Studientag "Jüdische Studien im Osten Europas"

Donnerstag, 03.12.2015, 12.30–19.30 Uhr, Zentrum für Jüdische Studien

Oranisiert vom Departement Geschichte, Bereich Osteuropäische Geschichte und vom Zentrum für Jüdische Studien

Zentrum für Jüdische Studien, Leimenstr. 48, 4051 Basel
Kontakt: katrina.kemp@unibas.ch

12.30 Empfang und Imbiss

13.15 Begrüssung (Erik Petry, F. Benjamin Schenk)

13.30–15.00 Vortrag mit Diskussion
Olga Osadtschy (Basel): Das gesammelte Volk – Bildungsstrategien der jüdischen Ethnographie

15.00–16.30 Vortrag mit Diskussion
Gertrud Pickhan (Berlin): Die Moskauer Levitan-Ausstellung 1938. Entscheidungsgeschichte und Rezeption

16.30–17.00 Kaffeepause

17.00–18.30 Vortrag mit Diskussion
Tobias Grill (München): Kampf für Sozialismus und Judentum auf vier Kontinenten: Isaac Nachman Steinbergs (1888–1957) vernacular cosmopolitanism

19.00 Gemeinsames Abendessen

Das Programm können Sie sich hier [PDF (191 KB)] auch ausdrucken.

10-jähriges Jubiläum Osteuropastudien

Die Osteuropastudien freuen sich, dieses Jahr mit Ihnen ihr zehnjähriges Bestehen feiern zu können. Zu dieser Gelegenheit wird ein vielfältiges Programm von Festivitäten und interessanten Vorträgen angeboten, zu denen Sie herzlich eingeladen sind. Die Webseite für dieses Jubiläum, wo Sie sich Fotos, Programm und weitere Infos ansehen können, finden Sie hier.

Europakolloquium - "Zentralasien und Russland: Umgang mit autoritären Regierungssystemen"

Montag, 30. November 2015, 18.15-20.00, Hörsaal (UG), Europainstitut der Universität Basel, Gellerstr. 27

Angesichts der politischen Entwicklungen der letzten Jahre in Zentralasien stellt sich die Frage nach dem Spannungsfeld zwischen liberaler Demokratie nach westlichem Verständnis und autoritärer Herrschaft, wie sie in dieser geopolitisch wichtigen Region anzutreffen ist. Sind Forderungen nach Demokratie interessengeleitete Einflussnahme durch den Westen?

Einführung und Diskussionsleitung:
Prof. Dr. Frithjof Schenk (Osteuropäische Geschichte, Universität Basel)

Vortrag:
PD Dr. Denise Brühl-Moser (Juristische Fakultät, Universität Basel)

Gastgeberin:
Prof. Dr. Christa Tobler, LLM (Europainstitut, Universität Basel)

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie zu einem Apéro ein.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Tagusbericht - Sites of Memory

Der Tagungsbericht zur Konferenz "Sites of Memory of Socialism and Communism in Europe" im September diesen Jahrs, ist nun aus der Feder von Ayse Turca, Universität Bern, auf H-Soz-Kult erschienen. Folgen Sie dem Link zur online Publikation.

 

Podium: Flüchtlingskrise auf der Westbalkan-Route

12. November 2015, 19.00-20.30 Uhr, Alte Universität Basel, Rheinsprung 9-11, Raum U 101

Hunderttausende von Migranten – die meisten von ihnen syrische Kriegsflüchtlinge – sind auf der Westbalkan-Route unterwegs in Richtung Westeuropa. Die Krise hält an, und Transitländer und Empfangsstaaten sind nach wie vor mit der Situation überfordert.
Mit hochrangigen Podiumsteilnehmern und Experten aus der Schweiz, Slowenien und Österreich, gehen wir der Frage nach, welche Auswirkungen die Flüchtlingskrise auf die Länder an der Westbalkan-Route hat und diskutieren Lösungsansätze.

Teilnehmende:
- Franc Mikša, Slowenischer Botschafter in der Schweiz
- Christoph Prantner, Leitender Redakteur Meinung bei der Zeitung "Der Standard"
- Tino Hruschka, Leiter Protection Schweizer Flüchtlingshilfe

Moderation: Nathalie Manac‘h

Der Eintritt ist frei.

