PD Dr. Jörn Happel


Privatdozent für Neure Allgemeine und Osteuropäische Geschichte (Departement Geschichte)

Büro

Hirschgässlein 21
4051 Basel
Schweiz

Post

Hirschgässlein 21
4051 Basel
Schweiz

Hinweise

Wegen auswärtiger Lehrverpflichtungen im laufenden Semester beurlaubt.


Curriculum Vitae

10/2018 – 03/2019 Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Lehrbeauftragter für Osteuropäische Geschichte

10/2017 – 09/2018 Universität Konstanz
Vertretung der W3-Professur für Osteuropäische Geschichte

12/2016 Universität Basel
Habilitation und venia docendi für „Neuere Allgemeine und Osteuropäische Geschichte“
Habilitationsschrift: „Die Sowjetunion erklären. Gustav Hilger im deutsch-sowjetischen Jahrhundert“ (Einreichung: 11/2015)

09/2014 - 07/2017 Departement Geschichte der Universität Basel
Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte

04/2014 – 08/2014 Stanford University / Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen
Gastwissenschaftler (Schweizerischer Nationalfonds)

10/2013 – 03/2014 Ludwig-Maximilians-Universität München
Vertretung der W3-Professur für Russland-/Asienstudien

02/2013 – 09/2013 Georgetown University, Washington D.C. / Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen
Gastwissenschaftler (Schweizerischer Nationalfonds)

06/2009 Universität Basel
Promotion im Fach Osteuropäische Geschichte mit dem Prädikat summa cum laude
Dissertation: „Nomadische Lebenswelten und zarische Politik. Der Aufstand in Zentralasien 1916“

10/2005 – 01/2013 Departement Geschichte der Universität Basel
Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte

10/2004 – 08/2006 SFB „Erinnerungskulturen“, Justus-Liebig-Universität Gießen
Lehrbeauftragter und Wissenschaftliche Hilfskraft

10/1998 - 9/2004 Justus-Liebig-Universität Gießen
Studium (Magister Artium) der Osteuropäischen Geschichte, Politikwissenschaften, Neueren Geschichte

 


Neuerscheinung: Habilitationsschrift

Der Ost-Experte
Gustav Hilger – Diplomat im Zeitalter der Extreme

»Deutsche Staatschefs und deutsche Botschafter in Moskau kamen und gingen – aber Gustav Hilger blieb.« – Mit diesen Worten umschrieb Stalin jenen Mann, dessen Biografie im Mittelpunkt von Jörn Happels Studie steht.
Als Experte, Diplomat und Dolmetscher war der gebürtige Moskauer von 1918 bis 1941 aus den deutsch-sowjetischen Beziehungen nicht wegzudenken. Er beriet zahlreiche Politiker und Wirtschaftsvertreter und übersetzte für Stalin und Molotov, Hitler und Ribbentrop. Ab 1941 arbeitete Hilger in Berlin als Ost-Experte gegen die Sowjetunion; diese Tätigkeit setzte er nach dem Krieg für die USA fort. Ab 1953 erklärte er im bundesdeutschen Auswärtigen Amt die Politik in Osteuropa. Folgt man der Perspektive Hilgers, kann die Position der Sowjetunion im 20. Jahrhundert in einer deutsch-sowjetisch-amerikanischen Verflechtungsgeschichte neu bestimmt werden. Seine Biografie eröffnet unerwartete Perspektiven auf die internationale Politik des 20. Jahrhunderts.

Weitere Informationen

Rezensionen:

Bernard Wiaderny, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 66:7-8 (2018), S. 657-658.
Christian Menrath, in: Der Panzerspähtrupp 63 (2018), S. 62 f.
Wolfgang Elz, in: sehepunkte -- Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften, 15. Juli 2018.
Der Ein-Mann-Geheimdienst. junge Welt, 14 Mai 2018, S. 15.
Hannes Schwenger: Der Mann, den selbst Stalin fürchtete. Der Tagesspiegel, 7. März 2018, S. 21.


Forschungsprojekte und Inititativen



Postkarten aus dem Russländischen Reich: Die Sammlung Radzievsky

Hier gelangen Sie zum vollständigen Beitrag mit zahlreichen Impressionen, der vollständigen Datenbank und sämtlichen Hintergrundinformationen.

Es ist ein besonderes Glück, dass eine so umfangreiche Postkartensammlung wie die der russischen Familie Radzievsky den Weg in den Besitz des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte der Universität Basel gefunden hat.

Vera Radzievska suchte und kaufte die alten Postkarten über viele Jahre hinweg auf unterschiedlichen Moskauer Flohmärkten. Zusammen mit ihrem in Paris lebenden Sohn, Pavel Radzievsky, hegte sie ein reges Interesse an alten Büchern und historischen Gegenständen. Die Postkartenraritäten, so ihr gemeinsamer langjähriger Wunsch, sollten einst die Grundlage für eine Ausstellung bilden. Pavel Radzievsky war vermutlich Anfang der 1980er Jahre aus Moskau nach Frankreich emigriert und liess sich in Paris als Antiquar nieder. Er kaufte Bücher von russischen Emigranten auf, zum Teil Erstausgaben und Raritäten, die im Exil in Berlin, Prag oder Paris erschienen waren. Gleichzeitig versorgte ihn seine Mutter regelmässig mit antiquarischen Buchlieferungen aus Russland. Hierüber entstand schliesslich die enge Verbindung der Radzievskys zur Basler Universitätsbibliothek: Erstmals trat der Antiquar im Jahre 1986 aufgrund der weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannten Sammlung des Basler Theologen Fritz Lieb an die Universitätsbibliothek heran und bot ihr in Ergänzung zum Basler Marina Zwetajewa-Archiv drei Erstausgaben mit Autographen der Autorin an. In den darauffolgenden Jahren kam es immer wieder zu wertvollen Bücherankäufen durch die Bibliothek. Nach Pavels frühem Tod Mitte der 1990er Jahre war es seine mittlerweile aus Russland emigrierte Mutter, die die Reisen nach Basel unternahm. Anlässlich ihres letzten Besuchs 1998/99 schenkte sie Dr. Helena Kanyar-Becker, die als Fachreferentin für Slavistik in der Universitätsbibliothek über Jahrzehnte für die Aufkäufe der antiquarischen Bücher zuständig war, ihre wertvolle Postkartensammlung, in der Hoffnung, dass sie einmal Gegenstand einer Ausstellung werden würde.

