Laura Ritter

Laura Ritter


Koordinatorin Basel Graduate School of History (Zentrale Dienste Dep. Geschichte)

Büro

Departement Geschichte
Hirschgässlein 21
4051 Basel
Schweiz


Curriculum Vitae

Seit 08/2018 Koordinatorin der Basel Graduate School of History

09/2018 Promotion in Neuerer und Neuester Geschichte mit Schwerpunkt Osteuropäische Geschichte, Titel der Dissertation «Chronik dreier Leben. Der Emigrant Aleksej von Lampe im Spiegel seines Tagebuchs, 1920-1965», gefördert von der DFG

06/2016 – 05/2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg

08-2014 – 11/2014 Forschungsstipendium des DAAD für Archivrecherchen in Moskau

06/2014 – 05/2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG-Graduiertenkolleg 1288 «Freunde, Gönner und Getreue» an der Universität Freiburg

09/2013 Forschungsstipendium des DHI Washington, DC

04/2013 Forschungsstipendium des DHI Moskau 

01/2013 – 09/2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg

09/2011 – 03/2016 Koordinatorin des DAAD-Projektes «Bachelor Plus» am Slavischen Seminar der Universität Freiburg

10/2007 – 03/2008 Erasmus-Stipendium für ein Auslandssemester an der LUSPIO, Roma

10/2005 – 07/2011 Studium der Neueren und Neueste Geschichte, Ostslavischen Philologie und Wirtschaftspolitik (VWL) an der Universität Freiburg


Aktuelles Forschungsprojekt (Postdoc)

Visuelle Narrative über Orient und Moderne: Inszenierungen der imperialen Stadt Baku

Im Zentrum des geplanten Projektes steht die imperiale Stadt Baku, die eine doppelte Grenze im Russländischen Imperium markierte: zwischen Orient und Okzident sowie zwischen zu zivilisierender Peripherie und industrieller Moderne. Anhand von bildlichen Quellen – Malerei, Postkarten und Fotografie – werden die visuellen Narrative über die Dichotomien Orient und Moderne analysiert. Es wird gefragt, welche Funktionen sie innerhalb der imperialen Strategien einnahmen und welcher Transfer über Reisende und Industrielle nach Westeuropa stattgefunden hat. Dadurch wird die Wirkkraft Bakus als moderne, kosmopolitische Stadt sowohl innerhalb des Imperiums als auch über dessen Grenzen hinaus deutlich. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich von der russischen Eroberung Bakus im Jahr 1806 bis zu den Revolutionen von 1917, wodurch der Wandel der Narrative und ihrer Funktionen in Zeiten starker Veränderungen oder Umbrüche herausgearbeitet wird.

Bei der Analyse der Darstellungen werden einerseits die Bildsprache, die Künstler und Auftraggeber, der Produktionshintergrund, die Kommunikationsräume und Adressaten sowie andererseits ihr Transfer ins westliche Europa untersucht. Folgende Narrative werden untersucht: Baku als industrialisierte Moderne; Baku als Hort sozialer Unterdrückung und Ungerechtigkeit; Baku als russländisches, imperiales Zentrum sowie Baku als orientalischer Sehnsuchtsort. Die erarbeiteten Narrative über Orient und Moderne werden in den historischen Kontext eingeordnet und als imperiales Werkzeug und Machtstrategien des Russländischen Reiches untersucht.


Frisch aus dem Druck: Schreiben für die Weisse Sache. General Aleksej von Lampe als Chronist der russischen Emigration, 1920–1965

Publikation der Dissertationsschrift

Ein russischer General – 50 Jahre Tagebuch. Aleksej von Lampe hat am Schreibtisch und nicht auf dem Schlachtfeld für die Weiße Bewegung gekämpft und ein umfassendes Archiv hinterlassen. Er verfolgte zwei Ziele: die Schaffung eines Gegennarrativ zu dem der Bolschewiki und die Deutungshoheit über den Kampf der Weißen und die Geschichte des russischen Exils nach 1917. Sein Tagebuch bietet nicht nur Einblicke in das Innenleben eines zarischen Offiziers in der Emigration, sondern ein faszinierendes Panorama der russischen Lebenswelt im Berlin der 1920er und 1930er Jahre sowie der Pariser Nachkriegszeit. Diese biographische Mikrostudie untersucht die autobiographische Praxis eines zentralen Akteurs des Russischen Berlins, das Selbstverständnis eines Emigranten sowie seine Strategien und Handlungsspielräume in Zeiten radikaler politischer Umbrüche.

