Quellen-Datenbanken

Schon lange gibt es in der Geschichtswissenschaft Bestrebungen, Übersichten der bestehenden Quellen anzubieten. Die älteren Quellenkunden wurden in jüngerer Zeit abgelöst durch Datenbanken, welche die Suche nach Quellen ermöglichen. Entscheidend für die Qualität einer Datenbank ist die Verschlagwortung und Beschreibung der Quellen, da nicht im Originaltext der Quelle gesucht werden kann, sondern nur in den Metadaten. Immer mehr Datenbanken gewähren zudem einen direkten Zugriff auf Digitalisate (d.h. Scans). Spezialiserte Datenbanken erlauben die Suche nach spezifischen Quellengattungen wie Bilder, Handschriften und frühe Drucke.

Als Datenbanken werden hier diejenigen Angebote bezeichnet, die eine Suche in den sogenannten Metadaten ermöglichen, d.h. in den Angaben zum Inhalt, zur Autorin bzw. zum Autor, zur Entstehung der Quelle sowie zum Archivstandort und allfälligen Editionen. Die aufgeführten Datenbanken haben eine weite thematische Ausrichtung. Je nach Forschungsvorhaben kann es sich lohnen, nach kleineren, spezifischen Datenbanken zu suchen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Selbstzeugnisse-Datenbank, die am Departement Geschichte entstanden ist. Quellendatenbanken sind nicht zu verwechseln mit digitalen Quelleneditionen.

 

Quellen-Datenbanken (Auswahl)

Gallica, Bibliothèque nationale de France: Gallica.

Datenbank-Informationssystem der Uni Regensburg (DBIS). Übersicht über unzählige Datenbanken für verschiedene Fachbereiche, darunter prominent die Geschichte.

Münchener Digitalisierungszentrum.

Zentrales Verzeichnis Digitalisierter Drucke (zvdd).

e-manuscripta. Plattform für digitalisierte handschriftliche Quellen aus Schweizer Bibliotheken und Archiven.

Europeana Collections. Zentrale Recherchemöglichkeit durch die digitalen Sammlungen zahlreicher europäischer Kulturinstitutionen.