"Russia 1917 and the Dissolution of the Old Order in Europe." Ein Rückblick auf den Semesterauftakt im September 2017.

Noch vor Semesterbeginn fand vom 13. bis 15. September im ländlichen Basel in Kaiseraugst auf dem Landgut Castelen eine internationale Konferenz statt, welche das 100. Jubiläum der Russischen Revolution 1917 zum Anlass nahm, mit Historikern aus der Schweiz, Deutschland, Schottland, Russland, Frankreich und den Vereinigten Staaten dieses historische Phänomen zu reflektieren.

Den gesamten Beitrag inklusive zahlreichen Illustrationen sowie einem ausführlichen Tagungsbericht, der sämtliche Beiträge aller drei Konferenztage zusammenfasst, finden Sie hier.

 

Konferenztitel: Russia 1917 and the Dissolution of the Old Order in Europe. Biographical Itineraries, Individual Experiences, Autobiographical Reflections.  

Veranstalter: Korine Amacher, Université de Genève, Unité de Russe / Benjamin Schenk, Universität Basel, Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte 

Veranstaltungshinweis: Vortrag von PD Dr. Jan-Andrea Bernhard - Vom Humanismus zum Sozialismus. Streifzug durch 500 Jahre ungarisch-schweizerische Beziehungen.

Freitag, 1. Dezember 2017, 18.15 Uhr mit anschliessendem Apéro

Universität Basel am Petersplatz 1, Kollegiengebäude, Hörsaal 114, Eintritt frei

"Die Reformation begründete zwischen den damaligen Staaten Schweiz und Ungarn einen intensiven Wissens- und Kulturaustausch, der die Geschichte beider Staaten durch Jahrhunderte prägte. Als Eckpunkte dieser 'gemeinsamen Geschichte' sind zu nennen: die Beziehungen zwischen Basel und Ofen (Buda) zur Zeit des Erasmus, die Rezeption des Zweiten Helvetischen Bekenntnisses (1566) in Ungarn, der Einsatz Zürichs für die Befreiung ungarischer Galeerenhäftlinge (1676), die Bedeutung der Grafen Teleki für die Universität Basel (1760/61), die Verbreitung der Pädagogik Pestalozzis in Ungarn oder die Solidarität der Schweizer im 'Revolutionsjahr' 1956. 

Und wie steht es heute, 500 Jahre nach dem Beginn der 'Freundschaft', um diese Beziehung zwischen der Schweiz und Ungarn?"

Passend zum 500. Jubiläum der Reformation 1517 reflektiert Jan-Andrea Bernhard, Privatdozent an der Universität Zürich und ausgewiesener Kenner der ungarischen Geschichte, die historischen Beziehungen von der Schweiz und Ungarn und wirft einen Blick auf die Gegenwart.

Den vollständigen Flyer zum Vortrag finden Sie hier.

Veranstaltungshinweis: Studientag - Jüdische Geschichte im Osten Europas

Studientag am Donnerstag, 7. Dezember 2017, 13.15 - 18.00 Uhr

Zentrum für Jüdische Studien, Leimenstrasse 48, 4051 Basel

 

13.15 Uhr

Begrüssung und Einführung Erik Petry, F. Benjamin Schenk

 

13.30 - 15.00 Uhr

Vortrag mit Diskussion Ilse Lazaroms (Amsterdam/Frankfurt am Main) Emigration from Paradise: Home, Fate, and Nation in Post-World War I Jewish Hungary

 

15.00 – 15.30 Uhr

Kaffeepause

 

15.30 – 17.00 Uhr

Vortrag mit Diskussion Sarah Panter (Mainz) Verwurzelte Kosmopoliten und transatlantische Mobilitäten: Revolutionäre Leben nach 1848/49

 

18.00 Uhr

Gemeinsames Nachtessen

 

Beachte: Begleitend zum Studientag wird Lektürematerial zur Vorbereitung auf der ADAM-Plattform vorgelegt.

Interessierte ausserhalb des regelmässig stattfindenden Kolloquiums können sich für die Texte bei Bianca Hoenig melden. 

Mail: bianca.hoenig-at-unibas.ch

Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

Zweiter URIS-Workshop im November

Der nächste URIS-Workshop wird am Montag, 20. November 2017, zum Thema „Language, Politics and Identity in Ukraine. Past and Present“ in Basel stattfinden. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, als Gast am Workshop teilzunehmen.

