Sites of Memory of Socialism and Communism in Europe – International Conference

September 3-6, 2015, Hotal "Schloss Münchenwiler" (near Bern, Switzerland)

International postgraduate conference organised by the Universities of Basel and Bern

Tagungsbericht: Ayse Turcan, Historisches Institut, Universität Bern.

http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6233?title=sites-of-memory-of-socialism-and-communism-in-europe&recno=4&q=&sort=&fq=&total=6012

In den Staaten West- und Osteuropas wird heute auf die unterschiedlichste Weise mit der eigenen sozialistischen, respektive kommunistischen Vergangenheit umgegangen. An der Konferenz mit dem Titel „Sites of Memory of Socialism and Communism in Europe“, welche vom 3. –6. September 2015 im Schloss Münchenwiler in der Nähe von Bern stattgefunden hat, wurden verschiedene Formen des Umgangs mit dem sozialistischen und kommunistischen Erbe Europas diskutiert und Beispiele von Erinnerungsorten im Sinne des von Pierre Nora geprägten Begriffs der lieux de mémoire [1] vorgestellt. In ihrer konzeptionellen Einführung plädierten JULIA RICHERS (Bern) und F. BENJAMIN SCHENK (Basel) dafür, Erinnerungsorte des Kommunismus und Sozialismus in Europa mit Blick auf divergierende Geschichtsnarrative, auf das Spannungsverhältnis von Erinnern und Vergessen sowie auf unterschiedliche Medien und Akteure der Erinnerung zu untersuchen. Gleichzeitig setzten sie sich für einen differenzierten Umgang mit den Begriffen sozialistisch,kommunistisch und stalinistisch ein und benannten den 100. Jahrestag der Zimmerwalder Konferenz von 1915 als Anlass für die Ausrichtung der internationalen Tagung.

Die keynote lecture von MARIA TODOROVA (Urbana Champaign) entwarf anhand verschiedener Beispiele einen Überblick über Formen und Narrative der Erinnerung an Sozialismus und Kommunismus in Europa. Todorova ging ausführlich auf Pierre Noras Konzept der lieux de mémoire ein und betonte die Notwendigkeit, den Ansatz in einem französischen Kontext zu verorten. Sie empfahl in diesem Zusammenhang, auch zwischen milieu de mémoire, der gelebten Erinnerung und dem lieu de mémoire zu unterscheiden.

Die insgesamt einundzwanzig Vorträge waren in acht Panels gebündelt. Die ersten drei Vorträge behandelten Erinnerungsnarrative an turning points in der Geschichte. So präsentierte RAYK EINAX (Gießen) in seinem Fallbeispiel jenes Minsker Museum, welches zur Erinnerung an den ersten Kongress der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands von 1898 gegründet wurde. Er zeigte, wie sich Veränderungen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene auf das Museum als Ort der Erinnerung auswirkten. Am Beispiel der sogenannten Bundisten, die eigentlich eine entscheidende Rolle für den Kongress gespielt hatten, später aber aus der offiziellen Erinnerung gestrichen wurden, veranschaulichte er exemplarisch, wie Erinnerung und Vergessen als Instrumente zur Durchsetzung von Politik dienten. LAURI VILJANEN (Helsinki) ging auf die Erinnerung und Interpretation der (gescheiterten) finnischen Revolution unter finnischen Exilanten in der Sowjetunion der Zwischenkriegszeit ein. Im Fokus seiner Untersuchungen standen dabei finnische Geschichtsnarrativ vor dem Hintergrund zeitgenössischer historischer Debatten in der UdSSR. ANDREA TALABÉR (Florenz) verglich Aneignungsvorgänge, in denen in Ungarn und der Tschechoslowakei bestehende Gedenkanlässe von den sozialistischen Regierungen verwendet und umgedeutet und in die jeweiligen Kalender nationaler Gedenktage integriert wurden.