Neuerscheinung - "Imperial Subjects"

Die neueste Produktion aus unserem Hause "Imperial Subjects. Autobiographische Praxis in den Vielvölkerreichen der Romanovs, Habsburger und Osmanen im 19. und frühen 20. Jahrhundert" ist nun beim Böhlau Verlag erschienen. Prof. Frithjof Benjamin Schenk ist gemeimsam mit Prof. Martin Augst Herausgeber des Sammelbandes, der im Rahmen der Konferenz vom Juni 2013 zum Forschungsprojekt "Imperial Subjects. Autobiographische Praktiken und historischer Wandel in den Kontinentalreichen der Romanovs, Habsburger und Osmanen (Mitte 19. - frühes 20. Jahrhundert)" erschienen ist.

Link beim Verlag: http://www.boehlau-verlag.com/buecher?id=1

 

 

UNI NOVA "Osteuropa - Von Kostümen, Konflikten und Kulturräumen"

Die neue Ausgabe des Wissenschaftsmagazins der Universität Basel UNI NOVA mit dem Schwerpunkt "Osteuropa – von Kostümen, Konflikten und Kulturräumen" ist erschienen. Es warten spannende Beiträge rund um den Fachbereich Osteuropa Basel!

Das UNI NOVA ist unter anderem in der Universitätsbibliothek Basel und im Kollegiengebäude zu finden. Hier geht es zur online Ausgabe.

The KGB: Ruthless Sword, Imperfect Shield

Mittwoch 4. November 2015, 18.15 Uhr, Departement Geschichte, Hirschgässlein 21, Seminarraum 1

Vortrag von Prof. Dr. Amir Weiner (University Stanford) – transversales Kolloquium

Amir Weiner is a Professor of History at Stanford University. He is the author of Making Sen- se of War (2001); Landscaping the Human Garden (2003); and numerous articles and edited volumes on the impact of WWII on the Soviet polity, social history of the WWII, and Soviet frontier politics. He is currently completing a book, "The KGB: Ruthless Sword, Imperfect Shield."

The talk seeks to explain the oft, although unsurprisingly ambiguous record of Soviet surveil- lance on the ground, which was torn between totalitarian aspirations and institutions and the corresponding quota system, collateral damage, and constant pressure for immediate re- sults on the one hand, and the aspiration to professional pride and ethos of its police officers on the other. What did the Soviets initially know about populations on which they imposed their rule? What did they want to know? How did they obtain their information and recruit informants? How did the surveillance system cope with the political and socio-economic tur- bulence and changes of the post-Stalin era, and, in particular, the challenges of the spillover of unrest from the restless satellites and the loss of monopoly over information? How did the organs in charge of gathering information react and adjust to the simultaneous decline in the party-state authority and the rise of dissent, restless youth and secessionist national movements? How successful was the surveillance enterprise according to the Soviets’ own goals and evaluation? And finally, what do the surveillance methods tell us about the nature, goals and distinct features of the regime when compared with other systems?

Die Veranstaltung findet im Rahmen des "Transversalen Kolloquiums" der "Basel Graduate School of History" statt.
https://bgsh.geschichte.unibas.ch/fileadmin/user_upload/Veranstaltungen2015/V-0101-weiner.pdf

 

 

Café Scientifique – "Wo endet Osteuropa? Spurensuche im Osten des Kontinents"

Sonntag 8. November 2015, 15.00–17.00 Uhr, Pharmazie-Historisches Museum, Totengässlein 3, 4051 Basel

WO ENDET EUROPA? – Spurensuche im Osten des Kontinents

Die Frage der Identität Europas ist eng mit der Suche nach seinen Grenzen verbunden. Während im Westen, Süden und Norden Meere den Kontinent umschliessen, fehlt im Osten eine eindeutige «natürliche» Grenze. Für viele Menschen markiert die östliche Grenze Europas eine politische, soziale und kulturelle Scheidelinie. Doch wo verläuft diese? Eine viel diskutierte Frage, die in der Ukraine, in Russland und in den Ländern des südlichen Kaukasus in letzter Zeit erneut eine Sprengkraft entfaltet hat, die uns alle betrifft.

Mit dem Publikum diskutieren:

Prof. Frithjof Benjamin Schenk, Departement Geschichte, Universität Basel
Prof. Thomas Grob, Slavisches Seminar, Universität Basel
Prof. Jeronim Perović, Historisches Seminar, Universität Zürich

Moderation: Christoph Keller, Redaktionsleiter Kunst & Gesellschaft, Radio SRF2 Kultur

http://cafe.unibas.ch

Zum gesamten Programm [PDF (1.8 MB)].

