Imperial Subjects. Autobiographische Praktiken und historischer Wandel in den Kontinentalreichen der Romanovs, Habsburger und Osmanen (Mitte 19. - frühes 20. Jahrhundert)

Der Schweizerische Nationalfonds und die Deutsche Forschungsgemeinschaft haben das Forschungsprojekt "Imperial Subjects. Autobiographische Praktiken und historischer Wandel in den Kontinentalreichen der Romanovs, Habsburger und Osmanen (Mitte 19. – frühes 20. Jahrhundert)" für die Zeit von März 2013 bis April 2016 gefördert. Im Projekt kooperierten die Universität Basel (Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk, Prof. Dr. Maurus Reinkowski), die LMU München (Dr. Robert Luft, bis Ende 2016: Prof. Dr. Martin Aust) sowie die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (ab 2016: Prof. Dr. Martin Aust).

Russlands Aufbruch in die Moderne. Technische Innovation und die Neuordnung sozialer Räume im 19. Jahrhundert

In diesem Forschungsprojekt wird am Beispiel des Russländischen Reiches untersucht, welche Hoffnungen imperiale Eliten im 19. Jahrhundert in moderne Technik und Infrastruktur setzten und wie der Bau und die Nutzung von Eisenbahn, elektrischer Telegrafie und Fotografie sozialräumliche Ordnungs- und Wahrnehmungsmuster im Zarenreich nachhaltig veränderten.

SNF-Projekt: Repräsentation von Krieg in der Kriegsfotografie. Untersuchung der fotografischen Untersuchungen der fotografischen Berichterstattung über den Bosnienkrieg 1992-1995 in deutschen, österreichischen und schweizerischen Printmedien

Der Kieg im zerfallenden Jugoslawien, der 1992 auch Bosnien-Hercegovina erfasste und mit der knapp vierjährigen Belagerung Sarajevos die Welt in seinen Bann zog, wurde insbesondere über fotografische Bilder in die Welt getragen. Die Kriegberichterstattung liess die internationale Öffentlichkeit quasi in Echtzeit an den Geschehnissen teilhaben. Mit ihrem emotionalisierenden Potenzial rüttelten insbesondere die Fotografien auf, sie schockierten, kommentierten, illustrierten und klagten an. Dabei folgten sie klassischen Mustern der Kriegsberichterstattung und orientierten sich an tradierten Bildgestaltungen und Motiven. Gleichzeitig entwarfen sie aber auch eine spezifische visuelle Kennung des Konflikts.

SNF-Projekt: Ein Imperium wird vermessen: Kartographie, Wissenschaftstransfer und Raumerschliessung im Zarenreich (1797-1919)

Gegenstand des Forschungsprojektes ist die Geschichte der topographischen Vermessung und kartographischen Erschliessung des Russländischen Reiches im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die geodätische Erfassung des grössten Landes der Erde, an der zahlreiche staatliche und wissenschaftliche Institutionen mitwirkten, wird als Aspekt der Territorialisierung Russlands verstanden und hinsichtlich der Bedeutung von Wissenschaftstransfers aus dem westlichen Europa untersucht.