Das zweite Panel setzte sich mit Formen des Gedenkens an einen der wichtigsten lieu de mémoire der Sowjetunion, den Großen Vaterländischen Krieg auseinander. ANNE HASSELMANN (Basel) beschäftigte sich mit dem Zentralmuseum der russischen Streitkräfte in Moskau. Aus einer Untersuchung der Besucherbücher des Museums zog sie Rückschlüsse auf Formen der Interaktion zwischen BesucherInnen und Museum. Dass eine solche Kommunikation auch in der Zeit des Stalinismus stattgefunden hat, hob sie dabei als eine besonders wichtige Erkenntnis hervor. TATIANA VORONINA (Basel) konzentrierte sich auf die Ähnlichkeiten zwischen offizieller sowjetischer Geschichtsschreibung und Literatur über die Blockade Leningrads und hob die Bedeutung des Sozialistischen Realismus hervor, dessen Charakteristika und Doktrin, so ihre These, beiden Gattungen maßgeblich geprägt haben.

Die Referentinnen des dritten Panels setzten sich mit verschiedenen Erinnerungsformen an Lenin und Stalin in Ost- und Westeuropa auseinander. MARIA SILINA (Montreal) sprach über Lenin-Denkmäler, die bis heute überall im Gebiet der ehemaligen russischen Sowjetrepublik (und in anderen Ländern des postsowjetischen Raums) zu finden sind. Im Mittelpunkt der Betrachtung standen insbesondere die Entstehungsgeschichte dieser Monumente sowie die Konjunkturen der Lenin-Memoria in der UdSSR seit 1924. ELISA KRIZA (Coburg) erörterte in ihrem Vortrag die Geschichte der Stalin-Plakette in Wien aus dem Jahr 1949 und den Umgang mit diesem Relikt aus dem Kalten Krieg bis in die Gegenwart. BARBARA MARTIN (Genf) und GENNADII KUZOVKIN (Moskau) analysierten historische Debatten über Stalin, die in den 1960er-Jahren in der Sowjetunion unter DissidentInnen geführt wurden. Im Plenum wurde ihre These, diese Diskussionen ließen sich in ihrem historiosophischen Ansatz mit der Debatte zwischen „Slavophilen“ und „Westlern“ im ausgehenden 19. Jahrhundert vergleichen, kritisch diskutiert.

Unter dem Titel Concrete memories / Constructed heritage stellten drei ReferentInnen in der vierten Sektion „erbaute“ Formen des sozialistischen Erbes vor. DIMITRINA POPOVAs (Sofia) Vortrag behandelte Plattenbauten und den Umgang mit diesen im bulgarischen Sofia. Dabei ging sie zum einen auf Strategien des Verdrängens der Gebäude aus offiziellen Werbeprospekten für den Stadttourismus und zum anderen auf Formen der Aneignung und Neudekoration der Häuser durch deren Bewohner ein. RAINO ISTOS (College Park, Maryland) Beitrag untersuchte am Beispiel der Bunk’Art die politische Instrumentalisierung und Neuinszenierung des architektonischen Erbes der Hoxha-Ära im heutigen Albanien. Im Beitrag von DOMINIKA CZARNECKA (Warschau) ging es um Strategien der Aneignung des baulichen Erbes einer vormals geschlossenen Militärsiedlung der Roten Armee im Dorf Borne Sulinowo im nördlichen Polen.

Im fünften Panel wurden aktuelle Fragen im Umgang mit kommunistischem oder sozialistischem Erbe in Ost- und Ostmitteleuropa diskutiert. OLEKSANDRA GAIDAI (Kiew) konzentrierte sich auf den Umgang mit Lenin-Statuen in der postsowjetischen Ukraine. Ausgehend von einem sozialwissenschaftlichen Ansatz diagnostizierte sie eine regional sehr unterschiedliche Haltung gegenüber dem symbolischen Erbe der UdSSR. Während in einigen Teilen des Landes ikonoklastische Wellen zu einer nahezu vollständigen Zerstörung aller Lenin-Denkmäler führten, deutet der Erhalt der Monumente in anderen Regionen auf eine weniger kritische Haltung gegenüber dem sowjetischen Erbe hin. STANISLAV HOLUBEC (Jena) verglich in seinem Vortrag Formen der Erinnerung an den Sozialismus in Jena und in der tschechischen Stadt Hradec Králové. Obwohl die Städte viele Gemeinsamkeiten haben, ließen sich in Bezug auf den Umgang mit dem sozialistischen Erbe signifikante Unterschiede ausmachen. Holubec führte dies unter anderem darauf zurück, dass in Hradec Králové nach der Niederschlagung des Prager Frühlings eine Politik der Normalisierung eingesetzt hat, was in Jena ausblieb. RASA BALOČKAITE (Kaunas) befasste sich in ihrem Beitrag mit politischen Debatten um die Statuen der sogenannten Grünen Brücke in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Während die allegorischen Skulpturen aus der Zeit des Sozialistischen Realismus die ersten Wellen des Geschichtsrevisionismus im postsowjetischen Litauen überlebten, wurden Sie vor kurzem von den städtischen Behörden mit der Begründung aus dem öffentlichen Raum entfernt, ihr baulicher Zustand würde Passanten gefährden. Vermutlich muss dieser Akt aber auch vor dem Hintergrund der aktuellen Spannungen im litauisch-russischen Verhältnis interpretiert werden.

