Bereich Frühe NeuzeitForschung | Schwerpunkte und Projekte

Körper- und Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit

In der Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit spielt die Körpergeschichte eine zentrale Rolle, da frühneuzeitliche Körpervorstellungen sich von unseren modernen sehr grundlegend unterscheiden und dadurch auch die «natürliche Zweigeschlechtlichkeit» der Moderne in neuem Licht erscheint. Wichtiger als primäre Geschlechtsunterschiede waren hier soziale Rollen, Stand und Kleidung, aber auch religiöse Vorstellungen, die auch in vielen Forschungsarbeiten am Lehrstuhl von Bedeutung sind, bis hin zu Vorstellungen von geschlechtsspezifischer Magie und Hexerei. Nicht zuletzt ist hier die epochenspezifische Abgrenzung von Mensch und Tier interessant, in der ebenfalls die Kategorie Geschlecht – etwa im Hinblick auf Emotionen, Moral und physische Kraft - eine zentrale Rolle spielt(e).

Veranstaltungen



Studienangebote


Departement Geschichte

Die Geschichtswissenschaft in Basel blickt auf eine lange und facettenreiche Geschichte zurück. Heute sind im Departement Geschichte rund 150 Mitarbeitende tätig und es zählt rund 850 Studierende auf Bachelor- und Masterstufe. Acht Professuren beschäftigen sich in Lehre und Forschung mit dem Mittelalter, der Frühen Neuzeit, mit Neuerer und Neuester Geschichte, mit Osteuropäischer Geschichte und der Geschichte Afrikas.

Kontakt und Öffnungszeiten

Das Departement Geschichte und die Bibliothek bleiben vom 22. Dezember 2025 bis 4. Januar 2026 geschlossen.

Ab 5. Januar 2026 ist das Sekretariat von Montag-Donnerstag, 9-12 Uhr für Sie da.

Wir wünschen allen frohe Feiertage!

Kontakt DG

Öffnungszeiten Sekretariat

Semester: Mo-Fr, 9-12 Uhr
Semesterferien: Mo-Do, 9-12 Uhr

Lageplan

Universität Basel
Departement Geschichte
Hirschgässlein 21
4051 Basel
Schweiz

Tel: +41 (0)61 207 46 66


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Wissens- und Wissenschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit

Schon seit einigen Jahrzehnten wird die Wissenschaftsgeschichte v.a. der Frühen Neuzeit kulturwissenschaftlich erneuert und erweitert. Neuere wissenschaftstheoretische und wissenssoziologische Erkenntnisse führten zu einer sehr viel weiter ausgreifenden „Wissensgeschichte“, die ihre Gegenstände, d.h. v.a. auch die «Wissen schaffenden» Akteurinnen und Akteure und deren Praktiken gelegentlich auch weit ausserhalb der akademischen Institutionen sucht und findet. Unter dem Vorzeichen der modernen „Wissensgesellschaft“ fragt sie zudem nach der gesamtgesellschaftlichen Verankerung von Wissensproduktion, -zirkulation, -nutzung und –kontrolle und deren Wandel. Am Lehrstuhl Frühe Neuzeit entstehen derzeit eine ganze Reihe von Forschungs- und Qualifikationsarbeiten, die dieser methodologischen Erneuerung der Wissenschaftsgeschichte verpflichtet sind.

Doing House and Family. Material Culture, Social Space, and Knowledge in Transition (1700-1850)

Wissensproduktion und Wissenszirkulation in Haushalt und Familie  (Sinergia-Teilprojekt: Knowledge Production and Communication)

Im Rahmen des an mehreren Universitäten der Schweiz angesiedelten Sinergia-Forschungsverbundes Doing House and Family. Material Culture, Social Space and Knowledge in Transitionbefassen wir uns in unserer Basler Forschungsgruppe mit Fragen der Wissensproduktion, Wissensakkumulation und Wissenszirkulation in bürgerlichen Familien um 1800. Dabei untersuchen wir verschiedene Wissensbereiche, die in Familien und Haushalten verhandelt werden: Wissensinhalte aus der Pädagogik und den aufklärerischen Erziehungskonzepten kommen hier ebenso zum Tragen wie Aspekte des in der Aufklärungszeit populären Naturwissens („Botanophilie“). Insbesondere die Umsetzung von Wissen in Alltagspraktiken und die Fragen des Wandels dieser Praktiken innerhalb der sogenannten „Sattelzeit“ stehen dabei im Fokus.


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