augsburger Kontaktstudientage 2018. Die Zwischenkriegszeit 1919-1939, globalgeschichtlich betrachtet.

13. Dezember 2018: VHS Vortragsreihe Jacob Burckhardt
Regina Wecker: «Jacob Burckhardt: Innovativer Historiker -  gewöhnlicher Zeitgenosse»


Vergangene Veranstaltungen

13. September 2018: 3. Fachtagung Sozialplanung und Soziale Arbeit, Falsches Wohnen in der offenen Gesellschaft, FHNW Campus Olten
Keynote 1: Regina Wecker: «Verbesserung der Lebensauffassung oder Kolonialisierung? Wohnen und Bauen in der Schweiz zwischen Privatinitiative, Selbsthilfe und staatlicher Planung»

25. April 2018: Mut tut gut. Reinacher Gespräche 2018.
Regina Wecker, Warum das Frauenstimmrecht im Kanton Basellandschaft (erst oder schon) 1968 eingeführt wurde.

26. April 2018: Erlebte Schweiz
Regina Wecker und Remo Gysin, 1968 im Fernsehen. Bilder aus Film- und Fernseharchiven von Experten und Expertinnen kommentiert. Basel Stadtkino.

7. Mai 2018: «Die 68er Bewegung»
Vortrag an der Monatsversammlung der Grauen Panther, Regina Wecker
www.grauepanther.ch 

8. Mai 2018: «Meine Damen und Herren!»: Basler Grossrätinnen feiern ihren Einzug ins Parlament vor 50 Jahren
Regina Wecker Kurzreferat.
Link zur Veranstaltung

12. Mai 2018: Das Verhältnis von Eugenik und Humangenetik, Podiumsdiskussion zur Ausstellung «Touchdown. Eine Ausstellung mit und über Menschen mit Down-Syndrom»
Link zur Veranstaltung


Buchpublikationen

Das Basler Frauenstimmrecht
Als habe es die Frauen nicht gegeben
Eugenik und Sexualität
Die schutzbedürftige Frau
Zwischen Ökonomie und Ideologie

Das Basler Frauenstimmrecht 
Der lange Weg zur politischen Gleichberechtigung von 1966

Regina Wecker setzt sich in ihrem Beitrag «Der Staat bin ich! Was geht das die Frauen an?» mit der politischen und gesellschaftlichen Wirkung der vielfältigen Plakate auseinander, die die Abstimmungen seit 1919 begleitet und geformt haben. Mehr


«Als habe es die Frauen nicht gegeben», 
Beiträge zur Frauen- und Geschlechtergeschichte. Zürich 2014
In dieser Publikation setzen sich Historikerinnen und Historiker mit der Frauen- und Geschlechtergeschichte von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart auseinander. Sie nehmen damit Fragen und Interpretationen zur Kategorie Geschlecht auf, mit denen sich Regina Wecker in ihrer langjährigen Forschung auseiandersgesetzt hat. Mehr


Eugenik und Sexualität, Die Regulierung reproduktiven Verhaltens in der Schweiz, 1900–1960, Zürich 2013
Eugenische Vorstellungen beeinflussten Medizin, Psychiatrie, Sexual- und Rechtswissenschaft bis über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus. Mehr

 


Die «schutzbedürftige Frau», Zur Konstruktion von Geschlecht durch Mutterschaftsversicherung, Nachtarbeitsverbot und Sonderschutzgesetzgebung im 20. Jahrhundert, Zürich 2001. Mehr

 

 


Zwischen Ökonomie und Ideologie, Arbeit im Lebenszusammenhang von Frauen im Kanton Basel-Stadt 1870–191, Zürich 1997.
Die Arbeit zeigt den Zusammenhang zwischen struktureller Entwicklung der Frauenlohnarbeit und der Gestaltung der gesellschaftlichen Normen auf. Analyse von Frauenarbeit fusst auf dem in der geschlechtergeschichtlichen Forschung verankerten Verständnis von Arbeit als einer Gesamtheit von verschiedenen Tätigkeiten, im Zentrum steht indes die Lohnarbeit. Mehr

Wecker, Regina: Weibliche Delegierte auf dem Basler Friedenskongress, in: Helfenstein, Josef et al. Basel Short Stories. Von Erasmus bis Iris von Roten. Kunstmuseum Basel 2018.