Panel sechs beleuchtete Praktiken des Erinnerns und Vergessens aus einer räumlichen Perspektive. MELINDA HARLOV (Budapest) konzentrierte sich in ihren Ausführungen auf den Platz der ’56er in Budapest. Auf keinem anderen Platz lässt sich die symbolische Wachablösung in der ungarischen Hauptstadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts so gut untersuchen wie hier: Hier befand sich nicht nur ein gewaltiges Stalin-Denkmal, das 1956 gestürzt wurde. Ebenso wurde und wird der Ort für das Gedenken an den antisozialistischen Aufstand und in jüngster Zeit für den Beitritt Ungarns zur EU genutzt. Das Scheitern entsprechender Erinnerungs- und Geschichtspolitik wurde von Harlov in diesem Kontext ebenso thematisiert. CODRUTA POHRIB (Maastricht) präsentierte in ihrem Fallbeispiel zwei verschiedene Facebook-Gruppen, in denen Personen, die in den 1980er- und 1990er-Jahren geboren wurden (latchkey generation), ihre Erinnerungen an ihre Kindheit im sozialistischen Rumänien, z.B. an Alltagsgegenstände wie Milchflaschen teilen. Dabei ging sie der Frage nach den Spezifika von Erinnerungskultur in der Welt des Internets und Unterschieden zwischen nostalgischer Kindheitserinnerung in Ost- und Westeuropa nach. NUTSA BATIASHVILI (Tiflis) fragte in ihrem Referat What are Sites of Memory for? und nahm dabei Okkupations-Museen in den Blick, die in den letzten Jahren in zahlreichen Hauptstädten Ost- und Ostmitteleuropas entstanden sind. Mit Blick auf das Okkupations-Museums in Tiflis rekonstruierte sie, wie die georgische Regierung mit dieser Einrichtung versucht, das eigene Land symbolisch innerhalb von Europa und in Distanz zu Russland zu positionieren.

Den Abschluss der Tages bildeten zwei Vorträge, die Einblick gaben in die praktische Arbeit von Organisationen, die sich mit der Erinnerung an den Kommunismus beschäftigen. GENADII KUZOVKIN (St. Petersburg), Mitarbeiter der Organisation Memorial, die sich der Aufarbeitung der staatlichen Repression und der Rehabilitierung ihrer Opfer in der Sowjetunion widmet, sprach über die Gründung und Entwicklung von Memorial und ging unter anderem auf die archivalischen Funktionen ein, welche die Organisation wahrnimmt. Gleichzeitig sprach er über Ziele und Schwierigkeiten, mit denen die Organisation gegenwärtig konfrontiert ist. NIKOLAS DÖRR (Berlin) ist Koordinator des Projektes Aufarbeitung des Kommunismus bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Berlin) und präsentierte die Arbeit eines Projekts, das sich der Sammlung und Katalogisierung von Gedenkorten an Kommunismus und Sozialismus (v.a.) in Europa widmet.

In Panel 7 referierte ANNA KRŠINIĆ LOZICA (Zagreb/Paris) über das kroatische Dorf Kumrovec, den Geburtsort von Josip Broz Tito. Kršinič skizzierte die Entwicklung des Ortes seit den 1940er-Jahren, als ein Teil des Dorfes in ein ethnographisches Freilichtmuseum verwandelt wurde. Mit Blick auf die Transformation der Erinnerungslandschaft des Dorfes seit den 1990er-Jahren beleuchtete sie aktuelle Tendenzen der Entpolitisierung und Kommerzialisierung von Geschichtskultur. KATHLEEN BEGER (Regensburg) präsentierte in ihrem Vortrag das sowjetische Pionierlager Artek auf der Krim als Erinnerungsort an eine verklärte Kindheit in der UdSSR. Beger verwendete den von Michel Foucault geprägten Begriff der Heterotopie zur Beschreibung des Lagers als einen Ort der verwirklichten Utopie und versuchte, Topoi der Erinnerungen von TeilnehmerInnen des Pionierlagers vor diesem Hintergrund historisch einzuordnen.

