A Bachelor- und Masterprüfungen

1.    Prüfungsanmeldung

1.1 Die Meldedeadline entspricht jeweils dem ersten Tag des fakultären Anmeldezeitraums.

1.2 Für die Vorbesprechung der Prüfungsthemen schreiben sich die Studierenden in einer Sprechstunde bei Lea Kasper, Assistentin an der Professur von Martin Lengwiler, ein: BA-Prüflinge bis spätestens Ende September (Herbstsemester) bzw. Ende Februar (Frühlingssemester); MA-Prüflinge bis spätestens bis Ende Oktober (Herbstsemester) bzw. Ende März (Frühjahrsemester).

1.3 Unterschriften für Prüfungsanmeldungen sind auch elektronisch zugelassen; bitte senden Sie Ihr Anmeldeformular per E-Mail an Prof. Lengwiler und Rodica Schmidinger (im CC).

1.4 Literaturlisten werden von den Studierenden zum in der Sprechstunde vereinbarten Zeitpunkt (Ende Oktober für das Herbstsemester, Ende März für das Frühjahrssemester) an Prof. Lengwiler abgegeben.

1.5 Bei einer Masterprüfung wird das Thesenblatt spätestens zwei Werktage vor der Prüfung direkt an Martin Lengwiler per E-Mail eingereicht (siehe unten).

2.    Prüfungsorganisation

 2.1 Bachelorprüfung

  • Themenwahl und Prüfung: schriftliche Klausur (vier Stunden); 2 Themen werden vor­gängig vereinbart und für die Prüfung vorbereitet. Beide Themen müssen thematisch und zeitlich innerhalb des Bereichs der Neueren und Neuesten Geschichte klar voneinander abgegrenzt sein (z.B. 1. Wirtschaftsgeschichte der Schweiz im Ersten Weltkrieg; 2. Amerikanisierung in der BRD in kulturhistorischer Perspektive). Für die Prüfung wählt der Prüfende eines der beiden Themen aus und stellt als Prüfungsaufgabe eine breit angelegte Frage zu diesem Thema. Der Kandidat/die Kandidatin beantwortet diese Frage mit der schriftlichen Klausur.
  • Literaturliste: Die Literaturliste umfasst pro Thema ca. drei Monografien und drei Aufsätze/Artikel. Mindestens ein Titel (Monografie oder Aufsatz) soll ein Übersichtsbeitrag sein.
  • Bewertungskriterien: Zu den Bewertungskriterien gehören: Überzeugungskraft des Arguments (bzw. der Antwort auf die gestellte Frage); Orientierung des Arguments am Forschungsstand; Strukturierung des Arguments; Orthographie und Interpunktion.

2.2 Masterprüfung

2.2.1 Masterprüfung im Masterstudienfach Geschichte

Für die Prüfung im Masterstudienfach (Dauer 30 Minuten) werden vorab zwei Themen vereinbart, die thematisch und zeitlich innerhalb des Bereichs der Neueren und Neuesten Geschichte klar voneinander abgegrenzt sind, in der Regel also unterschiedliche Regionen/Länder und unterschiedliche Zeiten betreffen. Sicher gehen Sie, wenn Sie z.B. ein Thema aus dem 19. und ein Thema aus dem 20. Jahrhundert wählen. (z.B. 1. Geschichte der Helvetik; 2. Amerikanisierung in der BRD in kulturhistorischer Perspektive). Beide Themen werden geprüft. Prüfungsthemen sind bewusst breit gehalten. Als Faustregel gilt: Sie sollten etwa die Breite eines Seminarthemas haben. Thematische Vertiefungen eines allgemein formulierten Themas sind möglich und werden durch die Auswahl der Literatur auf der Literaturliste kenntlich gemacht.

2.2.2 Masterprüfungen im Rahmen des Masterstudiengangs „Europäische Geschichte in globaler Perspektive“

Wenn Sie bei Professor Lengwiler die Prüfung zur Epoche Neuere und Neueste Geschichte ablegen (Dauer 60 Minuten), bereiten Sie dafür drei zeitlich und räumlich unterschiedliche Themen vor, die alle geprüft werden.

Wenn Sie zum Zeitpunkt der Anmeldung zur Prüfung die Masterarbeit bei Prof. Lengwiler geschrieben und eingereicht haben, bildet die Verteidigung der Masterarbeit eines dieser drei Themen. Für die Verteidigung der Masterarbeit (Dauer 30 Minuten) bereiten Sie ein Statement von 3-5 Minuten vor, in dem Sie die zentralen Anliegen, Thesen und die Erkenntnisse der Masterarbeit mündlich zusammenfassen (eine Verschriftlichung ist nicht nötig.). Dieses Statement bildet den Einstieg in die Diskussion der Arbeit.