Wecker, Regina: «Who Belongs» or the Question of Women's Citizenship in Switzerland Since 1798, in: Kimble, Sara L.; Röwekamp, Marion (Hg.): New Perspectives on European Women's Legal History, New York 2017, S. 349-375. edoc

Wecker, Regina: «Der Staat bin ich, was geht das die Frauen an?» Plakate in der Auseinandersetzung um das Frauenstimmrecht im Kanton Basel-Stadt, in: Kreis, Georg (Hg.): Das Basler Frauenstimmrecht. Der lange Weg zur politischen Gleichberechtigung von 1966. Basel 2016, S. 127-142. edoc

  • Geschlechter- und Rechtsgeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte
  • Geschichte der Frauenarbeit und Industrialisierung
  • Psychiatriegeschichte und Eugenik
  • Gendertheorie
  • Geschichte von Nationalität und Bürgerrecht

 

Forschungsprojekte und Forschungsorganisation

1993 - 1996 | Leitung des Forschungsprojektes zur Schweizer Arbeitsgesetzgebung im 20. Jahrhundert im Schweizerischen Nationalfonds, NFP 35, «Frauen in Recht und Gesellschaft» (Mitarbeit Brigitte Studer und Gaby Sutter).

1999 - 2000 | Forschungs- und Konzeptarbeit zur Geschichte von Psychiatrie und Eugenik für  den Schweizerischen Nationalfonds NFP «Integration und Ausgrenzung».

1988 - 2001 | Mitglied der Kommission der Forschungsstelle «Baselbieter Geschichte», Liestal.

1.4.2003 - 31.3.2006 | Co-Leitung des Forschungsprojekts des Schweizerischen Nationalfonds (NFP 51) «Genetics, Reproductive Medicine and Society: Exclusion and Integration Effects in Medicine», Leitung Prof. Dr. med. Hansjakob Müller mit Prof. Dr. Jakob Tanner, Dr. theol. Ruth Ella Baumann-Hölzle (Laufzeit 3 Jahre).

1.7.2003 - 30.6.2006 | Leitung des Forschungsprojekts des Schweizerischen Nationalfonds (NFP 51) «Eugenic Concepts and Measures in Psychiatry and Administration. On the Politics of Standardization, Integration and Exclusion. The Case of Basel-Stadt, 1880 - 1960» mit Dr. med. B. Küchenhoff.

1.6.2007 - 31.5.2008 | Leitung des NF Forschungsprojekts «Sexualität undEugenik: Zur Regulierung des sexuellen und reproduktiven Verhaltens in der Schweiz (1920 - 1960)»

1.10.2007 - 30.9.2009 | Leitung des 'prodoc' «Körper und Geschlecht: Normierungsprozesse im Spannungsfeld von Heilung und Verletzung» Teilprojekt des prodoc der Universität Bern, «Gender Scipts and Prescripts.» 

1.5.2009 - 30.4.2012 | Leitung NF Forschungsprojekt «GenderImages. Alltag und Geschlecht in Leningrader Dokumentarfilmen» (Projektnehmerin Aglaia Wespe)

Planung und Organisation wissenschaftlicher Tagungen (Auswahl)

1999 | «Interdiziplinarität». Tagung der Schweizer Gesellschaft für Frauen- und Geschlechterforschung in Basel.

2000 | Arbeits-Tagungen im Zusammenhang mit dem NCCR-Antrag «Gender: Performance and Interpretation».

2001 | «Psychiatrie und Eugenik im 19. und 20. Jahrhundert. Die Schweiz im europäisch-amerikanischen Kontext» (mit Prof. Dr. Jakob Tanner, Prof. Dr. Daniel Hell, Zürich, Prof. Dr. Doris Kaufmann, Bremen), Monte Verità, Ascona.

2002 | «Gender matters – gender talks» Internationale und interdisziplinäre Tagung an der Universität Genf (mit Proff. Dr. Thanh-Huyen Ballmer-Cao, Andrea Maihofer, Ursula Ackermann-Liebrich, Dr. Manuela Rossini).

2004 | «Genes, Populations and Gender. International Developments in Reproduction and Human Genetics» Internationale Tagung am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU Berlin. 22./23.10. 04 (mit Dr. Helga Satzinger).

2004 | Panel «Eugenics/Biopolitics» at European Social Science History Conference in Berlin, 24.3. - 26.3. 04.

2006 | «Wie nationalsozialistisch ist die Eugenik?» Tagung im Rahmen des NFP 51 Forschungsprojektes «Eugenik und Verwaltung im Kanton Basel-Stadt, 1880-1960», 17./18.2.06 Basel (mit Dr. Bernhard Küchenhoff, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, und Sabine Braunschweig, Gabriela Imboden, Hans-Jakob Ritter, Historisches Seminar Basel).

2010 | «Grenzen» Geschichtstage der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte an der Universität Basel, 4.-6-2. 

 

Im Rahmen des schweizerischen Forschungsprogramms NFP 51 «Integration und Ausschluss» arbeitet eine Forschungsgruppe der Universität Basel und Zürich unter der Leitung von Prof. Dr. Regina Wecker (Historisches Institut der Universität Basel) und Dr. Bernhard Küchenhoff (Psychiatrische Universitätsklinik Zürich) zum Thema «Eugenik in Psychiatrie und Verwaltung im Kanton Basel-Stadt, 1880-1960». 

