Projektdetails

Die Moderne als Erlebnis. Eine Geschichte der Konsum- und Arbeitsgesellschaft, ca. 1850-1940

Projektleitung

Peter-Paul Bänziger

Finanzierung

University funds

Zeitraum

Beginn: 01. Jun 2016
Abschluss 30. Sep 2017

Beschreibung

Die zentrale Fragestellung des Habiliationsprojekts lautetet: Wie kann das Selbst der Moderne beschrieben werden?

Dabei gehe ich von der Beobachtung aus, dass die spezifische Subjektkultur dieser Zeit weder mit den Begriffen der Verbürgerlichung oder Bürgerlichkeit noch mit dem Konzept der Arbeitsgesellschaft in befriedigender Weise untersucht werden kann. Die bürgertumsgeschichtlichen Forschungen der 1980er und 1990er Jahre führten zu zahlreichen Erkenntnissen über das 18. und 19. Jahrhundert; ihre Thesen zur Zeit um 1900 hingegen blieben eigentümlich blass. Und während die arbeitsgeschichtliche Forschung der vergangenen Jahrzehnte die Rolle der Arbeit breit diskutierte, wurde die Bedeutung der parallel dazu aufkommenden konsumgesellschaftlichen Phänomene bisher zu wenig zur Kenntnis genommen bzw. oftmals als Epiphänomen ersterer betrachtet. Vor diesem Hintergrund geht das Projekt von zwei Thesen aus. Erstens sollte die Moderne mit Blick auf die jüngere Konsumgeschichtsschreibung explizit als Epoche der Konsum- und Arbeitsgesellschaft betrachtet werden; zweitens lässt sich das moderne Selbst als "erlebnisorientiertes" genauer fassen. Das Forschungsprojekt untersucht die Geschichte dieses erlebnisorientierten Menschen anhand eines aus zwei Teilen bestehenden Quellenkorpus aus Egodokumenten und illustrierten Zeitschriften aus dem Zeitraum zwischen den 1850er und 1930er Jahren.

Stichworte: Selbst, Moderne, Geschlecht, Arbeitsgesellschaft, Konsumgesellschaft, Familie, Bürgerlichkeit, Egodokumente, Selbst

‹ zurück zur Liste