Die SemesterpOST ist da...!

Das Semester hat begonnen und pünktlich flatter auch wieder die SemetserpOST ins Haus. Diesmal wird es ein ganz besonderes Semester und deshalb auch zahlreiche attraktive Veranstaltungen – der Fachbereich Osteuropa feiert sein 10-jähriges Jubiläum! Wir wünschen viel Spass bei der Lektüre.

Die Ukraine im Herbst 2015. Einblicke in ein Land im Ausnahmezustand

Universität Basel, Kollegienhaus, Raum 001

Podiumsdiskussion, 13. Oktober 2015, 19.00 Uhr

Ungeachtet des Friedensabkommens von Minsk befindet sich die Ukraine nach wie vor im Kriegszustand: die Provinzen von Donezk und Luhansk stehen unter der Kontrolle separatistischer Kräfte, über zwei Millionen Menschen sind aus den umkämpften Gebieten geflohen, internationale Beobachter geraten immer wieder ins Schussfeld.

Wie gestaltet sich der Alltag der Menschen in der Ostukraine diesseits und jenseits der Frontlinie? Welche Perspektiven sehen Sie für die Zukunft Ihres Landes? Welche Erwartungen haben sie an Europa, Russland und den Westen?

Diese Fragen diskutieren wir mit:

Dr. habil. Dmytro Tytarenko, Donezk/Krivyj Rig
Dr. Andrij Portnov, Dnjepropetrovsk/Berlin

Moderation:

Prof. Dr. F. Benjamin Schenk, Basel

Eintritt frei. Das Gespräch wird auf Deutsch geführt. Apéro im Anschluss.  

Den Flyer dazu finden Sie hier.

Schweizer Nachwuchsforum Bildforschung östliches Europa 2015

Freitag, 2. Oktober bis Samstag, 3. Oktober 2015
Universität Basel, Slavisches Seminar, Nadelberg 8, 1. Stock, Raum 13

Tagung am Kompetenzzentrum Kulturelle Topographien der Universität Basel

Das Schweizer Nachwuchsforum Bildforschung östliches Europa ist eine akademische Plattform für die Begegnung, den Austausch und die Vernetzung von Schweizer Nachwuchsforscher/innen, die sich in ihren aktuellen Forschungsprojekten mit Aspekten der Kunst- und Bildgeschichte sowie mit visuellen Medien und Kulturen im östlichen Europa beschäftigen. Es richtet sich an junge Wissenschaftler/innen aller geisteswissenschaftlichen Disziplinen, die an Fragen einer interdisziplinären Bildforschung des östlichen Europas interessiert sind und diese fachübergreifend diskutieren wollen. Das diesjährige Forum setzt sich zusammen aus eingeladenen Doktorand/innen und PostDocs der Kunst-, Geschichts- und Kulturwissenschaften, der Islamwissenschaften, der Volkskunde sowie der Germanistik.

Wissenschaftliche Konzeption und Organisation: Martina Baleva, FAG Stiftungs-Assistenzprofessur für Kulturelle Topographien Osteuropas im 19. und 20. Jahrhundert

Unterstützt durch die Universität Basel und den Schweizerischen Nationalfonds

Genauere Informationen zu Tagung und Programm [PDF (306 KB)].

Gestalten der Vergangenheit. Was Kunstgeschichte über Kunst wissen will (und was nicht) – öffentlicher Abendvortrag

Abendvortrag am Freitag, den 2. Oktober um 18.00 von Prof. Dr. Michaela Marek, Humboldt-Universität zu Berlin, Alte Universität, Rheinsprung 9, Hörsaal U101

 

 

Jubiläumsfest mit Speis und Trank, Musik und Tanz!

Die Osteuropa-Studien feiern ihren zehnten Geburtstag – wir laden zu einem rauschenden Fest ein!

19. September 2015 ab 16 Uhr, Engelhofkeller Nadelberg 4, Basel

Um Anmeldung wird bis zum 5. September per Mail an
zehn-ost-at-unibas.ch gebeten.

