Dr. Olena Palko als URIS-Fellow im HS 2017 zu Gast

03.08.2017 08:25

Dank der Initiative „Ukrainian Research in Switzerland“ wird auch dieses Semester ein/eine ukrainische/r Wissenschaftler/in aus dem Bereich der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften als URIS-Fellow an der Universität Basel zu Gast sein.

Von August 2017 bis Januar 2018 wird der zweite URIS-Fellow, Dr. Olena Palko, an der Universität Basel forschen und lehren.

Dr. Olena Palko ist eine Nachwuchswissenschaftlerin mit interdisziplinärem Profil. Sie hat an der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew Politikwissenschaften und Philosophie studiert und wurde am Institut für Politikwissenschaften und Ethnologie an der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Kiew in Politikwissenschaften promoviert. Im März 2017 schloss Dr. Palko an der University of East Anglia in Norwich, England, zusätzlich ein PhD-Studium in Geschichte ab. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Politik- und Kulturgeschichte der Ukraine im 20. Jahrhundert. In Dr. Palkos bisheriger Forschung stand die Frage nach der Konsolidierung der Macht der Bolschewiki in der Ukraine in den 1920er Jahren im Zentrum.

Aktuelles Forschungsprojekt

In ihrem aktuellen Forschungsprojekt befasst sich Dr. Palko mit einem Vergleich der  Nationalitätenpolitik Polens und der frühen UdSSR in den 1920er Jahren. Am Beispiel der Politik gegenüber der ukrainischen Nation wird das Zusammenspiel von Minderheiten- und Aussenpolitik in der Zwischenkriegszeit untersucht. Nationalitätenpolitik wird als Mittel politischer Konsolidierung und zwischenstaatlicher Rivalität beschrieben, wobei insbesondere der Rolle sowjetischer „Polonophobie“ sowie polnischer „Sowjetophobie“ bei der Formulierung von Nationalitäten- und Minderheitenpolitiken in beiden Ländern nachgegangen wird.

Lehrveranstaltung

In Basel wird Dr. Palko im HS 2017 einen Kurs in englischer Sprache zu „The Soviet Nation-Building in the 1920s-1930s“ anbieten. Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung stehen Prinzipien und Massnahmen der sowjetischen Nationalitäten- und Minderheitenpolitik in der Zwischenkriegszeit. Dabei sollen auch widersprüchliche Ziele sowie Unterschiede bei der Implementierung der Nationalitäten- und Minderheitenpolitik in den unterschiedlichen Sowjetrepubliken diskutiert werden. Durch diesen Zugang soll zu einem besseren Verständnis der historischen Tiefendimension zahlreicher zeitgenössischer Konflikte im postsowjetischen Raum beigetragen werden.

Die Lehrveranstaltung steht BA- und MA-Studierenden der Osteuropastudien, Geschichte, Politikwissenschaften, European Global Studies sowie benachbarter Fächer offen. Hier finden Sie den Link zur Lehrveranstaltung im Vorlesungsverzeichnis der Universität Basel.

Kontakt

olena.palko-at-unibas.ch