 2.2.3 Anforderungen für alle Masterprüfungen

  • Literaturliste: Die Literaturliste umfasst pro Thema ca. drei Monografien und drei Aufsätze/Artikel, darunter mindestens einen Titel, der als Überblicksbeitrag angelegt ist.
  • Thesenblatt und Prüfung: Zwei Tage vor der Prüfung reicht der Kandidat/die Kandidatin per Email bei Prof. Lengwiler ein Thesenblatt ein, auf dem für jedes Thema 3-6 Thesen formuliert sind.
  • Bewertungskriterien: Zu den Bewertungskriterien gehören: Überzeugungskraft des Arguments (bzw. der Antwort auf die gestellte Frage); Orientierung des Arguments am Forschungsstand; Strukturierung des Arguments

3. Liste möglicher Prüfungsthemen 

Beachten Sie: Viele der unten genannten Themen sind noch breit formuliert und können oder sollten noch weiter eingegrenzt werden. 

Globalgeschichte und Wissenschaftsgeschichte

  • Historismus
  • Weltausstellungen im 19. Jh.
  • Museen und Sammlungen (19. Jh.)
  • Wissenschaftsgeschichte (19. oder 20. Jh., div. Schwerpunkte möglich)
  • Wissenschaft und Forschung im Nationalsozialismus (div. Schwerpunkte möglich)
  • Geschichte der Eugenik (19. oder 20. Jh.)
  • Psychiatriegeschichte (19. oder 20. Jh.)

    Europäische Geschichte
  • Urbanisierung in Europa (19. oder 20. Jh)
  • Migrationsgeschichte in Europa (19. oder 20. Jh.)
  • Gesundheitspolitik im 19. Jh. im europäischen Vergleich
  • Inflationskrise und Grosse Depression in Europa
  • Europa im Kalten Krieg (1945-1989)
  • Geschichte der EU/Europäische Integration (1945-2001)
  • Amerikanisierung in Europa, 20. Jh. (div. Schwerpunkte möglich)
  • 1968er-Bewegung im europäischen Vergleich (oder in den USA)

    Schweiz
  • Div. Epochen der Geschichte der Schweiz im 19. Jh. und 20. Jahrhundert: Helvetik, Mediation, Regeneration, Bundesstaatsgründung, 1. Weltkrieg, Zwischenkriegszeit, 2. Weltkrieg, 1950er-Jahre, 1960er-Jahre etc. (div. Schwerpunkte möglich)
  • Industrialisierung in der Schweiz im 19. Jh.
  • Wirtschaftsgeschichte der Schweiz (19. Jh. oder 20. Jh.)
  • Urbanisierung in der Schweiz (19. oder 20. Jh.)
  • Migration in der Schweiz (19. oder 20. Jh.)
  • Antisemitismus in der Schweiz (19. oder 20. Jh.)
  • Frauenbewegung in der Schweiz  (19. oder 20. Jh.) 
  • Katholizismus in der Schweiz, 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Entwicklung des Schweizer Sozialstaates (20. Jh.)
  • Flüchtlingspolitik der Schweiz im Zweiten Weltkrieg
  • 1968er-Bewegung in der Schweiz

    Deutschland
  • Div. Epochen der Geschichte des Deutschen Reichs / Deutschlands: Preussische Reformen u. Napoleonische Zeit; Vormärz; Kaiserreich; Erster Weltkrieg; Weimar; NS-Zeit, Bundesrepublik etc. (div. Schwerpunkte möglich)
  • Pressegeschichte im 19. Jh.
  • Frauenbewegung im 19. oder im 20. Jh.
  • Weltwirtschaftskrise
  • Nationalsozialismus (div. Schwerpunkte möglich)
  • Entnazifizierung und Vergangenheitsbewältigung
  • Amerikanisierung in Westdeutschland im 20. Jh.
  • Bundesrepublik 1945–1966: Wirtschafts- und Sozialpolitik
  • Aussenpolitik der BRD 1966–1974

    Grossbritannien
  • Industrielle Revolution in England/Grossbritannien
  • Armut und Sozialpolitik im 19. Jahrhundert
  • Urbanisierung in England/Grossbritannien (19. Jh.)
  • Britisches Empire; britische Kolonialgeschichte (19. oder 20. Jh.)
  • Wirtschafts- und Sozialpolitik (20. Jh.)
  • Thatcherismus

    Frankreich
  • Französische Revolution (div. Schwerpunkte möglich)
  • Dritte Republik (div. Schwerpunkte möglich)
  • Vichy-Regime

    Italien
  • Italienische Geschichte (19. oder 20. Jh., div. Schwerpunkte möglich)
  • Italienischer Faschismus

