Die Professur für Osteuropäische Geschichte pflegt mehrere inneruniversitäre, schweizweite wie auch internationale Kooperationen, von der nicht zuletzt die Studierenden profitieren. Gemeinsam mit dem Slavischen Seminar trägt die Professur für Osteuropäische Geschichte den Profilbereich Osteuropa der Universität Basel (u.a. mit eigenem interdisziplinären BA-Studiengang Osteuropastudien). Gemeinsam mit dem Zentrum für Jüdische Studien werden regelmässig Studentage zur jüdischen Geschichte im Osten Europas durchgeführt.

Auf nationaler Ebene ist besonders die Initiative "Ukrainian Research in Switzerland" (URIS) hervorzuheben, die am Departement Geschichte koordiniert wird. URIS sich zum Ziel setzt, einen nachhaltigen Beitrag zur Vertiefung der Ukraine-Expertise in der Schweiz zu leisten, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und zur internationalen Vernetzung der in der Schweiz angesiedelten universitären Ukraine-Forschung beizutragen.

International sind die staatliche Südural-Universität Tscheljabinsk (Zentrum für kulturhistorische Forschungen), die Higher School of Economics (Moskau und St. Petersburg) sowie die Marie Curie Sklodowska Universität Lublin wichtige Kooperationspartner.

Im Rahmen bestehender Kooperationsverträge können Studierende einen Studienaufenthalt an einer der Partnerhochschulen absolvieren.Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten zur studentischen Mobilität des Departements Geschichte.


Schweizweite Kooperationen

Der Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte am Departement Geschichte kann auf eine langjährige inneruniversitäre Kooperation mit dem Slavischen Seminar zurückblicken mit dem es seit mehr als zehn Jahren einen gemeinsamen Studiengang anbietet. Der Studiengang Osteuropa-Studien hatte im Wintersemester 2005/06 Pioniercharakter: Schweizweit war der Studiengang zur Vermittlung von Osteuropa-Wissen einmalig.

Nicht nur ein gemeinsamer Studiengang verbindet die beiden Fachbereiche, sondern auch zahlreiche Veranstaltungen an der Schnittstelle von osteuropäischer Geschichte und slavischer Philologie während dem Semester und in den Semesterferien.

Auch heute noch bildet der Fachbereich Osteuropa-Experten aus, die mitunter in Bereichen der Kulturvermittlung, den Medien, der Museumslandschaften, der internationalen Beziehungen und auf Bundesebene eine Tätigkeit finden.

Das Slavische Seminar und der Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte pflegen einen gemeinsamen Webauftritt, bei dem Sie mehr zu den gemeinsamen Aktitvitäten und dem Studenangebot erfahren können.

Die Initiative "Ukrainian Research in Switzerland" (URIS) setzt sich zum Ziel, einen nachhaltigen Beitrag zur Vertiefung der Ukraine-Expertise in der Schweiz zu leisten, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und zur internationalen Vernetzung der in der Schweiz angesiedelten universitären Ukraine-Forschung beizutragen.

URIS wird vom Schweizerischen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gefördert. Einmal jährlich schreibt die Initiative zwei "URIS-Fellowships" aus, die sich an promovierte Wissenschaftler_innen aus dem Bereich der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften richten, deren Forschung einen substantiellen Beitrag zum besseren Verständnis von Geschichte, Gesellschaft, Politik und Kultur der Ukraine verspricht. Das Fellowship ermöglicht einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an der Universität Basel, die sich als dynamisches und international gut vernetztes Zentrum der Osteuropa-Forschung etabliert hat. Daneben betreibt URIS eine Datenbank zur Schweizer Ukraine-Forschung und organisiert regelmässig wissenschaftliche Netzwerkveranstaltungen.

Der Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte pflegt enge Verbindungen mit dem Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel. An der langjährigen Kooperation, die Prof. em. Dr. Heiko Haumann aufgebaut hat, wird angeknüpft. Diese entfaltet sich in unterschiedlichen Bereichen und stellt einen bereichernden Austausch für Forscherinnen und Forscher sowie für Studentinnen und Studenten dar. Lehrveranstaltungen und Forschungskolloquien, die für Doktorierende und Studierende beider Fächer konzipiert sind, werden regelmässig angeboten. Gemeinsam organisierte Konferenzen und Studientage, Forschungsprojekte, die sich an der Schnittstelle der osteuropäischen und der jüdischen Geschichte befinden, und Publikationen, ergänzen diese Zusammenarbeit. Dazu besitzt die Bibliothek des Departements Geschichte einen Sammelschwerpunkt in osteuropäischer jüdischer Geschichte.