Die Projektseite mit weiterführenen Links. Präsentation des Projektes auf der NFP51-Seite des Schweizerischen Nationalfonds.

Im Anschluss an das  abgeschlossene Projekt hat die Forschungsgruppe in einer  Folgestudie das Thema  «Sexualität und Eugenik: Zur Regulierung des sexuellen und reproduktiven Verhaltens (1920-1960)» bearbeitet. S. Liste der Publikationen

Eine Auswahl an Aufsätzen zum Herunterladen:

Fall Mertz, 2009 (PDF)

"The Age-Irrelevant Society", 2017 (PDF)

Von Roten as Feminist, 2008 (PDF)

Geschlecht nationale Identität, 2007 (PDF)

Pflege – Räume, Macht und Alltag, 2006 (PDF)

Eugenics, Genetics, and the Politics of Gender, 2005 (PDF)

"Gender" – eine fragwürdige Kategorie, 2005 (PDF)

Nachtarbeitsverbot (PDF)

Normalarbeitstag – Gesundheitsschutz – Nachtarbeitsverbot (PDF)

Psychiatrie – Eugenik – Geschlecht, 2003 (PDF)

Die Schappe-Arbeitersiedlung (PDF)

Ein Beitrag zur Geschichte der Rechtsvereinheitlichung (PDF)

Sonderschutzmassnahmen als Mittel zur Konstruktion von Geschlecht (PDF)

The Oldest Democracy and Women`s Suffrage: The History of a Swiss Paradox, 1998 (PDF)

Das Dogma, 1998 (PDF)

Frauenkörper, Volkskörper, Staatskörper, 1998 (PDF)

Staatsbürgerrechte, Mutterschaft und Grundrechte, 1996 (PDF)

Unendliche – Geschichte – Mutterschaftsversicherung (PDF)

Vom Verbot Kinder zu haben (PDF)

Wunder Punkt Volkszaehlung, 1995 (PDF)

"Sonderkategorie Frau" auf dem Arbeitsmark, 1988 (PDF)

"Weiber sollen unter keinen Umständen in der Nachtarbeit eingesetzt werden… " (PDF)

"Who Belongs" or the Question of Women`s Citizenship in Switzerland since 1798 (PDF)

Equality for men? (PDF)

Es war nicht Krieg (PDF)

Eugnik – Individueller Ausschluss nationaler Konsens (PDF)

Geschlechtsvormundschaft im Kanton Basel-Stadt (PDF)

Seit Ende der Siebzigerjahre ist die Frauen- und Geschlechtergeschichte Regina Weckers Schwerpunkt in Forschung und Lehre.

1992 hat sie sich in Basel habilitiert mit einer Arbeit zu Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in Basel zwischen 1870 und 1910.

Nach verschiedenen Lehraufträge an Schweizer Universitäten und in Berlin ist sie seit 1997 Professorin für Frauen- und Geschlechtergeschichte an der Universität Basel. Sie war 2005 bis 2007 sowie 2009 Geschäftsführende Vorsteherin des Historischen Seminars.

Seit August 2009 ist sie emeritiert.

Regina Wecker ist maßgeblich an der Verankerung der Geschlechtergeschichte und am Aufbau der Geschlechterforschung in der Schweiz beteiligt und war bis Ende 2012 stellvertretende Leiterin des SUK Kooperationsprojekts «Netzwerk Gender Studies».

Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind die Geschichte der Lohnarbeit, die Rechtsgeschichte und die Geschichte von Bürgerrecht und Nationalität. 

Ihre neueren Forschungsprojekte beschäftigten sich mit der Geschichte von Eugenik (Rassenhygiene) und Biopolitik. Derzeit arbeitet sie zu Fragen der Basler Geschlechtergeschichte und des Schweizer Bürgerrechts.

Lebenslauf (PDF)

Stipendien und Auszeichnungen

Mitgliedschaften

  • 2004 - Ende 2013 Präsidentin der schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG)
  • Gründungsmitglied und Mitglied des Vorstands der Schweizer Gesellschaft für Frauen- und Geschlechterforschung
  • Mitherausgeberin der Zeitschrift traverse
  • Mitherausgeberin der Basler Beiträge zur Geschichte
  • Mitglied der Schweizer Sektion der «International Federation for Research in Women’s History»
  • Mitglied Wissenschaftlicher Beirat Jubiläum Bürgerliches Waisenhaus Basel
  • Vorstand des Vereins «Stadt.Geschichte.Basel»
  • 2016/18 Präsidentin des Stiftungsrates «Stadt.Geschichte.Basel»