Mit Beteiligung von Prof. Dr. Caroline Arni
Ab heute 5. Februar 2026 kann man den Film “LYDIA – Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus” von Stefan Jung im Kino sehen, z.B. im Kultkino in Basel
Gefangen im Korsett gesellschaftlicher Zwänge, kämpft sie für ein selbstbestimmtes Leben als Frau: Lydia Welti-Escher, die Tochter des Politikers und Wirtschaftsführers Alfred Escher. Als sie in Rom mit dem Künstler Karl Stauffer ein neues Leben beginnen möchte, veranlasst ihr Ehemann, der Bundesratssohn Emil Welti, ihre Einweisung in die psychiatrische Klinik. Der Film basiert auf dem Protokoll der Gespräche, die zwei Ärzte im Februar 1890 in der Klinik in Rom mit ihr führten.
"LYDIA – Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus ist ein feiner, radikal zugewandter und nachdenklicher Film. Die prächtigen, verwunschenen Bilder aus all den aufgelassenen Anstalten und Villen in Italien, mit der zurückhaltenden, würdevollen und stummen Präsenz des Geistes von Lydia erzeugt zusammen mit den von Judith Hofmann gesprochenen Aufzeichnungen der Erzählung von Lydia ein schwebendes, tragisches und überzeugendes Ganzes.
Die eingeschobenen Einschätzungen und Einordnungen von Prof. Dr. Caroline Arni (Historikerin und Autorin), Dr. med. Bigna Rambert (Psychiaterin) und Prof. Dr. Joseph Jung (Historiker und Autor) ergänzen das unsentimentale Selbstportrait der Lydia Welti-Escher zum eindrücklichen Bild einer Frau, die in ihrem Selbstverständnis ihrer Zeit weit voraus und gleichzeitig in diese in aller Brutalität eingebunden war."
(Auszug aus Sennhausers Filmblog, 2. Februar 2026)