    Spanien
  • Spanische Geschichte (19. oder 20. Jh., div. Schwerpunkte möglich)
  • Spanischer Bürgerkrieg
  • Franco-Diktatur  

    USA
  • Aussenpolitik im 19. Jh. (Monroe-Doktrin)
  • Ende der Sklaverei, Bürgerkrieg, Rekonstruktion (1830-1877)
  • Aussenpolitik der USA 1880-1920 (Imperialismus, Wilson)
  • Frontier-Diskurs um 1900
  • Roaring Twenties und Prohibition
  • Grosse Depression und New Deal 
  • Bürgerrechtsbewegung in den 1960er-Jahren
  • Sozialstaatsgeschichte der USA im 20. Jahrhundert

4. Beurteilungskriterien bei Prüfungen 

4.1 bei mündlichen Master-Prüfungen, schriftlichen Bachelor-Prüfungen (in % der Note)

  • Bezugnahme auf Fragen; Beantwortung der Fragen durch begründende Argumentation (25%)
  • Einordnung in Forschungsstand (gem. vereinbarter Literaturliste) (25%)
  • Einordnung in breiteren Kontext (25%)
  • Sachkenntnisse, Einhaltung formaler und sprachlicher Standards (bei schriftlichen Arbeiten) (25%)

4.2 Spezifische Regeln für Bachelor-Prüfungen: vgl. Vorgaben des Studiendekanats der Philosophisch-Historischen Fakultät


B Schriftliche Arbeiten (Proseminararbeiten, Seminararbeiten, Masterarbeiten)

1. Themen für Masterarbeiten 

Aktuelle Themen:
    •    Geschichte der betrieblichen Sozialpolitik der Roche (Hoffmann-La Roche AG)
    •    Biografie von Antoine Cloëtta (1902-1978), Roche-Manager und Stiftungsgründer
    •    Soziale Netzwerke auf Quartierebene am Beispiel des Gundeldingen-Quartiers, Basel
 
Allgemeiner thematischer Rahmen:
    •    Themen der Sozial-, Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, in global-, europa-, oder schweizergeschichtlicher Perspektive; Aspekte der Digital humanities / digital history
 
Spezifische Themenfelder:
    •    Unternehmensgeschichte international orientierter Firmen (z.B. Handel, Industrie, Finanzbereich)
    •    Steuergeschichte auf lokaler, nationaler und/oder internationaler Ebene
    •    Geschichte des Versicherungswesens; Geschichte der Finanzmärkte
    •    Sozialstaatsgeschichte auf lokaler, nationaler und/oder internationaler Ebene
    •    Geschichte des Vormundschafts-, Adoptions- und/oder Heimwesens
    •    Geschichte der Naturforschenden Gesellschaft in Basel (NGiB)

2. Beurteilungskriterien für schriftliche Arbeiten (in % der Note)

  • Originalität der Arbeit; Einbettung in Forschungsstand (25%)
  • Strukturierte Gliederung und Argumentation (gemäss Werkzeugkasten Geschichte) (25%)
  • Empirische Substanz, Quellenarbeit (25%)
  • Einhaltung formaler und sprachlicher Standards (gemäss Werkzeugkasten Geschichte) (25%)

3. Einsatz von KI bei schriftlichen Arbeiten

Der Einsatz von generativer KI (ChatGPT, Gemini, DeepL und andere LLMs) sowie von spezifischen KI-gestützten Recherche- und Analysetools (Consensus u.a.) ist grundsätzlich erlaubt. Wird KI verwendet, soll deren Einsatz vom Autor/von der Autorin in der Einleitung deklariert werden. KI-Tools sind insbesondere hilfreich für Recherchen zum Forschungsstand, als Analyse-Tools (z.B. Auswertung statistischer Daten) oder für die sprachliche Überarbeitung des Textes. Vertiefte Kenntnisse können sich Studierende z.B. über das Kursangebot von RISE erwerben.

4. Betreuung bei schriftlichen Arbeiten (Proseminararbeiten, Seminararbeiten, Masterarbeiten)

Die Betreuung bei schriftlichen Arbeiten umfasst folgende Elemente: 

  • Sprechstunde zur Festlegung des Themas und der Fragestellung
  • Erstellen einer Disposition (1-2 Seiten zu Gegenstand, Forschungsstand, Fragestellung, Quellen, Gliederungsentwurf); Diskussion der Disposition in Sprechstunde 
  • Während Recherchen und Verschriftlichung der Arbeit: Sprechstunden nach Bedarf
  • Abgabe der Arbeit; Bewertung der Arbeit; Besprechung in einer Sprechstunde

Bei Masterarbeiten nehmen die Studierenden am «Atelier» (Workshop-Serie für Studierende mit Masterarbeits-Projekten) teil. 


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