Die Vorträge des letzten Panels dienten der Vorbereitung auf den Gedenkanlass zum 100. Jahrestages der Konferenz von Zimmerwald (1915) in der Gemeinde Zimmerwald. JÜRG ULRICH (Basel) sprach über die historische Bedeutung der Konferenz und des Zimmerwalder Manifestes für die Zweite Sozialistische Internationale. JULIA RICHERS (Bern) erörterte in ihrem Vortrag, wie das Dorf Zimmerwald mit seiner kommunistischen Vergangenheit umging, bzw. darauf wie es zeitweise versuchte, diese ganz zu bestreiten. Diese Versuche des bewussten Vergessen kontrastierte sie mit Ausführungen über die Bedeutung Zimmerwalds als Erinnerungsort in der UdSSR seit den 1960er-Jahren.

Im Anschluss an diese Sektion unternahmen die Tagungs-TeilnehmerInnen einen Ausflug in die Gemeinde Zimmerwald. Die Veranstaltung passte hervorragend zum Konferenz-Thema, da der Besuch einerseits einem bedeutsamen sozialistischen respektive kommunistischen site of memory galt und man andererseits bei der Gedenkfeier der Gemeinde Zimmerwald in konkreter Anschauung Praktiken der Erinnerung bzw. den Wandel von Erinnerungsnarrativen beobachten und studieren konnte. So betonten alle RednerInnen des offiziellen Gedenkanlasses die Bedeutung der Konferenz als Friedenskonferenz. Gleichzeitig deuteten einige RednerInnen an, dass Zimmerwald unberechtigterweise als lieu de mémoire für die Sowjetunion fungierte. Gleichzeitig wurde versucht zu belegen, weshalb der Fokus verstärkt von Lenin, dem Anführer der Zimmerwalder Linken, auf den Organisator der Konferenz, Robert Grimm, verschoben werden sollte. In einer abschließenden Diskussion unter den KonferenzteilnehmerInnen wurden die Eindrücke der Gedenkveranstaltung ausgetauscht.

Auf der Tagung wurden sehr unterschiedliche Forschungsvorhaben und methodische Ansätze präsentiert, was unter anderem an den verschiedenen vertretenen Disziplinen lag. Trotz dieser Diversität ließen sich auch einige Parallelen und Gemeinsamkeiten erkennen. So war, obwohl verschiedenartige lieux de mémoire vorgestellt wurden, doch eine Tendenz zur Bearbeitung physischer Erinnerungsorte sichtbar. Metaphorische Erinnerungsorte wurden eher am Rande behandelt. Mehrmals wurde im Plenum über die Verwendung von Begriffen diskutiert. Auch ein deutliches Übergewicht an Beiträgen zu Ostmittel- und Osteuropa (und fehlende Beiträge über prominente Erinnerungsorte in West- und Mitteleuropa, z.B. zum Geburtshaus oder Grab von Karl Marx) ließ sich konstatieren. Zudem stellte sich immer wieder die Frage, welche Bedeutung die ReferentInnen selbst den Konzepten Sozialismus oder Kommunismus zuschrieben. Auch die unterschiedliche Verwendung von Begriffen wie Bolschewismus,Stalinismus und Totalitarismus wurde zum Teil kontrovers diskutiert.

Eine weitere Erkenntnis der Konferenz war, dass regional sehr deutliche Unterschiede im Umgang mit dem eigenen sozialistischen oder kommunistischen Erbe zu beobachten sind. Eine Stalin-Gedenktafel, wie sie beispielsweise in Wien existiert, wäre in Litauen oder der Ukraine nicht denkbar. In einigen Ländern, so z.B. der Ukraine, verlaufen die Grenzen divergierender Erinnerungsregionen quer durch das eigene Staatsgebiet. Während in einigen Ländern ein nostalgischer oder verklärender Umgang mit dem kommunistischen Erbe zu beobachten ist, grenzen sich andere Gesellschaften deutlich von den Erfahrungen des „Totalitarismus“ ab. All dies veranschaulicht einmal mehr, dass man heute in Europa noch weit davon entfernt ist, Kommunismus und Sozialismus als gemeinsames historisches Erbe betrachten zu können.

