Im Zentrum des Interesses steht die Renaissance als doppelgesichtiger Projektionsraum: Als Epochenkonzept wie als Reflexionskategorie, als Zeitraum, in dem wir den Beginn der Moderne lokalisieren und zugleich seine ständig wachsende Fremdheit konstatieren, aber auch als Chance, die für die historischen Wissenschaften zentrale Epochengrenze zwischen Mittelalter und Neuzeit weiter zu dynamisieren. Aus materiellen wie wissenschaftsgeschichtlichen Gründen liegt dabei der Fokus auf dem 14. bis 17. Jahrhundert.

Das Kolloquium ist im Wintersemester 2005/06 als überregional ausgerichtetes Diskussionsforum und auf Initiative von Prof. Dr. Susanna Burghartz, Prof. em. Dr. Achatz von Müller und Prof. Dr. Andreas Beyer eingerichtet worden. Es bietet mit ein bis zwei thematisch ausgerichteten Veranstaltungen pro Semester Gelegenheit zum interdisziplinären Gespräch zwischen allen Disziplinen, die an historischen Transformationsprozessen, Fragen der Traditionsbildung und an der Konstruktion historischer Typologien interessiert sind. Sie wird getragen vom Departement Geschichte, dem Kunsthistorischen Seminar und im Rahmen der Basel Graduate School of History organisiert.