In der Lehre wird das Fach Osteuropäische Geschichte an der Universität Basel in seiner ganzen thematischen Breite vertreten. Schwerpunkte bilden die neuere und neueste Geschichte Ostmittel- und Osteuropas. Zudem werden regelmässig Lehrveranstaltungen zur Geschichte Südosteuropas angeboten. Osteuropa reicht nach gängiger Definition von den neuen Mitgliedsländern der Europäischen Union bis zur Ostgrenze Russlands und schliesst die Länder Südosteuropas und den Kaukasus mit ein. Während früher Osteuropa oft als eine abgeschlossene, eigene Welt jenseits des Eisernen Vorhangs beschrieben wurde, richten wir heute den Blick vermehrt auf die engen politischen, ökonomischen und kulturellen Verflechtungen zwischen dem östlichen und dem westlichen Europa

Der erste interdisziplinäre Osteuropa-Studiengang der Schweiz an der Universität Basel kann bereits auf über zehn Jahre erfolgreicher Vermittlung von Wissen über das östliche Europa zurückblicken. Vermittelt werden Kultur, Sprachen und Geschichte ganz Osteuropas, mit Schwerpunkt auf den slavischen Kulturen. Eine Besonderheit des Basler Modells ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Medium Film sowie die enge Kooperation mit den Fächern Soziologie, Kunstgeschichte und Wirtschaftswissenschaften. Der interdisziplinäre BA-Studiengang Osteuropastudien bietet Studienanfängern einen idealen Einstieg in die Beschäftigung mit der Geschichte und Kultur des östlichen Europa. Darauf aufbauend besteht die Möglichkeit, die eigenen Kenntnisse im MA-Studienfach Osteuropäische Geschichte weiter zu vertiefen.

Der Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte ist integraler Bestandteil des Departements Geschichte. Daneben bestehen enge Kooperationsbeziehungen mit dem Slavischen Seminar und dem Zentrum für Jüdische Studien.

Lehrveranstaltungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lehrstuhls werden derzeit angeboten im Bereich der Geschichte von Mobilität und Raumwahrnehmung im späten Zarenreich über die zur Geschichte der Naturnutzung in Ostmitteleuropa nach 1945, der sowjetischen Diplomatiegeschichte bis zum Engagement jüdischer Frauen in der revolutionären Bewegung im späten Zarenreich, von der Geschichte imperialer Biographien bis zur Erinnerungs- und Geschichtskultur in Ostmittel- und Osteuropa.

Für genauere Auskunft konsultieren Sie das Vorlesungsverzeichnis.

Die Exkursion hat mir die Tür zu einer neuen Welt geöffnet, denn über die Sprache, die Kultur, die Menschen, die Geschichte sowie über die Natur Russlands zu lesen und sie dann selber mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Durch die Exkursion und die gewonnenen Eindrücke, fühlte ich mich in meiner Entscheidung, das Studienfach zu wechseln, bestätigt und motiviert.

Mira Agostinis, Studentin der Osteuropa-Studien

Studienangebot


Sprachen und Mobilität