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SUMMARY:Buchvernissage: Ein Netzwerk im Krieg (Zürich) 
DESCRIPTION:Der Psychiater Moritz Tramer (1882–1963) war ein Pionier der 
 Kinderpsychiatrie. Das neue Fachgebiet rückte Kinder erstmals ins Zentru
 m wissenschaftlichen Interesses. 1934 gründete Tramer die «Zeitschrift 
 für Kinderpsychiatrie»\, deren Chefredaktor er bis 1963 blieb. Sie wurd
 e in den Kriegsjahren ein Ort internationaler Vernetzung\, der auch jüdi
 schen Forscher:innen im Exil eine Plattform bot. Trotz ihrer pionierhaften
  Leistung erfuhren Moritz Tramer und seine Frau\, die Psychologin und Pazi
 fistin Franziska Baumgarten\, nicht die erwünschte Anerkennung und sind 
 bis heute erstaunlich unbekannt. Beide waren jüdisch und für ihr Studi
 um aus Osteuropa nach Zürich gekommen. Kinderpsychiatrie war ein neues u
 nd kontroverses Feld\, das Eltern und Schule mit einbezog\, aber auch in F
 amilienstrukturen eingriff.Ausgehend von Überlegungen zur «Volksgesundhe
 it» engagierte sich Tramer in eugenischer Propaganda. 1937 gründete er 
 aus der Überzeugung\, dass Kinder nicht in die Erwachsenenpsychiatrie geh
 örten\, die Kinderbeobachtungsstation «Gotthelfhaus» in Biberist\, die 
 internationale Beachtung fand. Die von Tramer gegründete «Zeitschrift f
 ür Kinderpsychiatrie» war interdisziplinär\; es wurden auch Beiträge 
 aus der Psychologie\, Psychoanalyse\, Psychohygiene und (Heil-)Pädagogik 
 abgedruckt. Eine besondere Bedeutung kam den Kinderzeichnungen zu\, die al
 s eine Sprache verstanden wurden\, die Kindern zur Verfügung stand\, und
  zugleich als ein Schema\, nach dem sie taxiert werden konnten.\\r\\nHier 
 [https://dg.philhist.unibas.ch/de/aktuelles/news/details/katrin-luchsinger
 -und-stefanie-mahrer-hg-ein-netzwerk-im-krieg-moritz-tramer-und-die-zeitsc
 hrift-fuer-kinderpsychiatrie-1934-1963/] geht es zum Publikationsbeitrag.
  
X-ALT-DESC:<p>Der Psychiater Moritz Tramer (1882–1963) war ein Pionier de
 r Kinderpsychiatrie. Das neue Fachgebiet rückte Kinder erstmals ins Zent
 rum wissenschaftlichen Interesses. 1934 gründete Tramer die «Zeitschrif
 t für Kinderpsychiatrie»\, deren Chefredaktor er bis 1963 blieb. Sie wu
 rde in den Kriegsjahren ein Ort internationaler Vernetzung\, der auch jü
 dischen Forscher:innen im Exil eine Plattform bot. Trotz ihrer pionierhaft
 en Leistung erfuhren Moritz Tramer und seine Frau\, die Psychologin und Pa
 zifistin Franziska Baumgarten\, nicht die erwünschte Anerkennung und sin
 d bis heute erstaunlich unbekannt. Beide waren jüdisch und für ihr Stu
 dium aus Osteuropa nach Zürich gekommen. Kinderpsychiatrie war ein neues
  und kontroverses Feld\, das Eltern und Schule mit einbezog\, aber auch in
  Familienstrukturen eingriff.<br /><br />Ausgehend von Überlegungen zur 
 «Volksgesundheit» engagierte sich Tramer in eugenischer Propaganda. 1937
  gründete er aus der Überzeugung\, dass Kinder nicht in die Erwachsenen
 psychiatrie gehörten\, die Kinderbeobachtungsstation «Gotthelfhaus» in 
 Biberist\, die internationale Beachtung fand. Die von Tramer gegründete 
 «Zeitschrift für Kinderpsychiatrie» war interdisziplinär\; es wurden 
 auch Beiträge aus der Psychologie\, Psychoanalyse\, Psychohygiene und (He
 il-)Pädagogik abgedruckt. Eine besondere Bedeutung kam den Kinderzeichnun
 gen zu\, die als eine Sprache verstanden wurden\, die Kindern zur Verfüg
 ung stand\, und zugleich als ein Schema\, nach dem sie taxiert werden konn
 ten.</p>\n<p><a href="https://dg.philhist.unibas.ch/de/aktuelles/news/deta
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