Kooperation mit dem Zentrum für kulturhistorische Forschungen in Tscheljabinsk, Russland

 

Das virtuelle Seminar zur Osteuropäischen Geschichte geht auf die Initiative einer Gruppe von Historikerinnen und Historikern aus der Schweiz – Carsten Goehrke (Zürich), Heiko Haumann und Carmen Scheide (Basel) und Russland (Igor Narskij, Olga Nikonova, Julia Chmelevskaja und Oksana Nagornaja (Tscheljabinsk)) – zurück, die eine länderübergreifende Austauschplattform für Studierende, Doktorierende und Forschende aus der Schweiz und Russland schaffen wollten.

Nach dem ersten Webauftritt des Virtuellen Seminars im Jahr 2003, der mit Hilfe des Programms "Projekt Harmony IATP" realisiert werden konnte, entwickelte es sich zu einem wichtigen und lebendigen Baustein der Universitätspartnerschaft der Universität Basel und der staatlichen Südural-Universität Tscheljabinsk (Zentrum für kulturhistorische Forschungen).

Nach über 30 diskutierten Texten in russischer, deutscher und englischer Sprache war ein Neustart erforderlich: Das Virtuelle Seminar zur Osteuropäischen Geschichte erhielt eine moderne und höchst ansprechende neue Website:

http://de.histsemee.ru/

Die gemeinsame Forschungsplattform der Universitäten Basel und Tscheljabinsk hat international grosse Aufmerksamkeit erzielt. Immer mehr Historikerinnen und Historiker aus Russland, Deutschland, der Schweiz und weiteren Ländern mit starker Osteuropaforschung wollen an den Diskussionsrunden teilnehmen. Besprochen werden jedes Jahr zwei bis drei Texte – Artikel oder Kapitel vor ihrem Erscheinen – sowohl in Basel als auch in Tscheljabinsk. Die Protokolle der jeweiligen Diskussion werden in russischer und deutscher Sprache anschliessend im Netz veröffentlicht; nun können alle interessierten Nutzerinnen und Nutzer an der online geführten Diskussion teilnehmen. Deutsche Beiträge werden umgehend in das Russische übersetzt beziehungsweise russische in das Deutsche. Mithilfe der neu gestalteten Website wird die Diskussion noch einfacher werden.

Das Virtuelle Seminar – ausgezeichnet mit dem Credit Suisse Award für Innovative Lehrprojekte 2008 – wird auch in den kommenden Jahren den internationalen Dialog über aktuelle Forschungsfragen fortsetzen und den wissenschaftlichen Austausch zwischen West und Ost bereichern – ungeachtet der geografischen Entfernung, der unterschiedlichen akademischen Traditionen und aller politischer Turbulenzen der Gegenwart.