Internationale Kooperationen

Das virtuelle Seminar zur Osteuropäischen Geschichte geht auf die Initiative einer Gruppe von Historikerinnen und Historikern aus der Schweiz – Carsten Goehrke (Zürich), Heiko Haumann und Carmen Scheide (Basel) und Russland (Igor Narskij, Olga Nikonova, Julia Chmelevskaja und Oksana Nagornaja (Tscheljabinsk)) – zurück, die eine länderübergreifende Austauschplattform für Studierende, Doktorierende und Forschende aus der Schweiz und Russland schaffen wollten.

Nach dem ersten Webauftritt des Virtuellen Seminars im Jahr 2003, der mit Hilfe des Programms "Projekt Harmony IATP" realisiert werden konnte, entwickelte es sich zu einem wichtigen und lebendigen Baustein der Universitätspartnerschaft der Universität Basel und der staatlichen Südural-Universität Tscheljabinsk (Zentrum für kulturhistorische Forschungen).

 

Die gemeinsame Forschungsplattform der Universitäten Basel und Tscheljabinsk hat international grosse Aufmerksamkeit erzielt. Immer mehr Historikerinnen und Historiker aus Russland, Deutschland, der Schweiz und weiteren Ländern mit starker Osteuropaforschung wollen an den Diskussionsrunden teilnehmen. Besprochen werden jedes Jahr zwei bis drei Texte – Artikel oder Kapitel vor ihrem Erscheinen – sowohl in Basel als auch in Tscheljabinsk. Die Protokolle der jeweiligen Diskussion werden in russischer und deutscher Sprache anschliessend im Netz veröffentlicht; nun können alle interessierten Nutzerinnen und Nutzer an der online geführten Diskussion teilnehmen. Deutsche Beiträge werden umgehend in das Russische übersetzt beziehungsweise russische in das Deutsche. Mithilfe der neu gestalteten Website wird die Diskussion noch einfacher werden.

Das Virtuelle Seminar – ausgezeichnet mit dem Credit Suisse Award für Innovative Lehrprojekte 2008 – wird auch in den kommenden Jahren den internationalen Dialog über aktuelle Forschungsfragen fortsetzen und den wissenschaftlichen Austausch zwischen West und Ost bereichern – ungeachtet der geografischen Entfernung, der unterschiedlichen akademischen Traditionen und aller politischer Turbulenzen der Gegenwart.

Seit dem Herbstsemester 2013 besteht die Möglichkeit, an der Higher School of Economics (HSE) in Moskau und St. Petersburg zu studieren. Die HSE gehört zu den führenden Forschungsuniversitäten Russlands und ist 
Teil der National Research University. Die Universität hat Standorte in Moskau, St. Petersburg, Nizhniy Novgorod und Perm. Der Fachbereich Geschichte ist in Moskau und St. Petersburg angesiedelt.

BA-Studierende (Minimum 2 Semester) und MA-Studierende, die sich für einen Austausch mit der HSE interessieren, sollten folgende Punkte für die Bewerbung beachten:

1) Anmeldefrist für das Herbstsemester ist jeweils der 30. April, für das im Januar beginnende Frühlingssemester dagegen jeweils der 30. September des laufenden Jahres. Interessierte melden sich vorgängig direkt beim Mobilitätsbeauftragten (benjamin.bruehwiler@unibas.ch) des Departements Geschichte. 

2) Für die Bewerbung benötigen Interessierte ein Referenzschreiben von einem oder einer Dozierenden des Departements Geschichte, Bereich Osteuropäische Geschichte, sowie ein ausgefülltes Bewerbungs-
formular (siehe rechte Spalte, Dokumente).

3) Das Stipendium beinhaltet den Erlass der Semestergebühren in Russland, ein Zimmer im Studentenwohnheim, vergünstigte öffentliche Verkehrsmittel und den einsemestrigen Russischkurs.

Für weitere Informationen konsultieren Sie bitte die offizielle Website.