Frau Kanyar-Becker gab diese Sammlung von insgesamt 409 Einzelstücken an den Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte weiter. Vom 12. Dezember 2009 bis zum 26. März 2010 wurde die Ausstellung „Liebe Grüsse aus Moskau. Eine Postkarten-Reise ins Zarenreich“ dann schliesslich innerhalb der Räume der Universitätsbibliothek Basel realisiert. Sie wurde unter der Leitung Professor Heiko Haumanns und dem damals als Kuratoren fungierenden Assistenten Jörn Happel unter Mitarbeit von Lehrstuhlmitgliedern und einigen Studierenden erarbeitet. Der Erfolg der Ausstellung war so groß, dass sie daraufhin auf Wanderschaft ging und ebenfalls in Astano (Tessin) und in Kiel gezeigt wurde.


Weitere Informationen

  • "Pelzrausch. Sibirien in Reiseberichten vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert"
  • "Die Schönheit des Meeres. Die Erstbeschreibung des Aralsees 1848/49 und das Russländische Imperium"
  • "Asiatische Reiter, bolschewistische Monstren. Europas Urangst vor dem Osten"
  • "Paul Scheffer (1883-1963). Ein Journalistenleben"
  • "Elitenkontinuität in Osteuropa nach 1989"
  • Geschichte Russlands bzw. der Sowjetunion sowie Polens im 19. und 20. Jahrhundert
  • Nationalitätenpolitik
  • Sowjetisch-amerikanisch-deutsche Beziehungen
  • Stalinismus
  • Kalter Krieg
  • Diplomatiegeschichte
  • Geschichte kognitiver Karten
  • Kolonialgeschichte
  • Biographik
  • Happel, Jörn: Der Ost-Experte. Gustav Hilger - Diplomat im Zeitalter der Extreme, Paderborn 2018. edoc
  • Happel, Jörn: Die Trommel des Schamanen. Über den Anfang und das Ende sibirischer Religionsstudien, in: Thomsen, Martina (Hg.): Religionsgeschichtliche Studien zum östlichen Europa. Festschrift für Ludwig Steindorff zum 65. Geburtstag, Stuttgart 2017, S. 199-213. edoc

 

 

Monographien

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Happel, Jörn: Der Ost-Experte. Gustav Hilger - Diplomat im Zeitalter der Extreme, Paderborn 2018. 

Happel, Jörn: Nomadische Lebenswelten und zarische Politik : der Aufstand in Zentralasien 1916, Stuttgart 2010. 

 

Herausgeberschaften

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seit 2017 wissenschaftlicher Beirat und Mitherausgeber der Zeitschrift Koło Historii. Czasopismo afiliowane z Instytutem Historii Uniwersytetu Marii Curie-Skłodowskiej w Lublinie.

Sapper, Manfred; Weichsel, Volker; Kusber, Jan; Happel, Jörn; Hein-Kircher, Heidi (Hg.): Vermessene Welt. Osteuropaexperten im 20. Jahrhundert, Osteuropa 67:1-2 (2017).

Domeier, Norman; Happel, Jörn (Hg.): Auslandskorrespondenten. Journalismus und Politik 1900-1970, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 62:5 (2014).

Happel, Jörn; Rolf, Malte (Hg.): Grenzgänger in Vielvölkerreichen: Grenzziehungen und überschreitungen in Russland und Österreich-Ungarn (1850-1919), Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 59:5 (2011).

Happel, Jörn; von Werdt, Christophe (Hg.): Osteuropa kartiert - Mapping Eastern Europe, Münster 2010.

Haumann, Heiko; Happel, Jörn; Scheide, Carmen (Hg.): Das Jahrhundert des Gedächtnisses : Erinnern und Vergessen in der russischen und sowjetischen Geschichte im 20. Jahrhundert, St. Petersburg 2010.

 

Artikel

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I. Diplomatiegeschichte:

Diener verschiedener Herren. Gustav Hilger: Sowjetunionexperte und „Konsultant“, in: Osteuropa 67:1-2 (2017), S. 143-152.

Spies and Diplomats in US Soviet Policy. In: Kritika. Explorations in Russian and Eurasian history 17:4 (2016), S. 918-925.

Auslandskorrespondenten: Journalismus und Politik 1900-1970. In: Auslandskorrespondenten: Journalismus und Politik 1900-1970, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 62:5 (2014), S. 389-397 [gemeinsam mit Norman Domeier].

Stalins Stimme. Der Dolmetscher Vladimir Pavlov, in: Osteuropa 62:4 (2012), S. 69-79.

