Basel History Lecture

Die Basel History Lecture markiert einen Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Departements Geschichte. Mit diesem Format möchten wir einem breiten, historisch interessierten Publikum, Einblicke in aktuelle geschichtswissenschaftliche Debatten und Forschung geben. Nicht zuletzt wollen wir mit diesem Format auch die Beziehungen zu den anderen Einrichtungen und den Alumni unserer Universität sowie zur städtischen Öffentlichkeit in Basel pflegen.

Die Vortragsreihe wurde 2012 ins Leben gerufen, um das 125-jährige Bestehen des Historischen Seminars und zugleich seine Neugründung als Departement Geschichte der Universität Basel zu begehen. Seither laden wir einmal jährlich zu einem öffentlichen Vortrag einer international renommierten Persönlichkeit aus den Geschichtswissenschaften ein.

Zu den profilierten Rednerinnen und Rednern der bisherigen Basel History Lectures gehören Etienne François (2012), Barbara Stollberg-Rilinger (2013), Dipesh Chakrabarty (2014), Ute Frevert (2015), Karl Schlögel (2016) und Lyndal Roper (2017).


Aktuell


Vergangene Veranstaltungen

Basel History Lecture 2018

Vortrag vom 1. November 2018

Rückblick: Basel History Lecture 2018 - mit Renaissance-Historiker Anthony Grafton

Am 1. November 2018 hielt Prof. Anthony Grafton einen öffentlichen Vortrag zum Thema "Die Renaissance entdeckt das frühchristliche Rom".

Über Kontinuitäten und Brüche in der Russischen Revolution

Geschichtliche Zäsuren wie die Revolution von 1917 betonen den Bruch. Aber das Leben hat seine eigene Schwerkraft. Es geht weiter, auch wenn eine allmächtige Partei entschieden hat, dass von nun an alles anders werden wird. Das Essen wird nach Rezepten zubereitet, auch wenn die alten Kochbücher aus dem Verkehr gezogen sind. Der Duft eines Parfums weht noch, wenn der Pulverdampf über den Barrikaden sich längst verzogen hat. Umgekehrt gilt aber auch, dass in wenigen Wochen durchlebt wird, wozu es sonst eines ganzen Jahrzehnts bedarf. Was passiert mit der Geschichtsschreibung, die sich aus der Fixierung auf einen monumentalen Wendepunkt löst und sich dem Problem der Gleichzeitigkeit der Ungleichzeitigkeit von Lebenshorizonten stellt?

Prof. Dr. em. Karl Schlögel
Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder

Den Vortrag von Prof. Dr. em. Karl Schlögel sowie die Einführung durch Prof. Dr. Benjamin Schenk finden Sie auf Youtube

Vortrag zum Nachlesen: Karl Schlögel: Das Leben der Dinge. Materielle Kultur als Wahrnehmungsregister der Russischen Revolution, in: = Lettre International, 118, Herbst 2017.

Kein Krieg kommt ohne große Gefühle aus: Gefühle von Ehre und Schande, Opfer und Hingabe. Die Propaganda des Ersten Weltkriegs suchte sie durch Wort und Bild zu mobilisieren, auf allen Fronten und in allen kriegführenden Ländern. Aber wie gingen die Menschen, die den Krieg erlebten und aushalten mussten, mit ihren Gefühlen um? Wie brachten sie persönlichen Schmerz und Trauer mit der patriotischen Gefühlspolitik in Einklang? Der Vortrag nutzt unter anderem die Tagebuchaufzeichnungen der Berliner Künstlerin Käthe Kollwitz, um diese und andere Fragen zu beantworten.

Prof. Dr. Ute Frevert
Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Berlin

NEU: Die Basel History Lecture 2015 auf Youtube

This lecture discusses the history of Anglophone postcolonial criticism since 1989 to highlight three challenges that the field faces now: the fragmentation of academic Marxism as a discursive field after the end of the cold war, the clash between economy and ecology, and the tension between analyses of globalization and those of global warming. 

Prof. Dr. Dipesh Chakrabarty
Lawrence A. Kimpton Distinguished Service Professor
Department of History and Departement of South Asian Languages and Civilizations, University of Chicago, USA

 

 

Glück oder Gottesurteil?
Losentscheidungen in der Frühen Neuzeit

Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger
Universität Münster, Trägerin des Leibniz-Preises2005

Histoire et mémoire croisées: Die revolutionären und europäischen Kriege im europäischen Gedächtnis

Prof. a.D. Dr. Etienne François
Freie Universität Berlin