Language is undeniably a defining attribute of national identity. This statement becomes problematic in countries and societies where two or more languages are commonly in use. Ukraine is one such case. Half of its population uses Russian in everyday communication, yet Ukrainian remains the only official language. Furthermore, Russian speakers are widely accused of not being “Ukrainian” enough. The contemporary crisis in Ukraine has intensified the debates over language and identity, forcing many to reassess what it means to be Ukrainian. The workshop will examine the links between language and identity in Ukraine in historical perspective, offering a comparison between the formative Soviet decades and the period of independence. It will also discuss the role of the state and political elites in constructing national identities and manipulating the language question for their political gain in the past and the present.

Für weitere Informationen besuchen Sie die offizielle URIS-Website. Das vollständige Programm finden Sie hier [PDF (99 KB)].

Das Departement Geschichte mit Benjamin Schenk und Boris Belge beim SRF im Gespräch: Zwei Beiträge zur Russischen Revolution über die russisch-orthodoxe Kirche und die Musik in der Sowjetunion

Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk beleuchtet im SRF-Gespräch vom 22. Oktober 2017 die Rolle der russisch-orthodoxe Kirche in der Russischen Revolution vor hundert Jahren und zeigt, wie sich in Russland das Verhältnis von Kirche und Staat seitdem entwickelt hat. 

 

Dr. Boris Belge spricht als Experte über die Musik der Oktoberrevolution in der SRF-Sendung "Künste im Gespräch". "Wir nehmen ein Ohr von Kompositionen, die den Geist der Revolution einfangen, sie verklären, sich von ihr abwenden oder ihr gedenken", so der Vorgeschmack von SRF. 

Reinhören in die SRF-Sendung vom 12. Oktober 2017 lohnt sich, betrachtet sie die Oktoberrevolution doch von einer anderen Seite. Um Boris Belges Beitrag zur Musik der Oktoberrevolution (von Minute 17:46-37:12) bestmöglichst zu veranschaulichen, werden die thematisierten musikalischen Kompositionen direkt eingespielt. 

Zum vollständigen Beitrag auf unserer Website, siehe hier.

Die neue SemesterpOST für das Herbstsemester 2017 ist da!

Traditionell wie in jedem Semester erwartet Sie die neue SemesterpOST der Osteuropäischen Geschichte pünktlich zum Semesterstart.

Damit Sie während dem aktuellen Semester jederzeit den umfassenden Überblick über das Kolloquiumsprogramm der Osteuropäischen Geschichte, Veranstaltungen und Termine behalten, lohnt sich ein Blick in die aktuelle SemesterpOST HS 17.

Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Lektüre und hoffen, Sie bald an einer der ausgeschriebenen Veranstaltungen begrüssen zu dürfen!

Offene Stelle für einen/eine Wissenschaftlichen Mitarbeiter/in 60% am Departement Geschichte

Am Departement Geschichte der Universität Basel ist für den Zeitraum 1. Februar 2018 bis 31. Juli 2019 die Stelle eines/einer Wissenschaftlichen Mitarbeiter/in zu besetzen. 

Das Aufgabenprofil umfasst die eigene Forschung in der neueren Geschichte Ostmitteleuropas, die Durchführung von Lehrveranstaltungen, die Mitarbeit in der universitären Selbstverwaltung und die organisatorische Unterstützung des Fachbereichs. 

Gesucht wird ein/e engagierte/r Nachwuchswissenschaftler/in mit überdurchschnittlichem Hochschulabschluss (MA/Promotion) in Osteuropäischer Geschichte bzw. Geschichte (mit Schwerpunkt Ostmitteleuropa), sehr guten Kenntnissen der deutschen und mindestens einer osteuropäischen Sprache sowie einem ausgeprägten Interesse an kulturhistorischen Fragestellungen. Besonders willkommen sind Bewerbungen von Doktorierenden in der Abschlussphase ihrer Dissertation bzw. von "early Post-Docs". 

 

Nähere Auskünfte erteilt Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk,

Departement Geschichte, Hirschgässlein 21, 4051 Basel, E-Mail: benjamin.schenk-at-unibas.ch

 

Bewerbungen sind in elektronischer Form (eine pdf-Datei) bis zum
22. Oktober 2017 an die Personalbeauftragte des Departements Geschichte, Dijana Bogdanovic zu richten: personal-geschichte-at-unibas.ch

 

Für die vollständige Stellenausschreibung, siehe hier

Publikation von Dr. des. Thomas Bürgissers Dissertation: «Wahlverwandtschaft zweier Sonderfälle im Kalten Krieg» – Neuer Band der Reihe «Quaderni di Dodis»

Dr. des. Thomas Bürgisser, der am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte promoviert hat, hat vor kurzem seine Dissertation publiziert.