Golosa imperii. Perevodčiki v pozdnej Rossijskoj imperii, in: Oksana S. Nagornaja u.a. (Hg.): Traektorija v segodnja: Rossyp’ istoriko-biografičeskich artefaktov (k jubi­leju professora I.V. Narskogo), Čeljabinsk 2009, S. 129-143.

II. Geschichte des russischen Zentralasiens und der Nationalitätenkonflikte:

Fears, Rumours, Violence. The Tsardom and the Revolt of the Nomads in Central Asia 1916, in: Alexander Morrison u.a. (Hg.): The 1916 Central Asian Revolt. Rethinking the History of a Collapsing Empire in the Age of War and Revolution, Manchester University Press 2018 [im Erscheinen].

Die Schande Russlands: Globale Perspektiven auf den Aufstand in Zentralasien 1916. In: Martin Aust (Hg.): Globalisierung imperial und sozialistisch. Russland und die Sowjetunion in der Globalgeschichte 1851-1991, Frankfurt/Main 2013, S. 182-203.

Kolonialisierte Lebenswelten. Zentralasiens Nomaden als frontier-Gesellschaft des Zarenreichs, in: Asiatische Studien – Études Asiatiques, LXV:3 (2011), S. 661-694.

Zwischen Pflichterfüllung und Grenzüberschreitung. Ein Geheimdienstoffizier im russischen Zentralasien 1916, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 59:5 (2011),
S. 449-462.

In the Streets of Kazan. Nationality Problems in the Soviet Union During the 1970s, in: Marie-Janine Calic u.a. (Hg.): The Crisis of Socialist Modernity. The Soviet Union and Yugoslavia in the 1970s, Göttingen 2011, S. 156-183.

Nomadenbilder um 1900 – das Beispiel der Basler Völkerschauen. In: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde 107 (2007), S. 173-198.

Shukrullos Erinnerungen. Ein usbekisches Leben im 20. Jahrhundert, in: Osteuropa 57:8-9 (2007), S. 605-616. Wiederabdrucke in: Manfred Sapper u.a. (Hg.): Machtmosaik Zentralasien. Traditionen, Restriktionen, Aspirationen, Bonn 2007, S. 605-616; zeitgeschichte-online: Die Welt der Anderen – Zeithistorische Debatten in Asien, 2009: www.zeitgeschichte-online.de/sites/default/files/documents/Usbekistan.pdf

„Alles in russischer Eintracht?“ Die zarische Verwaltung in Kazan’ und der tatarische Einfluss in Zentralasien, in: Asiatische Studien – Études Asiatiques LX:4 (2006),
S. 863-894.

III. Sibirien in Reiseberichten:

Die Trommel des Schamanen. Über den Anfang und das Ende sibirischer Religionsstudien, in: Martina Thomsen (Hg.): Religionsgeschichtliche Studien zum östlichen Europa. Festschrift für Ludwig Steindorff zum 65. Geburtstag, Stuttgart 2017, S. 199-211.

Unter Ungeziefer und „Wilden“. Sibirien-Reisende im 18. Jahrhundert, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 61:1 (2013), S. 1-25.

IV. Kartographie und Raum:

Räume in der Krise. Territorialisierungsprozesse im ausgehenden russländischen Imperium, in: Steffi Marung, Katja Naumann (Hg.): Vergessene Vielfalt. Territorialität und Internationalisierung in Ostmitteleuropa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, Göttingen 2014, S. 60-84.

Die Durchlässigkeit der Grenze: Einleitende Überlegungen zu Grenzgängern und ihren Lebenswelten in der späten Habsburger- und Romanow-Monarchie. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 59:5 (2011), S. 397-404 [gemeinsam mit Malte Rolf].

Eine Karte voller Ziele. Deutsche Sabotageträume in Russland während des Ersten Weltkriegs, in: Jörn Happel; Christophe von Werdt (Hg.): Osteuropa kartiert – Mapping Eastern Europe. Münster u.a. 2010, S. 61-83.

Vorwort. In: Jörn Happel; Christophe von Werdt (Hg.): Osteuropa kartiert – Mapping Eastern Europe. Münster u.a. 2010, S. 7-9 [gemeinsam mit Christophe von Werdt].

V. Die Russische Revolution und ihre Vorgeschichte:

Petersburg – Berlin 1912/1913: Jubiläen und imperiale Bilanzen. In: Nikolaus Katzer u.a. (Hg.): Deutschland – Russland. Stationen gemeinsamer Geschichte, Orte der Erinnerung, Band 2: Das 19. Jahrhundert (1815 – 1914), München 2018 [im Erscheinen].

Die Revolutionen an der imperialen Peripherie. In: Jörg Ganzenmüller; Franz-Josef Schlichting (Hg.): Die Oktoberrevolution von 1917: Vom Ereignis zum Mythos. Weimar 2018 [im Erscheinen].

Die Revolutionäre im Exil. Prägungen einer Generation, in: Heiko Haumann (Hg.): Die Russische Revolution 1917, 2., überarb. und erw. Aufl., Köln u.a. 2016, S. 45-72 [gemeinsam mit Anina Schafroth, Adrian Hofer].

Die Revolution an der Peripherie. In: Heiko Haumann (Hg.): Die Russische Revolution 1917, 2., überarb. und erw. Aufl., Köln u.a. 2016, S. 91-104.