Weitere Informationen zum Jubiläum finden Sie auf unserer Website:
www.10-osteuropa.unibas.ch

Uni-Nacht, Freitag 18. September 2015 – Der Fachbereich Osteuropa an der langen Nacht der Wissenschaft

I – Russland und der Westen – Ein kurzer Einblick in eine lange Beziehungsgeschichte

18.00–18.45, Kollegienhaus, Regenzzimmer 111

Vortrag von Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk

Ein Viertel Jahrhundert nach dem Ende des Kalten Krieges erscheinen Russland und der Westen heute wieder als unversöhnliche Widersacher. Wie konnte es dazu kommen? Der Vortrag beleuchtet in historischer Perspektive die Ursprünge des russisch-westlichen Gegensatzes und fragt gleichzeitig nach Momenten der wechselseitigen Faszination und Anziehung in einer langen Beziehungsgeschichte.

Mehr Infos: http://sched.co/3bq4

II – Iluzija – Frühe Filme von Belgrad bis Sankt Petersburg

18.00–24.00, Innenhof Slavisches Seminar, Nadelberg 8

Im Innenhof des Slavischen Seminars wird das Openair-Kino „Iluzija“ jeweils zur vollen Stunde ein einmaliges Programm an Kurzfilmen aus dem frühen osteuropäischen Kino zeigen: von der Königskrönung in Belgrad über die erste russische Liebestragödie bis zu den Animationsfilm-Pionieren. Jede Sensation ist zu sehen!

Die hauseigene Bar lädt zur vollständigen Eintauchung ein. Einlass durchgehend möglich. Organisiert vom Fachbereich Osteuropa.

Einlass durgehend möglich.

Mehr Infos: http://sched.co/3dBB

III – Die Poesie der Nacht – entdecken Sie, wie die Nacht der abendländischen Lyrik zum Gedicht wird

18.00–23.00, Engelhofkeller, Nadelberg 4

Während fünf Stunden werden Literatur-Dozierende und -Studierende abwechselnd eine Vielzahl poetischer Texte über die Nacht vorstellen und vorlesen, von den Ur-Hymnen der Antike bis zur zeitgenössischen Literatur. Fremdsprachige Texte werden zuerst in der Originalsprache vorgelesen (Griechisch,Englisch, Spanisch, Französisch, Skandinavisch, Slavisch, etc.), dann in der deutschen Übersetzung.

Mehr Infos: http://sched.co/3hkU

Publikation "Hundert Jahre Basler Friedenskongress"

2012 fand in Basel vom 22. – 24. November die internationale Konferenz "Krieg und Frieden. 100 Jahre Ausserordentlicher Kongress 'Gegen den Krieg' der Sozialistischen Internationale von 1912 in Basel und die Frage des Friedens heute" statt. Die Veranstaltung wurde durch das Departement Geschichte und das Institut für Soziologie sowie von der Stiftung für Sozialgeschichte Osteuropas organisiert und hatte zum Ziel, die historischen Hintergründe, den Verlauf und die Folgen des Basler Friedenskongresses aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und über die Aktualität der 1912 verhandelten Fragen zu diskutieren.

Die Beiträge der Tagung sind nun als Sammelband unter dem Titel "Hundert Jahre Basler Friedenskongress (1912–2012). Die erhoffte 'Verbrüderung der Völker'" online zugänglich.

Den gesamten Band können Sie hier als PDF einsehen und herunterladen.

Eine Übersicht über die einzelnen Beiträge der Publikation finden Sie hier.

Virtuelles Seminar zur Osteuropäischen Geschichte

Nach über 30 diskutierten Texten in russischer, deutscher und englischer Sprache war ein Neustart erforderlich: Das Virtuelle Seminar zur Osteuropäischen Geschichte erhielt eine moderne und höchst ansprechende neue Website: http://de.histsemee.ru/

Die gemeinsame Forschungsplattform der Universitäten Basel und Tscheljabinsk hat international grosse Aufmerksamkeit erzielt. Immer mehr Historikerinnen und Historiker aus Russland, Deutschland, der Schweiz und weiteren Ländern mit starker Osteuropaforschung wollen an den Diskussionsrunden teilnehmen. Besprochen werden jedes Jahr zwei bis drei Texte – Artikel oder Kapitel vor ihrem Erscheinen – sowohl in Basel als auch in Tscheljabinsk. Die Protokolle der jeweiligen Diskussion werden in russischer und deutscher Sprache anschliessend im Netz veröffentlicht; nun können alle interessierten Nutzerinnen und Nutzer an der online geführten Diskussion teilnehmen. Deutsche Beiträge werden umgehend in das Russische übersetzt beziehungsweise russische in das Deutsche. Mithilfe der neu gestalteten Website wird die Diskussion noch einfacher werden.