Der soeben erschienene Band 8 der Reihe «Quaderni di Dodis» handelt von den Beziehungen der Schweiz zum sozialistischen Jugoslawien. Die Bedeutung derselben lässt sich bereits daran ersehen, dass Menschen, die ihre familiären Wurzeln im ehemaligen Vielvölkerstaat auf dem Balkan haben, heute fast fünf Prozent der schweizerischen Bevölkerung ausmachen. Thomas Bürgisser zeigt auf, dass trotz der durchaus verschieden gelagerten Gesellschaftssysteme ebenfalls zahlreiche Affinitäten zwischen den beiden «Sonderfällen» bestanden.

Beide Staaten verbanden strukturelle Ähnlichkeiten wie die sprachliche und konfessionelle Durchmischung der Bevölkerung, ein demokratisches Selbstverständnis und die föderalistische Staatsverfassung. Aussenpolitisch beschritten sowohl die neutrale Schweiz wie das blockfreie Jugoslawien im Ost-West-Konflikt einen unabhängigen Weg zwischen den Blöcken. Dank seinem liberalen Aussenhandelsregime wurde das sozialistische Jugoslawien zum bedeutendsten Handelspartner der Schweiz in Osteuropa. In den internationalen Beziehungen ergaben sich neue Formen der Kooperation.

In seiner Basler Dissertation beschreibt Thomas Bürgisser die schweizerisch-jugoslawische «Wahlverwandtschaft» als einzigartigen Imaginations- und Kommunikationsraum, aus dem sich im Kalten Krieg ein überraschend fruchtbarer Austausch von Menschen und Ideen entwickelte. Die Studie konnte nun mit der Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds sowie des Max-Geldner-Dissertationsfonds der Universität Basel in der Reihe «Quaderni di Dodis» publiziert und dadurch die Ergebnisse dieser Qualifikationsarbeit in digitaler Form für die Forschung und die interessierte Öffentlichkeit frei zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Informationen und Downloadmöglichkeiten finden Sie hier. Zum wissenschaftlichen Profil von Thomas Bürgisser konsultieren Sie die Seite des Departements.

Für Interessierte lohnt und empfiehlt es sich, das SRF-"Tagesgespräch" vom 12. September 2017 anzuhören. Zu Gast bei Marc Lehmann sind Thomas Bürgisser und Nikolaus Voegeli, die über die Beziehung der Schweiz und Jugoslawien im 20. Jahrhundert sprechen. 

Unser neuer URIS-Fellow: Dr. Olena Palko

Von August 2017 bis Januar 2018 wird der zweite URIS-Fellow, Dr. Olena Palko, an der Universität Basel forschen und lehren.

Dr. Olena Palko ist eine Nachwuchswissenschaftlerin mit interdisziplinärem Profil. Sie hat an der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew Politikwissenschaften und Philosophie studiert und wurde am Institut für Politikwissenschaften und Ethnologie an der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Kiew in Politikwissenschaften promoviert. Im März 2017 schloss Dr. Palko an der University of East Anglia in Norwich, England, zusätzlich ein PhD-Studium in Geschichte ab.

Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Politik- und Kulturgeschichte der Ukraine im 20. Jahrhundert. In Dr. Palkos bisheriger Forschung stand die Frage nach der Konsolidierung der Macht der Bolschewiki in der Ukraine in den 1920er Jahren im Zentrum. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt befasst sich Dr. Palko mit einem Vergleich der Nationalitätenpolitik Polens und der frühen UdSSR in den 1920er Jahren. Am Beispiel der Politik gegenüber der ukrainischen Nation wird das Zusammenspiel von Minderheiten- und Aussenpolitik in der Zwischenkriegszeit untersucht.

Bei uns wird Dr. Palko im HS 2017 einen Kurs in englischer Sprache zu „The Soviet Nation-Building in the 1920s-1930s“ anbieten. Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung stehen Prinzipien und Massnahmen der sowjetischen Nationalitäten- und Minderheitenpolitik in der Zwischenkriegszeit.

Für weitere Informationen der Lehrveranstaltung, siehe hier

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