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Resilienz und Wandel – Historische Perspektiven auf die Ukraine (hg. von Olena Palko und Stefan Kube)

Sonnenblumenfeld

Nach über vier Jahren russischem Angriffskrieg steht die Ukraine weiterhin für bemerkenswerte gesellschaftliche Resilienz. Trotz zunehmender Erschöpfung und permanenter Bedrohung durch Luftangriffe und zerstörte Infrastruktur reformieren staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure weiterhin Institutionen, planen den Wiederaufbau und entwerfen Zukunftsvisionen – nicht erst nach Kriegsende, sondern unter den Bedingungen des Krieges selbst.

Die aktuelle Doppelnummer von Religion & Gesellschaft in Ost und West (RGOW), entstanden in Zusammenarbeit mit URIS an der Universität Basel, nimmt diese Dynamiken aus historischer Perspektive in den Blick. Sie analysiert politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen seit dem späten 19. Jahrhundert und zeigt, wie diese die heutigen Reaktionen auf die russische Aggression prägen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle gesellschaftlicher Selbstorganisation, zivilgesellschaftlichen Engagements und institutioneller Reformen als zentrale Pfeiler ukrainischer Widerstandskraft. Symbolisch verdichtet sich diese Resilienz in der Sonnenblume, die zum nationalen Zeichen für Standhaftigkeit und Erneuerung geworden ist. 

Die Ausgabe vereint Beiträge zahlreicher Forschender – darunter auch aktuelle und ehemalige Mitglieder des Profilbereichs Osteuropa und des URIS-Netzwerks – und bietet einen interdisziplinären Zugang zur Geschichte und Gegenwart der Ukraine. Die Texte von Olena Palko und Julia Elena Grieder befassen sich mit der Geschichte und Gegenwart der Minderheiten in der Ukraine, während Olha Martynyuk in einer Büchrezension über “Helden eines Landes, das es nicht mehr gibt” schreibt. 

Das Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe der Zeitschrift RGOW finden sie hier.

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