Präsentation 'Das mittelalterliche Livland', Riga 10.1.2010

Präsentation der Neuerscheinung 'Das mittelalterliche Livland und sein historisches Erbe' in der Nationalbibliothek Lettlands, Riga

Geschichte geht uns an, weil wir in der Gegenwart leben – und viele Gegenwarten haben sich schon mit Geschichte beschäftigt, sie «gebraucht». Geschichtsforschung kommt also nie ohne Gegenwartsbezüge aus; in manchen Fällen ist Geschichtsgebrauch selber der Untersuchungsgegenstand. Bei uns beschäftigt sich Livia Cárdenas mit der Erfindung eines «helvetischen Mittelalters» in den ästhetischen Kulturen um 1820. Anja Rathmann-Lutz erforscht die Wahrnehmung von ‚Veränderung‘ in hochmittelalterlichen Historiographien.

Seit längerem ist die Frage nach regionalen Geschichtskulturen ein Interessenschwerpunkt von Jan Rüdiger. 2010/11 leitete er das vom deutschen Forschungsministerium geförderte Netzwerk «History and Memory - the Regional Dimension» - MEMOREG [PDF dt./engl.], das eine Tagung am Institut für Grenzregionenforschung der Süddänischen Universität Sonderburg veranstaltete, und wirkte am Panel «Welche Regionalgeschichte in Zeiten der Globalisierung?» (3. Schweizer Geschichtstage Freiburg 2013) mit. Er publiziert zu den Geschichtskulturen Schleswig-Holsteins und des Ostseeraums.

Neuerscheinung: Livonija un pasaule 21. gadsimtā [Livland und die Welt im 21. Jahrhundert], in: Andris Levāns/Ilgvars Misāns/Gustavs Strenga (Hg.): Viduslaiku Livonija un tās vēsturiskais mantojums [Das mittelalterliche Livland und sein historisches Erbe], Riga 2019, S.230-247.
Der Band mit dem Beitrag wird demnächst vom Herder-Institut, Marburg, auf Englisch publiziert.