Das Schicksal der Revolution: Sozialismus, Gegenrevolution und der Weg in den Stalinismus. In: Heiko Haumann (Hg.): Die Russische Revolution 1917, 2., überarb. und erw. Aufl., Köln u.a. 2016, S. 119-138.

Zeittafel und Glossar. In: Heiko Haumann (Hg.): Die Russische Revolution 1917, 2., überarb. und erw. Aufl., Köln u.a. 2016, S. 189-200 [gemeinsam mit Adrian Hofer].

Die Revolution an der Peripherie. In: Heiko Haumann (Hg.): Die Russische Revolution 1917, Köln u.a. 2007, S. 73-85.

Das Schicksal der Revolution: Sozialismus, Gegenrevolution und der Weg in den Stalinismus. In: Heiko Haumann (Hg.): Die Russische Revolution 1917, Köln u.a. 2007, S. 99-114.

Zeittafel und Glossar. In: Heiko Haumann (Hg.): Die Russische Revolution 1917, Köln u.a. 2007, S. 157-169 [gemeinsam mit Adrian Hofer].

VI. Geschichte des Ostjudentums:

„Geležinis vilkas (Litauen)“. In: Wolfgang Benz (Hg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Bd. 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen, Berlin 2012, S. 275-277.

„Kantonisten“. In: Wolfgang Benz (Hg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Bd. 4: Ereignisse, Dekrete, Kontroversen, Berlin 2011, S. 215-216.

 

Übersetzungen aus dem Russischen

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O. F. Kudrjavcev: Russlandbilder in Basler Buchdrucken des 16. Jahrhunderts [Obrazy Rossii v Bazel’skom knigopečatanii XVI v.]. Beitrag zum 550-jährigen Jubiläum der Universität Basel: www.unigeschichte.unibas.ch/cms/upload/Lokal_Global/Downloads/Kudrjavcev_Russlandbilder.pdf

Das Jahrhundert des Gedächtnisses. Erinnern und Vergessen in der russischen und sowjetischen Geschichte im 20. Jahrhundert, St. Peterburg 2010 [Vek pamjati, pamjat’ veka. Opyt obraščenija s prošlym v XX stoletii. Sbornik statej. Hg. v. Igor’ V. Narskij u.a., Čeljabinsk 2004 [gemeinsam mit Vladimir Šemetov, Carmen Scheide].

 

Redaktionelle Mitarbeit an Übersetzungen

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Halina Florkowska-Frančić: Die Freiheit ist eine grosse Sache. Aktivitäten polnischer Patrioten in der Schweiz während des Ersten Weltkriegs, Basel 2014.

Igor Narskij: Fotografie und Erinnerung. Eine sowjetische Kindheit, Wissenschaft als Roman, Köln u.a. 2013.

 

 

Miszellen

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Enttäuschte Hoffnung Heimat: Was es bedeutet, Deutscher aus Russland zu sein, in: Südkurier, 11. Juni 2018.

Heimweh nach der Sprache. Juri Elperin hat über 100 russische Bücher in das Deutsche übersetzt, in: Basler Zeitung, 11. April 2012, S. 31.

Elsa Mahler, 1882-1970. Die erste Professorin der Universität Basel und ihre slavistisch-volkskundlichen Sammlungen, Ausstellung in der Universitätsbibliothek Basel vom 17.09-24.11.2011, Ausstellungstexte und Photographien / Kuratierung: Prof. Dr. Thomas Grob, lic.phil. Elisabeth Maeder, Carla Cordin MA, Dr. Jörn Happel, Universitätsbibliothek Basel 2011.

Der Panzerkreuzer Potemkin und die Russische Revolution von 1905. In: Bronenosec Potemkin. Sergej Eisenstein & Edmund Meisel, Stummfilmorchester spielt die Originalmusik zum Film Panzerkreuzer Potemkin 1925, Basel 2011, S. 15-17.

„Osteuropäische Geschichte und Globalgeschichte“. Tagungsbericht, in H-Soz-u-Kult, 21.03.2011, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3582.

„Forschungstag des Historischen Seminars der Universität Basel“. Tagungsbericht, in H-Soz-u-Kult, 28.09.2010, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3305 [gemeinsam mit Roberto Zaugg].

Liebe Grüsse aus Moskau. Eine Postkarten-Reise ins Zarenreich, Eine Ausstellung des Historischen Seminars, Universitätsbibliothek Basel 2009 [16 S.].

„Osteuropa kartiert – Mapping Eastern Europe“. Tagungsbericht, in H-Soz-u-Kult, 17.12.2008, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2426.

Prof. Dr. Hansgerd Göckenjan †. In: uniforum: Zeitung der Justus-Liebig-Universität 19:2 (2006), S. 12.

 

Rezensionen

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Vladimir Nalivkin; Maria Nalivkina: Muslim Women of the Fergana Valley. A 19th-Century Ethnography from Central Asia, ed. by Marianne Kamp, Bloomington; Indianapolis 2016, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas [im Erscheinen].

Sammelrezension zur Russischen Revolution für die Jahrbücher für Geschichte Osteuropas: Ulrich Mählert u.a. (Hg.): Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2017, Berlin 2017 // Jan C. Behrends; Nikolaus Katzer; Thomas Lindenberger (Hg.): 100 Jahre Roter Oktober. Zur Weltgeschichte der Russischen Revolution, Berlin 2017 // Stefan Rinke; Michael Wildt (Hg.): Revolutions and Counter-Revolutions. 1917 and its Aftermath from a Global Perspective, Frankfurt am Main 2017 // Religion und Gesellschaft in Ost und West 4-5 (2017) [im Erscheinen].