Das Virtuelle Seminar – ausgezeichnet mit dem Credit Suisse Award für Innovative Lehrprojekte 2008 – wird auch in den kommenden Jahren den internationalen Dialog über aktuelle Forschungsfragen fortsetzen und den wissenschaftlichen Austausch zwischen West und Ost bereichern – ungeachtet der geografischen Entfernung, der unterschiedlichen akademischen Traditionen und aller politischer Turbulenzen der Gegenwart.

Erstsemestrigen-Info/Eröffnungs-Apéro

Montag 14.09.2015, 18.15/19.00, Kollegiengebäude, 116 / Slavisches Seminar, Nadelberg 8

Um 18.15 Uhr findet im Kollegiengebäude eine Informationsveranstaltung für die neuen Studierenden im ersten Semester statt mit anschliessendem Apéro im Slavischen Seminar um 19.00 Uhr. Alle Studierenden und MitarbeiterInnen sind ebenfalls herzlich zum Apéro eingeladen!

Sites of Memory of Socialism and Communism in Europe – Internationale Konferenz

Münchenwiler, 3. – 6. September 2015

Veranstalter: Historisches Institut der Universität Bern (Prof. Dr. Julia Richers), Departement Geschichte der Universität Basel (Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk)

25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer zählt die Geschichte von Sozialismus und Kommunismus nach wie vor zu den polarisierenden und umstrittenen Feldern europäischer Erinnerungskultur. Während in einigen Ländern des ehemaligen "Ostblocks" die sozialistische Vergangenheit als Abgrenzungsfolie für nationale Identitätsentwürfe genutzt wird, lassen sich in anderen Tendenzen nostalgischer Erinnerung an das Leben vor 1989 bzw. 1991 beobachten. In manchen Staaten wurde die juristische und geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung der kommunistischen Herrschaft nach dem Fall des Eisernen Vorhangs forciert, während andere Gesellschaften dem Erbe der jüngeren Vergangenheit mit Strategien der Verdrängung, Idealisierung oder Relativierung begegnen. In manchen Staaten West- und Mitteleuropas scheint man schließlich ganz vergessen zu haben, in welchem Maße die eigene Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert von kommunistischen Ideen und der sozialistischen Bewegung beeinflusst und geprägt wurde. Von einer gemeinsamen Erinnerungskultur an die Geschichte von Sozialismus und Kommunismus sind die Staaten und Gesellschaften Europas heute noch weit entfernt.

Vor dem Hintergrund dieser Beobachtungen befasst sich die internationale wissenschaftliche Konferenz in vergleichender Perspektive mit divergierenden Erinnerungskulturen an Sozialismus und Kommunismus in Europa vom späten 19. bis ins frühe 21. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen "Orte der Erinnerung" – im Sinne von Pierre Noras Konzept der lieux de mémoire – in West- und Osteuropa, denen hinsichtlich der Erinnerung an Sozialismus und Kommunismus eine große symbolische Bedeutung zugeschrieben wurde bzw. bis heute wird. Dazu zählen "authentische" geografische bzw. topographische Orte ebenso wie künstlich geschaffene Orte des Erinnerns und Gedenkens (z.B. Lenin-Denkmäler), Geschichts-Museen oder metaphorische "Orte" im symbolischen Raum. Gegenstand der Analyse sind divergierende Geschichts- und Erinnerungsnarrative unterschiedlicher sozialer Gruppen, Prozesse der Aneignung, Instrumentalisierung und Verdrängung sowie soziale Praktiken der Erinnerungskultur in verschiedenen europäischen Gesellschaften. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit dem entsprechenden symbolischen Erbe umgegangen wurde bzw. wird und welche Bedeutung den entsprechenden Orten der Erinnerung zugeschrieben wurde. Dabei sollen Prozesse, Narrative und Praktiken des Erinnerns und Gedenkens ebenso analysiert werden wie Strategien des gesellschaftlichen Vergessens und Verdrängens oder Formen der Kommerzialisierung.

Kontakt: sandrine.mayoraz-at-unibas.ch

Das Konferenzprogramm finden Sie hier [PDF (2.0 MB)].

Streifen

Absage Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Paul

Leider müssen wir Sie darauf hinweisen, dass der in der Semesterpost angekündigte Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Paul am 06. Mai 2015 nicht wird stattfinden können. Wir bitten Sie dafür um Verständnis.

Vortrag Prof. Dr. Martin Aust - Osteuropäische Geschichte und Globalgeschichte

Gerne machen wir Sie darauf aufmerksam, dass es Prof. Aust doch noch möglich ist, seinen Vortrag zur Osteuropäischen Geschichte und Globalgeschichte in Basel zu halten.

