Aktuelle Forschungsprojekte

Arbeitskreis und Netzwerk Wirtschaftsgeschichte

 Gab es einen homo oeconomicus im Mittelalter? Kann man das mittelalterliche BIP errechnen? Und wozu sollte man das überhaupt tun? Was sagt uns der wirtschaftliche Einbruch im 14. und 15. Jahrhunderts über die Entstehungsgründe und Folgen von Wirtschaftskrisen? Welche Rolle spielen Institutionen für wirtschaftliche Prosperität, und kann man das verstehen, ohne ihre kulturelle Einbettung zu beachten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Arbeitskreis für spätmittelalterliche Wirtschaftsgeschichte.

Jacob Burckhardt Werke. Kritische Gesamtausgabe (JBW)

Unter der Leitung der Jacob Burckhardt-Stiftung in Basel erscheint bei den Verlagen C.H. Beck in München und Schwabe in Basel eine neue, kritische Gesamtausgabe der Werke Jacob Burckhardts, ihr Titel: Jacob Burckhardt Werke. Kritische Gesamtausgabe (Zitiertitel: JBW).

Materialized Identities. Objects, Affects and Effects in Early Modern Culture 1450–1750

The Project engages with the agentive qualities of matter. It will show how affective dimensions in history connect with material history. And it will explore the religious and cultural identities dimensions of the use of objects and materials. ​It is embedded in a fresh perspective onto the material culture of the early modern period which has produced a distinguished historiography in recent years. We argue that it is important to address the vibrancy of matter itself, that is to say the ability of things to exceed their status as mute objects through their material properties ...

Meer und Küsten. Politische Kulturen maritimer Gesellschaften

Bei den am Lehrstuhl betriebenen "Thalassokratie"-Forschungen geht es  nicht um Herrschaft über die See, sondern um die Eigenheiten politischer Kulturen auf See (und an ihren Küstenrändern). Kann von 'Herrschaft' die Rede sein, oder entziehen sich Vergesellschaftung und Domination auf Seeflächen den gewohnten Kategorien der Mediävistik? Welche besonderen Lebensformen und Handlungsoptionen sind bei der Untersuchung seebasierter Politik in Rechnung zu stellen?

Geschichtsgebrauch

Geschichte geht uns an, weil wir in der Gegenwart leben – und viele Gegenwarten haben sich schon mit Geschichte beschäftigt, sie «gebraucht». Geschichtsforschung kommt also nie ohne Gegenwartsbezüge aus; in manchen Fällen ist Geschichtsgebrauch selber der Untersuchungsgegenstand.


Weitere Forschungsprojekte

Benedikt Bego-Ghina    Von der Lagune zum Goldenen Horn. Waren, Akteure, Handlungsspielräume zwischen Venedig und Konstantinopel (1400–1500).
Andreas GehringerStadt ohne Juden? Präsenz in der Absenz zwischen 1400 und 1630.
Richard HäniAutorappresentazioni di Modernità: Querelle, critica e crisi nel Rinascimento italiano.
Nicolai KölmelVertraute Fremde. Orientdarstellungen in Venedig in der Renaissance.
Michael SchaffnerGegenstände wechselseitiger Beobachtung. Materielle Güter und gesellschaftliche Wahrnehmung in Basel um 1600.
Fabienne SchwyzerOn the Past – Gerald of Wales' Uses of History.
Maria TranterDie Freigeistige Häresie – Realitäten und Konstrukte.
Julian ZimmermannInschriftliche Kommunikation im kommunalen Rom (1143-1398). Der römische Stadtraum als Medium politischer Kommunikation?
Dr. Benjamin Hitz Schulden vor Gericht: Gerichtsnutzung und Netzwerke im spätmittelalterlichen Basel. [???]
Dr. Ulla KyptaStrukturelle Wandlungen des Handels im Spätmittelalter? Vertretungsbeziehungen nieder- und oberdeutscher Kaufleute ins Antwerpen des 16. Jahrhunderts
Dr. Jessika NowakKönig-Sein im spät- und nachkarolingischen Europa. Das Königreich Burgund (888-1032).
Sited of Mediation. Europäische Verflechtungsgeschichte 1350–1650.
Das ProDoc «Sites of Mediation» ist ein gemeinsames, interdisziplinäres Graduiertenprogramm der Universitäten Basel und Bern unter der Leitung von Prof. Dr. Susanna Burghartz (Geschichte, Uni Basel),  Prof. Dr. Lucas Burkart (Geschichte, Uni Basel) und Prof. Dr. Christine Göttler (Kunstgeschichte, Uni Bern). Es thematisiert Wechselwirkungen von lokalen und überregionalen Prozessen in der Formierungsphase eines sich globalisierenden Europa am Beispiel von Antwerpen, Basel und Venedig
Weitere Informationen
Von der Präsentation zum Wissen – Athanasius Kircher und die Sichtbarmachung der Welt

Das Forschungsprojekt „Von der Präsentation zum Wissen“ richtet den Blick auf eine Figur barocker Wissenschaftskultur: Athanasius Kircher. Zu Lebzeiten als Universalgelehrter hoch angesehen, war er im 19. Jahrhundert in Vergessenheit geraten, um seit etwa 20 Jahren wieder vermehrt das Interesse der Wissenschaftsgeschichte auf sich zu ziehen.

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