20Nov 2019
18:15 - 20:00

Stiftung zur Förderung der ungarischen Geschichte, Kultur und Sprache
Universität Basel, Kollegienhaus, HS 001

Kolloquium / Seminar

Ungarn nach 1956 – zwischen Repression und Gulaschkommunismus

Vortrag von Julia Richers (Bern) im Rahmen des Forschungskolloquiums "Osteuropäische Geschichte"

OEG

Der Vortrag lenkt den Fokus vom gut erforschten Aufstand 1956 auf die Jahre danach. Über Ungarn lag anfangs noch bleiern der dunkle Schatten der Niederschlagung mit seinen zahlreichen Hinrichtungen und Repressionen. Vom poststalinistischen Tauwetter war in der Volksrepublik Ungarn lange nichts zu spüren. Dies änderte sich im Verlauf der 1960er Jahre mit einer neuen Konsumkultur, mit wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Lockerungen. Das visuelle Erbe dieses oft zitierten «Kühlschrank-» oder «Gulaschkommunismus» unter János Kádár zeigt glückliche Pioniere, modische Werktätige, volle Geschäfte, moderne Neubausiedlungen, Autos und Fernseher. Doch wie sah das «private Glück» abseits des «verordneten Optimismus» in den 1960er Jahren aus? 

Der Vortrag wird sich dieser Frage anhand individueller Selbstzeugnisse und oral history-Interviews mit damaligen politischen Häftlingen widmen.

Veranstalter: Stiftung zur Förderung der ungarischen Geschichte, Kultur und Sprache
Veranstaltungsort: Kollegienhaus, HS 001

Hier geht es zum vollständigen Programm des Forschungskolloquiums "Osteuropäische Geschichte"


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