Konferenzübersicht:

Introduction
Julia Richers, Frithjof Benjamin Schenk

1) Events as commemorated „turning points“ in history

Rayk Einax (Gießen): Forgotten Glory – Minsk and the First Congress of the RSDLP

Lauri Viljanen (Helsinki): Finnish Communist Expatriates, Memory and Interpretations of History of the Finnish Civil War in Interwar Soviet Union

Andrea Talabér (Florenz): Communist Memories in Communist States: The Appropriation of Czechoslovak and Hungarian Commemorative Events for Communist Legitimacy

Ron Blom (Amsterdam): Commentary

2) Commemorating the Great Patriotic War in Russia

Anne Hasselmann (Basel): The Central Museum of the Red Army as a Site of Memory

Tatiana Voronina (Basel): Past as a Socialist Realism Project: The Narrative Structure of the Soviet Historical Discourse about WWII

Julia Richers (Bern): Commentary

Keynote lecture
Maria Todorova (Urbana Champaign): Shared or Contested Heritage? Commemorating Socialism and Communism in Europe

3) Commemorating Lenin and Stalin in Eastern and Western Europe

Maria Silina (Montreal): Memorial Industry: V.I. Lenin Commemoration in Soviet Russia from 1924 till Nowadays

Barbara Martin (Genf) / Gennadii Kuzovkin (Moscow): The Discussion on Stalin as an Object of Research in Historical Perspective: Towards a New Approach

Elisa Kriza (Coburg): The Stalin Plaque in Vienna

F. Benjamin Schenk (Basel): Commentary

4) Concrete memories / Constructed heritage

Dimitrina Popova (Sofia): The Prefabricated Concrete Housings as Architectural Heritage of Socialism in Sofia, Bulgaria

Dominika Czarnecka (Warschau): Feeling at Home in the Post-Soviet Base in Poland: Cultural Practices and Politics of Memory

Raino Isto (College Park, Maryland): „An itinerary of the Creative Imagination:“ Bunk’Art, Avant-Garde Practices of Memory Production, and the Touristic Experience of the Socialist Past in Contemporary Albania

Nikolas Dörr (Berlin): Commentary

5) Dealing with the Socialist heritage today

Oleksandra Gaidai (Kiew): Lenin Statues in Post-Soviet Ukraine: Legislations, Practices and Attitudes

Stanislav Holubec (Jena): Marx, Lenin and Commemoration of Socialism in Three Countries: Former GDR, Czech Republic and Slovakia

Rasa Baločkaite (Kaunas): The Trouble with Soviet Heritage: Rethinking Indirect Violence of Totalitarianism

Cristina Diac (Bukarest): Commentary

6) Spaces and practices of memory

Melinda Harlov (Budapest): A Square that Has Seen it All: The ’56e-ers Square in Budapest

Codruta Pohrib (Maastricht): Archiving Romanian Communist Childhood: Online (mi)lieux de mémoire?

Nutsa Batashvili (Tiflis): What are Sites of Memories for?

Brigitte Studer (Bern): Commentary

Evening Talks

Gennadii Kuzovkin (St. Petersburg): Commemorating Communism in Russia Today: The NGO Memorial

Nikolas Dörr (Berlin): Sites of Memory of Communist Dictatorships. A Documentation

7) Historical sites as lieux de mémoire

Anna Kršinić Lozica (Zagreb/Paris): Performing Memory in Kumrovec: From Mini-Yugoslavia to Contested Heritage

Kathleen Beger (Regensburg): Where Future Meets Past – The Soviet Pioneer Camp Artek as a Site between Socialist Utopia and Memory

Sandrine Mayoraz (Basel): Commentary

8) The conference of Zimmerwald (1915) – historical event and lieu de mémoire

Jürg Ulrich (Basel): The Conference of Zimmerwald (1915). Its Historical Significance for the Development of the Communist International

Julia Richers (Bern): „Zimmerwald“ between Memory and Oblivion in Russia and Switzerland

Anmerkung:
[1] Pierre Nora, Entre Mémoire et Histoire. La problématique des lieux, in: Pierre Nora, La République (Les Lieux de Mémoire, Bd.1), Paris 1984, S. XVII-XLII

Hier [PDF (2.0 MB)] finden Sie den Programmflyer.

 

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