Die Veranstaltung wird vom Europainstitut und vom Departement Geschichte unterstützt. Prof. Aust ist derzeit Gastprofessor für Osteuropäische Geschichte in Basel und bilanziert in seinem Vortrag „Osteuropäische Geschichte und Globalgeschichte“ den Stand globalgeschichtlicher Perspektiven in der Osteuropäischen Geschichte und die Darstellung Osteuropas in globalgeschichtlichen Synthesen.

Die Veranstaltung findet am Diestag, 05. Mai, von 18.15 - 20.00 Uhr im Departement Geschichte, Seminarraum 3 statt.

Hier [PDF (284 KB)] finden Sie noch einen Link zur Einladung.

SemesterpOST

Das neue Semester steht schon wieder vor der Tür, und wir freuen uns, Sie über diverse Neuigkeiten und geplante Veranstaltungen des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte informieren zu dürfen. Im Frühjahrssemester 2015 möchten wir herzlich Prof. Dr. Martin Aust bei uns in Basel begrüssen. Er wird Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk während dessen Forschungssemester in der Lehre vertreten. Mehr dazu finden Sie unter der Rubrik „Personalia“. Mit dem Forschungskolloquium werden wir in diesem Semester pausieren.

Auf interessante Veranstaltungen können Sie sich jedoch trotzdem freuen. So laden wir schon heute zum Vortrag von Prof. Dr. Martin Aust am 17. März 2015 am Departement Geschichte zum Thema „Osteuropäische Geschichte und Globalgeschichte“ ein. Am 6. März 2015 findet ein Workshop mit Heike B. Görtemaker zum Thema „Biographien schreiben“ statt, den Dr. Jörn Happel organisiert. Schliesslich möchten wir Sie auf die internationale Nachwuchs-Konferenz „Sites of Memory of Communism and Socialism in Europe“ hinweisen, die wir vom 3. bis 6. September 2015 im Schloss Münchenwiler in Kooperation mit der Universität Bern (Prof. Dr. Julia Richers) veranstalten.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins Frühjahrssemester und freuen uns, wenn wir Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung begrüssen dürfen.

 

Die aktuelle SemesterpOST finden Sie hier [PDF (170 KB)].

Vortrag Prof. Dr. Martin Aust - Osteuropäische Geschichte und Globalgeschichte

Gerne machen wir Sie darauf aufmerksam, dass Herr Prof. Aust seinen Vortrag zur Osteuropäischen Geschichte und Globalgeschichte doch noch in Basel wird halten können.

Die Veranstaltung wird vom Europainstitut und von Departement Geschichte unterstützt. Herr Prof. Aust ist derzeit astprofessor für Osteuroäische Geschichte in Basel und bilanziert in seinem Vortrag „Osteuropäische Geschichte und Globalgeschichte“ den Stand globalgeschichtlicher Perspektiven in der Osteuropäischen Geschichte und die Darstellung Osteuropas in globalgeschichtlichen Synthesen.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 5. Mai, von 18.15 - 20.00 Uhr im Departement Geschichte, Seminarraum 3 statt.

 

 

Vortrag - Ungarn im 20. Jahrhundert. Geschichtsdeutungen und Debatten seit 1989

Am Dienstag, 14. 04. 2015 hält Dr. Ferenc Laczó einen Vortrag zur Geschichte Ungarns.

 

Das Ziel des Vortrags ist die Zeitgeschichte in Ungarn als eine Art Streitgeschichte zu erleuchten. Geschichtsdeutungen, die in Ungarn seit 1989 artikuliert worden sind, werden als Quellen der Orientierung in der Gegenwart verstanden und auf drei unterschiedlichen Ebenen – die geschichtswissenschaftliche, die geschichtskulturelle, und die geschichtspolitische – untersucht. Die tiefgreifenden geschichtskulturellen Veränderungen der letzten 25 Jahre, aber auch das Auseinanderdriften von Geschichtswissenschaft und Geschichtspolitik, werden diskutiert. Drei konkrete Auseinandersetzungen mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts in Ungarn werden im Mittelpunkt stehen: die Diskussionen und Debatten um das Ende des Ungarischen Königreiches um 1918-20, um die Geschichte des Antisemitismus und des Holocaust in Ungarn, und um die Bedeutung der 1956er Revolution und ihre Verbindungen zu den Ereignissen von 1989.

