Karten als historische Quellen

Karten als historische Quellen

13. Studientag Europa transepochal

Karten als historische Quellen

21. April 2023, 9-17 Uhr, Universitätsbibliothek

Organisation: Prof. Dr. Lucas Burkart, Prof. Dr. F. Benjamin Schenk

Gäste: Noah Regenass (UB); Prof. Dr. Erika Monahan (University of New Mexico)

 

Landkarten prägen bis heute unseren Alltag. In analoger und elektronischer Form (z.B. Google Maps) helfen Sie uns bei der Orientierung im physischen Raum. Dabei gehen wir davon aus, dass Karten räumliches Wissen in «objektiver» Form präsentieren. Gerne übersehen wir jedoch, dass Karten immer nur ein ausschnitthaftes, selektives und abstraktes Bild der «Wirklichkeit» vermitteln. Karten haben Autor:innen und Adressat:innen, ihr Gegenstand und dessen Darstellung sind geprägt von kulturellen Konventionen sowie gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die ihrerseits dem historischen Wandel unterliegen. Aus diesem Grund lassen sie sich auch als historische Quellen interpretieren und als «Texte» lesen. 

Im Rahmen des Studientages wollen wir Karten als historische Quelle in transepochaler Perspektive in den Blick nehmen. Im Mittelpunkt steht zum einen die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten zur Geschichte der Kartografie und zu Methoden der kritischen Karten-Analyse. Zum zweiten wollen wir uns vor Ort mit ausgewählten historischen Karten aus der Sammlung der Universität Basel (aus der Vormoderne und der Moderne) beschäftigen. Drittens wird Prof. Erika Monahan von der University New Mexico (USA) einen Einblick in ihre kartenbasierte Forschung zur Geschichte Russlands im 17. Jahrhundert geben und uns an entsprechendes Quellenmaterial heranführen.

 

Vorbereitung: Auseinandersetzung mit der obligatorischen Lektüre (ADAM) und einem Kartenwerk aus der Sammlung der UB Basel.

Leistungsnachweis: Kurzpräsentation (gemeinsam mit einem:r Kommilitonen:in) zu diesem Kartenwerk im Rahmen des Studientages.