Arbeitskreis und Netzwerk Wirtschaftsgeschichte

Arbeitskreis

Gab es einen homo oeconomicus im Mittelalter? Kann man das mittelalterliche BIP errechnen? Und wozu sollte man das überhaupt tun? Was sagt uns der wirtschaftliche Einbruch im 14. und 15. Jahrhunderts über die Entstehungsgründe und Folgen von Wirtschaftskrisen? Welche Rolle spielen Institutionen für wirtschaftliche Prosperität, und kann man das verstehen, ohne ihre kulturelle Einbettung zu beachten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Arbeitskreis für spätmittelalterliche Wirtschaftsgeschichte. Insbesondere diskutieren wir, welche Methoden aus Kulturgeschichte und Wirtschaftswissenschaften sich für die Erforschung der spätmittelalterlichen Wirtschaft eignen.

Bisher haben wir drei Konferenzen veranstaltet: In Frankfurt 2013 zum Thema "Methoden der Wirtschaftsgeschichte", in Mannheim 2014 zum Thema "Methoden der Erforschung von Rechnungsbüchern", in Köln 2015 zum Thema "Kredit im Mittelalter". Die Konferenz im Jahr 2016 wird in Kopenhagen stattfinden und sich mit der Institutionenanalyse auseinandersetzen.

 

Netzwerk

Aus dem Arbeitskreis geht zudem ein Netzwerk hervor, das in den Jahren 2016-2019 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Es trägt den Titel "Kalkulieren, Handeln, Wahrnehmen. Für eine neue Methodik der spätmittelalterlichen Wirtschaftsgeschichte". Wir diskutieren intensiv über kultur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Zugänge zur Wirtschaftsgeschichte, die wir nicht einfach gegeneinander stellen, sondern zu einer neuen, tiefenschärferen Methodik kombinieren möchten.

 

Homepage des Arbeitskreises: www.wirtschaftsgeschichte.org

Homepage des Netzwerks: www.netzwerk.wirtschaftsgeschichte.org