Hundert Jahre russische Revolution! 1917 - 2017

Seit Lenin 1917 von Zürich aus im legendären plombierten Zug nach Petrograd zur Revolution gefahren ist, sind hundert Jahre vergangen. Die russische Revolution, welche die Welt buchstäblich aus den Fugen gerissen hat, ist nach wie vor aktuell. Dieses Jahr, zum 100-Jährigen Jubiläum, finden am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte in Basel, an anderen Universitäten und Institutionen in der Schweiz und auf der ganzen Welt unterschiedliche Veranstaltungen und Aktionen statt. Wir freuen uns, Sie bei dem einen oder anderen Anlass begrüssen zu dürfen!

Unten sehen Sie die Veranstaltungen unseres Lehrstuhls und links in der Leiste finden Sie weitere Hinweise zu Anlässen in der Schweiz und im Ausland.

 

Die russisch-orthodoxe Kirche und die Revolution - Benjamin Schenk im Gespräch beim SRF

Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk beleuchtet im SRF-Gespräch vom 22. Oktober 2017 die Rolle der russisch-orthodoxe Kirche in der Russischen Revolution vor hundert Jahren und zeigt, wie sich in Russland das Verhältnis von Kirche und Staat seitdem entwickelt hat. 

Die Russische Revolution von 1917 bestand aus der Februarrevolution und der Oktoberrevolution. Sie hat das Verhältnis von Kirche und Staat in Russland grundlegend verändert. Der Symbiose von Zarenreich und orthodoxer Kirche folgte die anti-kirchliche Politik der Kommunisten. Diese förderten einen Staatsatheismus und verfolgten Geistliche. Die kommunistischen Machthaber kamen aber nur bedingt gegen die Volksfrömmigkeit an.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat die russisch-orthodoxe Kirche wieder Aufwind. Präsident Putin sucht heute demonstrativ den Schulterschluss mit der orthodoxen Kirche; die alte Allianz von Kirche und Staat scheint wiederhergestellt.

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Die Russische Oktoberrevolution 1917 im Blick der Künste - SRF-Gespräch mit Boris Belge

Die Russische Oktoberrevolution hat das Land grundlegend verändert und später die ganze Welt. Welche Bilder, welche Musik und welche Literatur spiegeln dieses epochale Ereignis? Und sind diese Werke glaubwürdige Zeitdokumente oder nähen sie nur den Mythos?

Die Oktoberrevolution und ihre Folgen haben nicht nur das Gesicht des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt, sondern auch die Künste. Wie verarbeiten sie die Revolutionswirren? Was taugen sie als Quelle? Und wie lenken sie unseren Blick auf die Ereignisse heute?

Dr. Boris Belge vom Departement Geschichte, Bereich Osteuropäische Geschichte, spricht als Experte über die Musik der Oktoberrevolution in der SRF-Sendung "Künste im Gespräch". "Wir nehmen ein Ohr von Kompositionen, die den Geist der Revolution einfangen, sie verklären, sich von ihr abwenden oder ihr gedenken", so der Vorgeschmack von Seiten der SRF. 

Reinhören in die SRF-Sendung vom 12. Oktober 2017 lohnt sich, betrachtet sie die Oktoberrevolution doch von einer anderen Seite. Um Boris Belges Beitrag zur Musik der Oktoberrevolution (von Minute 17:46-37:12) bestmöglichst zu veranschaulichen, werden die thematisierten musikalischen Kompositionen direkt eingespielt. 

SRF-Sendung "Künste im Gespräch" mit Boris Belge.

Veranstaltungen in Basel

Die Russische Revolution 1917-2017. Ereignis, Wirkung, Mythos (Flyer)

Ringvorlesung zum Revolutionsjubiläum

Dienstag, 16.15-17.45 Uhr, Kollegienhaus, Hörsaal 102

Beginn: 21. Februar 2017

2017 jähren sich zum hundertsten Mal jene dramatischen Ereignisse, die im Februar 1917 in Russland zum Sturz der Zarenmacht führten und im Herbst des gleichen Jahres die Gründung des ersten sozialistischen Staates der Geschichte einläuteten. Über kaum ein Ereignis des 20. Jahrhunderts wurde in der Geschichtsschreibung so kontrovers und so leidenschaftlich diskutiert, wie über die Russische Revolution. – Die Ringvorlesung nimmt den hundertsten Jahrestag der Ereignisse von 1917 zum Anlass, um über die historische Bedeutung der Russischen Revolution, über ihre Wirkung und ihren Mythos zu reflektieren. Namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beleuchten u.a. die Wahrnehmungen der Revolution durch Augenzeugen, die Rolle der Schweiz für die Entwicklung in Russland, die Ausstrahlung der Ereignisse von 1917 auf die Kunst sowie die zeitgenössischen Erwartungen einer Weltrevolution. Der thematische Bogen reicht von der „nationalen Frage in der Russischen Revolution“, über das Spannungsverhältnis von „Religion und Revolution“ bis zur Erinnerung an 1917 im heutigen Russland.

Hier finden Sie eine Auflistung der einzelnen Vortragsthemen.

https://vorlesungsverzeichnis.unibas.ch/de/home?id=218927

 

Lenins Zug. Die Russische Revolution und die Schweiz

Vorträge, Diskussionen mit anschliessender historischer Zugfahrt

Sonntag, 9. April 2017, ab 10 Uhr im Landesmuseum Zürich

Am 9. April 1917 bestieg der damals noch unbekannte Lenin einen Zug im Hauptbahnhof Zürich, der ihn zusammen mit anderen Revolutionären und Revolutionärinnen in das Russische Reich, zum Schauplatz eines epochalen Umsturzes brachte. Die Lehrstühle für Osteuropäische Geschichte der Universitäten Basel, Bern und Zürich erinnern zum 100. Jahrestag der legendären Zugfahrt an das Ereignis und beleuchten dessen Bedeutung für den Gang der Russischen Revolution. Es werden Lesungen, Vorträge, eine Podiumsdiskussion, Schülerworkshops und eine Fahrt in einem historischen Zug von Zürich nach Schaffhausen angeboten.

Das genaue Programm und die Hintergründe zu der Veranstaltung und zum historischen Ereignis finden Sie auf der Website: www.revolution-1917.ch

 

Russia 1917 and the Dissolution of the Old Order in Europe. Biographical Itineraries, Individual Experiences, Autobiographical Reflections.

International conference organized by the Universities of Basel (Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk) and Geneva (Prof. Dr. Korine Amacher)

Dates: 13-15 September 2017

Location: Switzerland, Landgut Castelen, Kaiseraugst (near Basel).

In 2017, we will witness the 100th anniversary of the Russian Revolution. As new tendencies to divide once again Europe into a Western and an Eastern part can be noticed in the political sphere, 2017 will offer a unique opportunity to launch an international scholarly debate on the impact of the Russian Revolution on European history in the 20th century, including scholars both from Russia and Western Europe. Switzerland, a country that hosted many Russian revolutionaries before 1917, seems to be an ideal location for such an international historical debate.

The Russian revolution of 1917, an event that "shook the world" and contributed significantly to the dissolution of the old order in Europe, thus may be re-examined through individual experiences. In our conference, we will discuss how the revolutionary events of 1917 shaped biographies both in Russia and in Western Europe. We will analyze the impact of individuals on the course of the revolution, in Russia and abroad, study personal experiences of actors, victims and bystanders and explore memories of the revolution in autobiographies and other ego-documents. Last but not least, we will discuss historiographical narratives that either highlighted or downplayed the role of the individual in historical events.

Contact: sandrine.mayoraz-at-unibas.ch

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