RenaissanceN
Der Vertiefungsschwerpunkt «RenaissanceN» im Masterstudienfach «Geschichte»
ist interdisziplinär ausgerichtet. Er stellt die historischen Konfigurationen am Übergang vom Mittelalter zur Moderne ins Zentrum: Ordnungsdiskurse und Ambivalenzen, materielle Kultur und symbolisches Kapital, lokale, regionale und globale Perspektiven, Expansionen und Globalisierung, Kontinuitäten und Brüche, Figuren der Erneuerung und Traditionsbildung.
Aus materiellen wie wissenschaftsgeschichtlichen Gründen liegt dabei in Basel der zeitliche Fokus auf dem 14. bis 17. Jahrhundert.
Der Schwerpunkt umfasst ebenso Politik-, Ideen-, Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte wie Prozesse der Verwissenschaftlichung, die Geschichte von Medien, Wahrnehmung und Repräsentation, historische Anthropologie, Religion und Geschlechtergeschichte.
Methodisch-theoretisch handeln «RenaissanceN» von Projektionsräumen und reflektieren zentrale Kategorien, Strukturen, Techniken und Institutionen, auf denen die Moderne aufbaut. Gleichzeitig steht im Schwerpunkt «RenaissanceN» immer auch die Auseinandersetzung mit einer Kultur zur Diskussion, die der Gegenwart zunehmend fremder wird.
Im Zentrum unseres Interesses steht eine «doppelte» Renaissance:
Als Epochenkonzept bietet sie uns die Chance, die für die historischen Wissenschaften zentrale Epochengrenze zwischen Mittelalter und Neuzeit zu dynamisieren. Als Reflexionskategorie erlaubt sie uns, Gesellschaften daraufhin zu analysieren, wie sie Vergangenheitsbestände nutzen, um sich zu verändern.
Das Historische Seminar Basel veranstaltet gemeinsam mit dem Kunsthistorischen Seminar das Basler Renaissancekolloquium. Es dient als Ort der Kommunikation und Diskussion für disziplinäre wie interdisziplinäre Kooperationen mit ähnlich orientierten Projekt-, Lehr- und Forschungsvorhaben in der Schweiz und im Ausland.
Zum Vertiefungsschwerpunkt «RenaissanceN»:
Für eine Zertifizierung im Teilfach Renaissance müssen neben den allgemeinen Zertifizierungsbedingungen folgende Studienleistungen erbracht werden.
- Studienleistungen im Umfang von je mindestens 5 KP in den zwei historischen Epochen Mittelalter und Frühe Neuzeit (vgl. jeweils das aktuelle Lehrangebot).
- Studienleistungen im Umfang von 8 bis 12 KP in den Studienfächern Kunstgeschichte, Philosophie, Musikwissenschaft oder lateinische, italienische, französische, iberoromanische, englische oder deutsche Philologie (vgl. jeweils das aktuelle Lehrangebot).
- Neben kulturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen müssen auch gesellschaftswissenschaftliche Veranstaltungen berücksichtigt werden.


