Forschungspräsentation und book launch der Assistierenden

Die Assistierenden des Historischen Seminars laden ein zu einer Forschungspräsentation mit book launch. Fünf thematischen Achsen entlang gibt die Veranstaltung Einblicke in laufende und kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekte und auf einem Büchertisch liegen die neusten Publikationen und fertigen Manuskripte zum Schmökern bereit. Der Anlass wird eingeführt durch die Dekanin der Philosophisch-Historischen Fakultät, Prof. Dr. Claudia Opitz, und die Geschäftsführende Vorsteherin des Historischen Seminars, Prof. Dr. Susanna Burghartz. Ein Apéro Riche wird offeriert.

Der Anlass beginnt am Donnerstag, den 18. November 2010, um 18.15 Uhr im Historischen Seminar, Hirschgässlein 21, in Raum 1 im EG.

Bitte um Anmeldung bis zum 10.11.2010.

Transnationale und transkulturelle Geschichte(n)

Transnationalität und Transkulturalität haben sich auch am Historischen Seminar zu zentralen Forschungsperspektiven herausgebildet. Im Rahmen des book launch präsentiert werden Forschungen, die das Thema explizit in den Fokus rücken: Texte, die nach transnationalen und transkulturellen Vergleichsebenen oder nach sozialen, politischen und kulturellen Bezügen zwischen unterschiedlichen Ländern, Regionen und Kontinenten fragen sowie Studien zu transnationalen Institutionen, transkontinentalem Warenverkehr und zu Erfahrungen von Migration und Fremdheit.

Präsentiert werden Forschungen von Heinrich Hartmann, Almut Höfert, Barbara Lüthi, Pascal Maeder, Laura Polexe, Christiane Sibille und Kim Siebenhüner.

Migration und Fremdheit

Migration ist ein am Historischen Seminar viel bearbeitetes Thema. Im Rahmen des book launch sollen Forschungen zu Migration in der neueren Geschichte Europas und Asiens sowie in der Geschichte der Frühen Neuzeit miteinander verglichen werden. Was bedeuteten Migration und Fremdheit für spanische Kaufleute in Italien im 18. Jahrhundert? Und was für nomadische Lebenswelten in Zentralasien in der Zeit des zaristischen Russlands? Was für Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg? Und was für GrenzgängerInnen zwischen Europa, der Schweiz und den USA im späten 19. und 20. Jahrhundert?

Präsentiert werden Forschungen von Jörn Happel, Barbara Lüthi, Pascal Maeder und Roberto Zaugg.

Urbane Topographien

Zu den Fragen, was überhaupt eine "Stadt" ist und wie sie sich fassen, beschreiben und erforschen lässt, leisten verschiedene Forschungen am Historischen Seminar einen Beitrag: Sie reichen von der Dokumentation eines individuellen "Falls" (Akten aus der Basler Psychiatrie um 1900) bis zur Geschichte von Fussballvereinen im urbanen Senegal in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sie untersuchen die kulturellen Topographien einer Stadtgemeinde im jüdischen Budapest des 19. Jahrhunderts, fragen nach Erinnerungsorten in der Grenzregion Basel und analysieren Raumkonstruktionen in den "London Chronicles" des 16. Jahrhunderts.

Präsentiert werden Forschungen von Susann Baller, Stefan Nellen, Erik Petry, Anja Rathmann-Lutz und Julia Richers. 

Repräsentationen und Ikonographie

Repräsentationen werden von sozialen Akteuren zur Sinnstiftung produziert, können aber in der Folge auch selbst Wirkungsmacht erlangen. Zentral behandelt werden Repräsentationen am Historischen Seminar in Forschungen mit verschiedenen Herangehensweisen: Sie untersuchen die Geschichte und konzeptionelle Sinngebung und Darstellung von Landschaften und Meeren in der Frühen Neuzeit, betrachten die Produktion von Karten in der Osteuropa-Geschichte, analysieren bildliche Darstellungen wie die der "Images" Ludwigs des Heiligen im 14. und 15. Jahrhundert und reflektieren Ikonographien im Kontext der Judendiskurse in den mittelhochdeutschen Predigten des 12. und 13. Jahrhunderts.

Präsentiert werden Forschungen von Jörn Happel, Franziska Hilfiker, Gunnar Mikosch, Anja Rathmann-Lutz und Sophie Ruppel.

Gender und Geschichte

Geschlecht (gender) als Analysekategorie bildet einen wichtigen Querschnittbereich am Historischen Seminar. Zahlreiche Forschungen greifen diese Thematik auf, zudem ist ein gemeinsamer Sammelband zum Thema "Gender in Trans-it" entstanden. Mit der Präsentation im Rahmen des book launch soll der fortbestehenden Aktualität des Konzepts Rechnung getragen und die Betrachtung von Gender in transkulturellen und transnationalen Räumen weiter vertieft werden.

Präsentiert werden Forschungen von Susann Baller, Maike Christadler, Almut Höfert, Barbara Lüthi und Julia Richers.