Wolfgang U. Eckart: Von Kommissaren und Kamelen. Heinrich Zeiss – Arzt und Kundschafter in der Sowjetunion 1921-1931, Paderborn 2016, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas [im Erscheinen].

Esther Abel: Kunstraub – Ostforschung – Hochschulkarriere. Der Osteuropahistoriker Peter Scheibert, Paderborn 2016, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas [im Erscheinen].

Julia Metger: Studio Moskau. Westdeutsche Korrespondenten im Kalten Krieg, Paderborn 2016, in: H-Soz-u-Kult, 27.10.2016, www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-25530.

Anna Kaminsky, Dietmar Müller, Stefan Troebst (Hg.): Der Hitler-Stalin-Pakt 1939 in den Erinnerungskulturen der Europäer, Göttingen 2011, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 1 (2015), S. 139-141.

Sergej N. Abašin u.a. (Hg.): Rossija i Srednjaja Azija. Politika i islam. 2 Bde. Moskva 2011, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas. jgo.e-reviews 4:2 (2014), S. 12-15.

Michael David-Fox; Peter Holquist, Alexander M. Martin (Ed.): Fascination and Enmity. Russia and Germany as Entangled Histories, 1914-1945, Pittsburg 2012, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas. jgo.e-reviews 4:2 (2014), S. 21-23.

Jan Plamper: The Stalin Cult. A Study in the Alchemy of Power, New Haven 2012, in: Historische Anthropologie 21:2 (2013), S. 309-311.

Christian Lotz: Die anspruchsvollen Karten. Polnische, ost- und westdeutsche Auslandsrepräsentationen und der Streit um die Oder-Neiße-Grenze (1945-1972), Magdeburg/Leipzig 2011, in: H-Soz-u-Kult, 16.10.2012, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2012-4-047.

Robert Service: Trotzki. Eine Biographie, Berlin 2012, in: Badische Zeitung, 29.08.2012.

Jörg Baberowski: Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt, München 2012, in: Badische Zeitung, 23.03.2012.

Vladimir P. Jampol’skij: „…Uničtožit’ Rossiju vesnoj 1941 g.“ (A. Gitler, 31. ijulja 1940 goda). Dokumenty specslužb SSSR i Germanii. 1937-1945 gg., Moskva 2008, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas. jgo.e-reviews 2 (2012), S. 31-32.

Aleksej M. Filitov: Germanija v sovetskom vnešnepolitičeskom planirovanii, 1941-1990. Moskva 2009, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas. jgo.e-reviews 2 (2012), S. 19-20.

Sergej Kudrjašov u.a. (Hg.): SSSR – Germanija, 1933-1941. Vestnik Archiva Prezidenta Rossijskoj Federacii, Moskva 2009, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, jgo.e-reviews 1 (2012), S. 60.

Frank Biess, Robert G. Moeller (Hg.): Histories of the Aftermath. The Legacies of the Second World War in Europe, New York; Oxford 2010, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, jgo.e-reviews 1 (2012), S. 41-42.

Baxtiyar M. Babadžanov: Kokandskoe chanstvo: vlast’, politika, religija, Tokio; Taškent 2010, in: Asiatische Studien – Études Asiatiques, LXV:3 (2011), S. 823-826.

Franziska Torma: Turkestan-Expeditionen. Zur Kulturgeschichte deutscher Forschungsreisen nach Mittelasien (1890-1930), Bielefeld 2011, in: H-Soz-u-Kult, 18.05.2011, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2011-2-135.

Christa Hämmerle u.a. (Hg.): Gender Politics in Central Asia. Historical Perspectives and Current Living Conditions of Women, Köln u.a. 2008, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 59:2 (2011), S. 268-269.

Adeeb Khalid: Islam after Communism. Religion and Politics in Central Asia, Berkeley u.a. 2007, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, jgo.e-reviews, 1 (2011), www.recensio.net/rezensionen/zeitschriften/jahrbucher-fur-geschichte-osteuropas/jgo.e-reviews-2011/jgo.e-reviews-2011-1

Thomas Bürgisser: „Unerwünschte Gäste“. Russische Soldaten in der Schweiz 1915-1920, Zürich 2010, in Osteuropa 60:10 (2010), S. 127-128.

Scott C. Levi, Ron Sela (Hg.): Islamic Central Asia. An Anthology of Historical Sources, Bloomington, Indianapolis 2010, in: Asiatische Studien – Études Asiatiques LXIV:3 (2010), S. 740-742.

Dilip Hiro: Inside Central Asia. A Political and Cultural History of Uzbekistan, Turkmenistan, Kazakhstan, Kyrgyzyztan, Tajikistan, Turkey, and Iran, New York, London 2009, in: H-Soz-u-Kult, 13.08.2010, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/type=rezbuecher&id=13343.

Aleksej I. Butakov: Tagebuch der Aralsee-Expedition 1848/49. Übers. und hg. von Max-Rainer Uhrig, mit einem Dokumentenanhang, Zell 2008, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 60:1 (2010), S. 160.

Vytautas Petronis: Constructing Lithuania. Ethnic Mapping in Tsarist Russia, ca. 1800-1914. Stockholm 2007, in: H-Soz-u-Kult, 19.08.2009, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-3-139.

Jeff Sahadeo, Russell Zanca (Hrsg.): Everyday Life in Central Asia. Past and Present. Indianapolis 2007, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 56:4 (2008), S. 627-628.