Abgesagt! - Vortrag - Osteuropäische Geschichte und Globalgeschichte

Dieser Vortrag muss leider krankheitsbedingt abgesagt werden.

 

Am 17.03.2015 hält Prof. Dr. Martin Aust einen Vortrag zur osteuropäischen Geschichte und der Globalgeschichte.

 

Der Boom der Globalgeschichte geht vor allem auf Arbeiten aus der amerikanischen, europäischen und asiatischen Geschichte der letzten beiden Jahrzehnte zurück. Die Geschichte Osteuropas zählt zu den Nachzüglern auf dem Feld globalgeschichtlicher Studien. Der Vortrag analysiert zunächst, warum die Osteuropäische Gechichte relativ spät in globalgeschichtliche Untersuchungen eingestiegen ist. Gegenwärtig ist jedoch eine wechselseitige Annäherung zwischen den beiden Feldern zu beobachten. Der Vortrag bilanziert den Stand globalgeschichtlicher Perspektiven in der Osteuropäischen Geschichte und die Darstellung Osteuropas in globalgeschichtlichen Synthesen. Zum Schluss werden weiterführende Perspektiven aber auch Problematiken globalgeschichtlicher Ansätze in der Osteuropäischen Geschichte aufgezeigt.

 

Publikationen zum Thema:

Martin Aust, Hg., Globaliserung umperial und sozialistisch. Russland und die Sowjetunion global 1851-1991, Frankfurt am Main 2013 (Globalgeschichte Band 13)

Martin Aust; Julia Obertreis, Hg., Osteuropäische Geschichte ud Globalgeschichte, Stuttgart 2014.

 

 

Biographien schreiben - Ein Workshop der Basel Graduate School of History

Biographien sind gefragt! Zahlreiche Doktorandinnen und Doktoranden schreiben am Departement Geschichte über Lebensgeschichten berühmter oder wenig bekannter Frauen und Männer. Oder sie arbeiten mit autobiographischen Texten beziehungsweise biographischen Ansätzen. Für den Workshop, der sich der Frage „Wie schreibe ich eigentlich eine Biographie und was kann ich damit historisch erklären?“ auseinandersetzt, konnten wir Heike B. Görtemaker gewinnen, die international viel beachtete Bücher über Eva Braun und Margret Boveri vorgelegt hat.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich mit eigenen Textpassagen / Kapitelausschnitten / Gliederungen / Fragekatalogen / usw. aktiv einbringen oder einfach nur mitdiskutieren. Die eingesandten Texte werden im Vorfeld gelesen und am 6. März gemeinsam besprochen. Jenseits von bestimmten Epochen und Räumen sind alle angesprochen, die sich für das biographische Arbeiten interessieren.
Texte, die am 6. März diskutiert werden sollen, werden bitte bis spätestens 26. Februar an Jörn Happel Joern.Happel-at-unibas.ch geschickt – ein Workspace auf „Adam“ wird eingerichtet. Eine Anmeldung bis zum 20. Februar 2015 ist erwünscht.

Der Workshop findet am Freitag, 6. März 2015 von 9:15 Uhr - ca. 16.00 Uhr im Departement Geschichte, Hirschgässlein 21 statt.

 

 

Call for Papers - Sites of Memory of Socialism and Communism in Europe

Twenty-five years after the fall of the Berlin Wall, the history of socialism and communism still presents itself as one of the most polarizing and controversial themes in Europe's culture of memory. While some countries of the former Eastern Bloc utilise their socialist past in the formation of national identities, others tend to construct nostalgic memories of their lived experiences in socialist times. And while some governments advocate the legal and historical investigation of communist rule after the fall of the Iron Curtain, others confront their recent past with denial or idealisation. Finally, some Western and Central European societies seem to have forgotten the extent to which their own nineteenth and twentieth century history has been influenced and formed by communist ideas and the socialist movement. European states and societies still have a long way to go in constructing a common culture of memory of the history of socialism and communism.