60,00 €

ISBN: 978-3-412-51513-3

Böhlau Verlag Köln,  1. Auflage (Oktober 2019)


Monographien

Dissertationsschrift: Ritter, LauraSchreiben für die Weiße Sache. General Aleksej von Lampe als Chronist der russischen Emigration, 1920–1965. Köln/Weimar/Wien 2019. (Imperial Subjects. Autobiographik und Biographik im imperialen Kontext; Bd. 3). (Erscheint im Oktober 2019)

 

Zeitschriftenaufsätze

Ritter, Laura: Schreiben, um zu berichten. Schreiben, um zu kitten. Das Tagebuch des Generals Aleksej von Lampe als Spiegel der Emigrationserfahrung, 1919-1945, in: Gehmacher, Johanna/ Löffler, Klara/ Katharina Prager (Hg.): Biografien und Migrationen. Themenheft der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 3 (2018) (im Erscheinen).

 

Aufsätze in Sammelbänden

Ritter, Laura: Schreiben, um zu berichten. Schreiben, um zu kitten. Das Tagebuch des Generals Aleksej von Lampe als Spiegel der Emigrationserfahrung, 1919-1945, in: Gehmacher, Johanna/ Löffler, Klara/ Katharina Prager (Hg.): Biografien und Migrationen. Themenheft der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 3 (2018), S. 148-165.

Ritter, Laura: Das Netzwerk des Generalmajors Aleksej von Lampe in der russischen Emigrantenkolonie in Berlin der frühen 1920er Jahre, in: Müller, Christian/ Edinger, Silke/ Alvarado Leyton, Cristian (Hg.): Nahbeziehungen zwischen Freundschaft und Patronage. Zur Politik und Typologie affektiver Vergemeinschaftung, Göttingen 2017, S. 37-57 (Freunde- Gönner-Getreue. Studien zur Semantik und Praxis von Freundschaft und Patronage; Bd. 12).

Ritter, Laura: Höchstädt 1704 und Poltawa 1709. Zwei europäische Schlachten im Erinnerungsvergleich, in: Kliewer, Romea und Guido Hausmann (Hg.): „Wie ein Schwede bei Poltawa...“. Die Erinnerung an die Schlacht bei Poltawa 1709 und ihre Bedeutung für die Identitätssuche der Ukraine in Europa. Ein deutsch-ukrainisches Studienprojekt, Felsberg 2010, S. 113-115.

Ritter, Laura/ Offterdinger, Kristina/ Kalisch, Julia/ Zyb, Anna: Alte Schlacht in neuem Gewand. Das Museum der Schlacht bei Poltawa, in: Kliewer, Romea und Guido Hausmann (Hg.): „Wie ein Schwede bei Poltawa...“. Die Erinnerung an die Schlacht bei Poltawa 1709 und ihre Bedeutung für die Identitätssuche der Ukraine in Europa. Ein deutsch-ukrainisches Studienprojekt, Felsberg 2010, S. 65-68. 

 

Tagungsberichte und Rezensionen

Ritter, Laura: Tagungsbericht: Imperial Cities. The Tsarist Empire, the Habsburg Empire and the Ottoman Empire in Comparison, 26.-27.04.2018 Moscow, in: H-Soz-Kult 11.07.2018.

Ritter, Laura: Rezension zu: Aust, Martin und Frithjof Benjamin Schenk (Hg.): Imperial Subjects. Autobiographische Praxis in den Vielvölkerreichen der Romanovs, Habsburger und Osmanen im 19. und frühen 20. Jahrhundert, Köln 2015 (Imperial Subjects. Autobiographik und Biographik im imperialen Kontext; Bd. 1), in: Connections. A Journal for Historians and Area Specialists, 23.12.2016, <www.connections.clio-online.net/publicationreview/id/rezbuecher-24833>.

 

 

 

  • Emigrationsgeschichte
  • Autobiographikforschung
  • Fotografiegeschichte