Andreas Frings: Sowjetische Schriftpolitik zwischen 1917 und 1941. Eine handlungstheoretische Analyse. Stuttgart 2007, in: H-Soz-u-Kult, 08.08.2008, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/type=rezbuecher&id=10865.

Bianka Pietrow-Ennker (Hg.): Kultur in der Geschichte Russlands. Räume, Medien, Identitäten, Lebenswelten, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 58:4 (2008), S. 496-497.

Robert D. Crews: For Prophet and Tsar. Islam and Empire in Russia and Central Asia. Cambridge 2006, in: H-Soz-u-Kult, 25.10.2007, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-4-074.

Christina Kiaer, Eric Naiman (Hg.): Everyday Life in Early Soviet Russia. Taking the Revolution Inside. Bloomington 2006, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 55:3 (2007), S. 455-457.

Ingeborg Baldauf: Shukrullo: Die ohne Leichentuch Begrabenen. Politische Verfolgung an der sowjetischen Peripherie, erzählt und erinnert durch den uzbekischen Dichter Shukrullo. Wiesbaden 2005, in: Asiatische Studien – Études Asiatiques LX:4 (2006), S. 1051-1054.

Thomas Loy: Jaghnob 1970. Erinnerungen an eine Zwangsansiedlung in der Tadschikischen SSR. Wiesbaden 2005, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 54:4 (2006),
S. 629-630.

Vorlesungen

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Träume, Terror, Technik. Die Sowjetunion 1917 bis 1956 (Universität Konstanz, Sommersemester 2018)

Nomaden und Sesshafte. Eine Geschichte Osteuropas (Universität Konstanz, Wintersemester 2017/18)

"Nach Asien kommen wir als Herren!" Russlands Eroberung Sibiriens und Zentralasiens (LudwigMaximilians-Universität München, Wintersemester 2013/14) 

 

Doktorandenkurse

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Biographien schreiben (Graduate School of History, Universität Basel, Frühjahrssemester 2015)

Marx lesen! (Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Ludwig-Maximilians-Universität München, Wintersemester 2013/14)

Fotografie als Quelle (Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Ludwig-MaximiliansUniversität München, Wintersemester 2013/14) 

 

Hauptseminare

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Alltag im Stalinismus (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Wintersemester 2018/19)

Revolutionen! Petrograd 1917, Kiel 1918, Kronstadt 1921 (Universität Konstanz, Sommersemester 2018)

Die Schönheit des Meeres. Die Erstbeschreibung des Aralsees 1848/49 und das Russländische Imperium (Universität Konstanz, Wintersemester 2017/18)

Matrosen hört die Signale! Die Meutereien von Petrograd 1917, Kiel 1918 und Kronstadt 1921 (Universität Basel, Frühjahrssemester 2017)

Polen zwischen den Weltkriegen (Universität Basel, Frühjahrssemester 2015)

The Great Game. Das afghanische Abenteuer von Russen und Briten (Ludwig-Maximilians-Universität München, Wintersemester 2013/14)

1848: Das Jahr der Aufstände und des Aufbruchs in Osteuropa – Perspektiven der Akteure (gemeinsam mit H. Haumann, Universität Basel, Wintersemester 2005/06)

 

Proseminare

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Nation ohne Staat. Polen im 19. Jahrhundert (Universität Konstanz, Sommersemester 2018)

Polen in der Zwischenkriegszeit (Universität Konstanz, Wintersemester 2017/18)

Die Teilungen Polens als transnationale Medienereignisse (Universität Basel, Herbstsemester 2016)

Die Eroberung Sibiriens (Universität Basel, Herbstsemester 2015)

Diplomaten-Netzwerke im Moskau der 1920er/30er (Universität Basel, Herbstsemester 2012)

Rebellische Polen? Die Aufstände von 1830, 1846/48, 1863 (Universität Basel, Frühjahrssemester 2012)

Die Anfänge der Rus'. Osteuropa im 9. und 10. Jahrhundert (Universität Basel, Herbstsemester 2011)

Von Moskau nach Potsdam. Sowjetische Kriegsdiplomatie zwischen 1939 und 1945 (Universität Basel, Frühjahrssemester 2011)

Auf der Jagd nach Revolutionären und Terroristen. Geheimdienstler im ausgehenden Zarenreich (Universität Basel, Herbstsemester 2008)

Geschichte der Ukraine - Het'mane, Kosaken, Revolutionäre und Sowjets (Universität Basel, Herbstsemester 2007)

Das Fremde beschreiben. Westliche Russland-Bilder vom 16. bis zum frühen 18. Jahrhundert (Universität Basel, Sommersemester 2006)

Selbstzeugnisse aus der Stalinzeit. Die Rekonstruktion von Lebenswelten "kleiner Leute" (Justus-Liebig-Universität Gießen, Sommersemester 2006)

"Wo einmal die russische Flagge weht..." – Die russische Eroberung Sibiriens und Mittelasiens (Justus-Liebig-Universität Gießen, Wintersemester 2004/05) 

 

Übungen

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Aufstand und Aufbruch. Der Völkerfrühling in Ostmittel- und Osteuropa 1848/49 (Universität Konstanz, Wintersemester 2017/18)

Völkerfrühling? Das Jahr 1848 in Ost- und Ostmitteleuropa (Ludwig-Maximilians-Universität München, Wintersemester 2013/14)