This international postgraduate conference will discuss Europe's diverging cultures of memory of socialism and communism from the late nineteenth until the early twenty-first century in a comparative perspective. It will analyse “realms” or “sites of memory” (in the sense of Pierre Nora's concept of lieux de mémoire) in Western and Eastern Europe as symbolic representations of the memory of socialism and communism. Such sites include geographic or topographic localities (for instance Karl Marx' birth place in Trier or his grave in London) just as well as man-made sites of memory and commemoration (as, for example, Lenin statues), history museums (the “House of Terror” in Budapest) or metaphoric “places” in a symbolic space (the October Revolution, the “Red Flag” , “The Internationale” or the “1st of May” ). Central to our analysis shall be the diverging narratives of history and memory of different social groups, processes of appropriation and denial as well as social practices of memorial culture in various European societies. Furthermore, we seek to discuss the general description of socialism and communism as “Bolshevism”, “Stalinism”, and “Real Socialism” – notions which are often used interchangeably and synonymously. We wish to examine how societies at various times have dealt (and deal) with “their” socialist historical past and how they have charged respective sites of memory with symbolical meaning. Processes, narratives, and practices of commemoration shall be analysed as well as strategies of social oblivion and denial or forms of commercialization.

The conference is inspired by the centenary of the “Zimmerwald Conference” in September 2015. One hundred years ago, more than thirty well-known representatives of the Second Socialist Internationale (among them Vladimir Lenin, Leon Trotsky, Grigorii Zinoviev, and Robert Grimm) met conspirationally at Zimmerwald, a small village in the proximity of Bern, in order to consult about strategies to end the First World War and to feed revolutionary upheaval in Europe. While the “Zimmerwald Manifesto” and the “Zimmerwald Left” advanced to major sites of memory in the international socialist movement after 1917, the population in Zimmerwald could hardly accept the 1915 conference, an event of worldwide historical significance, as part of their own local history. For the centenary, however, an official ceremony of commemoration is planned, which we will attend at the end of the conference.

We invite doctoral and postdoctoral students from all countries, in particular from Western and Eastern Europe, to present their research on one or several sites of memory of socialism and communism in Europe. We seek submissions from early career academics working in diverse fields of research (history, political science, sociology, cultural studies, anthropology, and related disciplines). Our intent is to initiate and promote a transnational and interdisciplinary scholarly dialogue. Renowned specialists will give keynote-lectures and commentaries and will debate and reflect on the papers.

The workshop will take place from September 3-6, 2015 at the charming conference hotel “Schloss Münchenwiler” near Bern (www.schloss-muenchenwiler.ch). The conference language is English. Costs for travel, accommodation and meals are paid for by the conference organisers. The number of participants is limited to twenty. A publication of the conference contributions is planned.

Proposals for papers (20 minutes) are welcome. Please send abstracts of approximately two pages, a curriculum vitae and (in case of doctoral students) a reference from your advisor via email to: Sandrine Mayoraz: sandrine.mayoraz-at-unibas.ch.

 

Please send your application by no later than January 31, 2015.

Conference organizers:

Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk (University of Basel, Department of History)

PD Dr. Julia Richers (University of Bern, Department of History)

Download Call for Papers as PDF here [PDF (256 KB)].

 

Streifen

PD Julia Richers erhält Ruf an die Universität Bern

PD Dr. Julia Richers hat einen Ruf an die Universität Bern erhalten und tritt zum 1. Januar 2015 die Professur für Neuere und neueste Geschichte sowie Osteuropäische Geschichte am Historischen Institut der Universität Bern (Nachfolge Prof. Dr. Marina Cattaruzza) an. Wir gratulieren Frau Richers sehr herzlich zu ihrer Professur und wünschen Ihr für Ihre neue Aufgabe Alles Gute! 

1975 in Basel geboren, studierte Julia Richers Osteuropäische Geschichte und Anglistik in Budapest und Basel. Nach dem Studienabschluss 2001 war sie bis 2010 wissenschaftliche Assistentin am Historischen Seminar der Universität Basel (Lehrstuhl für Osteuropäische und Neuere Geschichte, Prof. Dr. Heiko Haumann). Ihre Promotion 2005 trug den Titel "Jüdisches Budapest. Kulturelle Topographien einer Stadtgemeinde im 19. Jahrhundert". 2013 wurde sie mit der Arbeit  "Kosmos- und Raumfahrtfieber in der Sowjetunion zwischen Technikkult und sozialen Utopien" an der Universität Basel habilitiert. Seit dem 1. Februar 2013 lehrt Julia Richers als Dozentin für Geschichte Osteuropas an der Universität Bern. 

Mehr Informationen zu PD Dr. Julia Richers finden Sie hier:

https://dg.philhist.unibas.ch/departement/personen/person-details/profil/person/richers/

http://www.hist.unibe.ch/content/personal/richers__julia/index_ger.html

 

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