Die Sprache der Diplomaten. Ein Lektürekurs zur Kulturgeschichte des Politischen (Universität Basel, Frühjahrssemester 2012)

Kartiert Polen! Wie Karten Geschichte(n) erzählen (Universität Basel, Herbstsemester 2010)

In Hassliebe verbunden: russisch-tatarische Beziehungen, 1000-2005 - ein Quellenlektürekurs (Universität Basel, Frühjahrssemester 2009)

Grundbegriffe der Geschichte Polens: Erstellen eines Glossars (Universität Basel, Frühjahrssemester 2008)

Marco Polo, ein Reisebericht (Justus-Liebig-Universität Gießen, Wintersemester 2005/06) 

 

Einführungskurse

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Russland im Ersten Weltkrieg (Universität Basel, Herbstsemester 2014)

Alltag im Stalinismus (Universität Basel, Herbstsemester 2009)

Vom Riesenreich zur Nation ohne Staat: Polen im 18./19. Jahrhundert (Universität Basel, Wintersemester 2006/07)

Die Neue Ökonomische Politik – Geschichte der Sowjetunion von der Oktoberrevolution bis zum Aufstieg Stalins (Justus-Liebig-Universität Gießen, Sommersemester 2005)

 

Forschungskolloquien 

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Geschichte Osteuropas (Universität Konstanz, Sommersemester 2018)

Geschichte Osteuropas (gemeinsam mit F.B. Schenk, B. Hoenig, S. Mayoraz, Universität Basel, Herbstsemester 2011 bis Herbstsemester 2012; Herbstsemester 2014 bis Frühjahrssemester 2017)

Arbeitsgemeinschaft zur jüdischen und osteuropäischen Geschichte und Kultur (gemeinsam mit F.B. Schenk, E. Petry, L. Polexe, T. Lewinsky, Universität Basel, Herbstsemester 2010 bis Frühjahrssemester 2011)

Arbeitsgemeinschaft zur jüdischen und osteuropäischen Geschichte und Kultur (gemeinsam mit H. Haumann, J. Picard, E. Petry, J. Richers, Universität Basel, Wintersemester 2005/06 bis Frühjahrssemester 2010)

 

Internationale Lehrkooperationen

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Koordination des Virtuellen Seminars zur Russischen und Osteuropäischen Geschichte (Universität Basel / Universität Tscheljabinsk, Oktober 2005 bis September 2010; September 2014 bis Juli 2017)

Osteuropa kartiert (Europa Wschodnia odwzorowany) (Gastdozentur an der Uniwersytet Marii CurieSkłodowskiej Lublin, 04/2010) 

  • Lehrpreis der Universität Konstanz von Studierenden (LUKS) 2018: Der LUKS-Preis ehrt DozentInnen, die eine sehr gute Lehre praktizieren und als Vorbild für andere dienen
    ->Filmbeitrag: Dies academicus 2018
  • Fritz-Theodor-Epstein-Preis des Verbands der Osteuropahistorikerinnen und -historiker (VOH) 2010 für die Dissertation: Der Epstein-Preis wird vom VOH zweijährlich als Auszeichnung für hervorragende Dissertationen oder Erstlingsarbeiten aus dem Gesamtbereich der Osteuropäischen Geschichte vergeben. Es werden Arbeiten prämiert, die innovativ, empirisch gesättigt und methodisch-theoretisch reflektiert sowie in einer gut lesbaren, präzisen Sprache verfasst sind
  • 2010 bis 2016 Schatzmeister des Verbands der Osteuropahistorikerinnen und -historiker (VOH)
  • Stipendien des SNF und DHI Moskau. Einladungen als Gastwissenschaftler an die Marie-Curie-Skłodowska-Universität Lublin, Universität Bremen, Georgetown University und Stanford University

 

Revolutionen! Petrograd 1917, Kiel 1918, Kronštadt 1921

Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte – schrieb Karl Marx im Jahre 1850. Wie sehr Revolutionen die geschichtliche Entwicklung umwarfen, wie sie in der Zeit interpretiert und späterhin umgedeutet wurden, diesen Fragen näherten wir uns im Hauptseminar an der Universität Konstanz im Sommersemester 2018. Im Mittelpunkt standen drei strukturell, kulturell, ökonomisch und national unterschiedliche Revolutionen in Petrograd, Kiel und Kronštadt. Doch als die Zentralmacht wankte, schlug in allen drei Untersuchungsorten die Stunde der Matrosen.

Was passierte auf den Straßen, in den Werften, auf den Schiffen, in den Parlamenten während der Tage des Umbruchs? Hautnah wollten wir an den Ereignissen dran sein. Auf Grundlage dichter und intensiver Quellenarbeit verfassten die Studierenden deshalb Zeitungsreportagen. Sie versetzten sich als Journalistinnen und Journalisten zurück nach Kiel, Petrograd und in die belagerte Festung Kronštadt, sie sprachen mit den Akteuren, berichteten ihren zeitgenössischen Lesern von den unglaublichen Ereignissen, vom Aufbegehren der Matrosen.

Wir haben mithilfe der Reportagen eine fiktive Geschichte der Revolutionen verfasst. Dabei nahmen wir verschiedene Blickwinkel ein, so wie auch die damaligen Zeitungen politisch unterschiedliche Sichtweisen vertraten: Von der national-konservativen bis zur kommunistischen Zeitung ist bei uns jede politische Denkrichtung vertreten. Dadurch sind wir ebenfalls Teil einer Mediengeschichte, die sich kritisch mit der Rolle und den Einflussmöglichkeiten der Zeitungen befasst. Lesen Sie selbst: So könnte es gewesen sein…

Konstanz, im August 2018, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

Die Schönheit des Meeres. Die Erstbeschreibung des Aralsees 1848/49 und das Russländische Imperium
Universität Konstanz, WS 2017/18

Kapitän Butakov und der Dichter und Maler Ševčenko – zwei ungleiche Männer mit der gleichen Vision: Die Erstbesegelung und -beschreibung des 1848/49 noch fast unbekannten Aralsees, der im Russischen und Kasachischen aufgrund seiner gewaltigen Wasserfläche als Meer bezeichnet wird. Beiden erschloss sich vor Ort, vor allem jedoch in den Zeichnungen des Ukrainers, die Schönheit des Meeres, die heute nach dem Austrocknen nicht einmal mehr zu erahnen ist.

Ausgehend von Butakovs Reisetagebuch hatte unser Oberseminar im Wintersemester 2017/18 an der Universität Konstanz eine begleitende Reiselektüre verfasst. Als Schreibwerkstatt konzipiert, entstanden in langen Lese- und Redaktionssitzungen sorgfältig bearbeitete und ausgewählte Texte. Der Stil mag unterschiedlich sein. Die Begeisterung für das Thema erfasste uns jedoch alle. Die Textarbeit war äußerst intensiv, viel musste gelesen, viel verworfen, viel umgeschrieben werden. Doch nur so gelang eine Reise zurück in das Jahr 1848/49, in das russische Asien, an die Ufer des Meeres, auf das Deck des Schoners „Konstantin“, neben die Staffelei Ševčenkos… (pdf)

Konstanz, im Februar 2018, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Teilungen Polens als transnationales Medienereignis

„Noch ist Polen nicht verloren“, heisst es in der polnischen Nationalhymne von 1797. Doch zwei Jahre zuvor besiegelte die dritte Teilung Polens das Ende der staatlichen Eigenständigkeit jenes Reichs, das seit dem Mittelalter immer wieder die europäische Geschichte mitbestimmt hatte. Doch Polen war mehr als nur ein Staat – der Glaube an Polen und an die Wiedererlangung seiner Staatlichkeit ging auch nach 1795 und nach dem Wiener Kongress 1814/15 nicht verloren, wenngleich dieses Ziel erst nach dem Ersten Weltkrieg erreicht wurde.

Beobachtet von der „Weltpresse“ waren die Teilungen transnationale Medienereignisse. Im Proseminar haben wir zeitgenössische Quellen vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des Wiener Kongresses 1814/15 analysiert. Stets schauten wir auf die internationale Berichterstattung in Zeitungen, Flugschriften oder auf Karikaturen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten in die Zeit zurückreisen und aus den Quellen heraus journalistische Beiträge verfassen. Investigativ gingen die Studentinnen und Studenten vor: Sie berichten auf den folgenden Seiten über einen Spaziergang mit Tadeusz Kościuszkodurch Solothurn, über die Nacht der ersten Teilung Polens aus der Sicht eines Juristen, über das Gemälde eines gescheiterten Königs, über die Bauern an der weissrussischen Grenze, über die Teilungen Polens als Sportereignis…

Im Zentrum aller Artikel stand die Rekonstruktion vergangener Lebenswelten. Erstellt wurden Zeitbilder, die auf Quellen fussend eine lebensweltliche Beschreibung und Analyse des von Aussen nach Polen getragenen Untergangs der alten Adelsrepublik ermöglichen.

Schauen Sie selbst: So könnte es gewesen sein – die Teilungen Polens als transnationales Medienereignis… (pdf)

Basel, im Dezember 2016, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Proseminars.

 

Diplomaten-Netzwerke im Moskau der 1920er/30er Jahre

Im Proseminar zu den Diplomaten-Netzwerken wurden wieder Zeitbilder von den Studentinnen und Studenten erstellt, die einen beredten Einblick geben in das Alltagsleben von Menschen in der russischen Hauptstadt während der Neuen Ökonomischen Politik und des beginnenden Stalinismus. Im Zentrum stehen die Lebenswelten von Diplomatinnen und Diplomaten. Schauen Sie selbst: So könnte es gewesen sein... (pdf).

Viel Spass beim Lesen wünschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der Dozent.

 

Die Rus'. Osteuropa im 9. und 10. Jahrhundert

Wer waren die Rus'? Wo und wie lebten sie im 9. und 10. Jahrhundert? Wer schrieb über sie? Mit wem hatten sie Kontakt? Was arbeiteten, assen und tranken sie? Und wie bestatteten sie ihre Toten?

Im Zentrum meines Proseminars "Die Rus`. Osteuropa im 9. und 10. Jahrhundert" (Herbstsemester 2011) stand die Rekonstruktion vergangener Lebenswelten und das Erstellen von Zeitbildern. Hierbei orientierten wir uns an den Arbeiten von Carsten Goehrke (Russischer Alltag, 3. Bde., Zürich 2003-2005). Wir untersuchten ein Semester lang Quellen von und über die Rus', wodurch -- auf historischen Arbeiten fussend -- eine Beschreibung des Alltags in der Rus' sowie der Gefahren und Herausforderungen, denen die Menschen im osteuropäischen Mittelalter ausgesetzt waren, entstand. Kurz: So könnte es gewesen sein... (pdf)

Viel Spass beim Lesen wünschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der Dozent.